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Kupfer, Aluminium, Zink: Mittelstand fürchtet um Rohstoff-Versorgung

| von Dörte Neitzel

Die Preise für Rohstoffe wie Kupfer explodieren. Seit Jahresbeginn verteuerte sich das wichtigste Industriemetall der Welt um rund ein Fünftel. Nicht viel anders sieht es mit Lithium oder Aluminium aus. Der Grund: Häufig übersteigt die Nachfrage das Angebot.

Immer mehr deutsche Unternehmen befürchten nun Versorgungsprobleme und weiter steigende Rohstoffkosten. Das ist das Ergebnis einer Studie der Kölner Einkaufsberatung Inverto gemeinsam mit dem Handelsblatt. Dafür wurden Geschäftsführer, Vorstände und Einkaufsleiter in Europa zu ihrem Rohstoffmanagement befragt.

Chinas Umweltprobleme befeuern Alunimium-Knappheit

Drei Viertel der Befragten sehen aktuell und zukünftig ihre Versorgung mit Industrierohstoffen in Gefahr. Zudem erwartet mehr als die Hälfte der Teilnehmer Engpässe und Preisschübe aufgrund drohendender Handelsbarrieren.

Wie das Handelsblatt schreibt, könnte es noch in diesem Jahr zu einem Engpass bei Aluminium kommen. Der Grund liegt in China: Das Land gehört zu den größten Aluminium-Produzenten der Welt, wird aber über den Winter seine Aluminiuim-Produktion erheblich reduzieren. Denn der Rohstoff wird mithilfe von Kohle geschmolzen, was in China zu starken Smogproblemen führt.

Diese Entwicklung sieht James Butterfill, Head of Research beim Fondshaus ETF Securities, auch für den Kupfermarkt. Er erkennt in den kommenden Jahren bei Kupfer ein Angebotsdefizit. Der Preis für eine Tonne könnte dann auf weit mehr als 7.500 Dollar nach oben schießen. Und auch der Markt für Zink ist seit einigen Monaten im Dezifit. Mit Folgen: Seit Jahresbeginn schoss der Preis für den Rohstoff Zink auf über 3.000 US-Dollar.

Bild: nattakit jeerapatmaitree/Shutterstock.com

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