Smartphone in Männerhand

Das Lieferanten-Onboarding soll mithilfe einer App schneller werden. (Bild: Pixabay)

| von Dörte Neitzel

Laut einer Studie von Ardent Partners verschickt fast die Hälfte aller Lieferanten ihre Rechnungen noch manuell auf Papier. Da die derzeitigen Covid-19 bedingten sozialen Einschränkungen wie Home Office Arbeit die Verarbeitung von Papierrechnungen schwerer machen, versuchen viele Unternehmen nun, Digitalisierungsprojekte zu beschleunigen.

Komplexe, schwerfällige und auf den Käufer ausgerichtete Onboarding-Prozesse bedeuten jedoch, dass solche Projekte oft nur langsam vorankommen und anfällig für das Scheitern aufgrund mangelnder Zuliefereranbindung sind. Dabei soll der Dienst Tradeshift Engage helfen. Er soll das Lieferanten-Onboarding deutlich schneller machen. Anbieter Tradeshift stellt Engage als Cloud- und mobile App-Lösung zur Verfügung. Die Aktivierung dauere nur wenige Minuten.

Das bietet die App

Die Tradeshift Engage-App bietet Verkäufern ein vollständiges Set an eRechnungs-, Bestell- und Fulfillment-Tools, wie beispielsweise

  • die Erstellung digitaler Rechnungen und Gutschriften,
  • das Reagieren auf Bestellungen und Bestelländerungen,
  • das Versenden von Versandanzeigen und
  • die Benachrichtigung über den Empfangsstatus.

Verkäufer können mit mehreren Käufern in Echtzeit über eine einzige Schnittstelle zusammenarbeiten und direkt auf Anfragen reagieren. Ein Dashboard bietet zahlreiche Funktionen für den Überblick.

Engage verspricht ein Ende des Ausfüllens von Formularen, Datenintegrationen, unterschiedlichster Portal-Nutzungen und Datenabweichungen, die oft groß angelegte Onboarding-Initiativen von Lieferanten zum Scheitern bringen. Stattdessen greift das System auf vorhandene Daten aus dem ERP-System oder das Aufzeichnungssystem des Käufers zurück, um ein Lieferantenprofil zu erstellen, das eine vollständige und genaue Historie der Transaktionen enthält.

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Digitale Verbindungen zu Lieferanten

Trotz Fortschritten in der Digitalisierung, die es vielen Unternehmen ermöglichen, unter dem Schein von "business as usual" weiterzumachen, bleibe die Verbindung zwischen Käufern und Verkäufern ein Ausreißer. Die Prozesse, die diesen Beziehungen zugrunde liegen, seien bislang stark papiergestützt und beginnen zu zerbrechen, so Tony Alvarez, VP Network, Tradeshift.

"Der traditionelle Ansatz zur Einbindung der Lieferanten bleibt langsam und umständlich. Was wir tun können, ist, es Käufern und Verkäufern schnell und einfach zu ermöglichen, eine digitale Verbindung herzustellen, das Geld wieder fließen zu lassen und sie so in einer turbulenten Zeit gut zu unterstützen", fasst Alvarez das Ziel des neuen Dienstes zusammen.

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