huawei-headquarter

Zentrale von Huawei in China.

14. Okt. 2019 | 13:55 Uhr | von Dörte Neitzel

Laut einem Bericht des Handelsblatt wird die Bundesregierung den chinesischen Telekommunikationsriesen Huawei nicht vom Aufbau des deutschen 5G-Netzes ausschließen. Die Zeitung beruft sich dabei auf den aktuellen Entwurf der Bundesnetzagentur, der die Sicherheitsanforderungen für die Telekommunikationsnetze festlegt.

Zunächst sollte eine Klausel Huawei den Marktzugang versperren, diese soll dem Bericht zufolge nun nicht mehr enthalten sein. Das Papier soll in den nächsten Tagen veröffentlicht werden. Wie das Handelsblatt berichtet, soll eine Intervention des Kanzleramtes die Klausel verhindert haben – man habe Streit mit China befürchtet.

Warum ist Huawei umstritten?

Huawei ist einer der weltweit größten Netzwerkausrüster und Vorreiter in der 5G-Technik. Nach Angaben der USA soll sich der Konzern aber zu sehr mit der chinesischen Regierung einlassen, daher befürchtet die dortige Regierung Spionage über die Mobilfunknetze und dass sie zur möglichen Sabotageakten genutzt werden könnten.

Doch nicht alle Regierenden sind zufrieden mit der Neuorientierung: So bezeichnet die SPD die Entscheidung der Bundesnetzagentur als “schweren Fehler”.