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Die größten Rüstungskonzerne in Deutschland

Die größten Rüstungsunternehmen in Deutschland

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Gewehre von Heckler und Koch
Platz 10: Heckler & Koch. Heckler & Koch ist ein Handfeuerwaffenhersteller aus Oberndorf am Neckar. Das Unternehmen ist einer der fünf größten Gewehr- und Pistolenherstellern weltweit. Als Ausrüster beliefert es die Bundeswehr, etwa mit dem MG5 oder dem Sturmgewehr HK416 A8 als Nachfolger des G36. Auch das halbautomatische Scharfschützengewehr G210 für die Spezialkräfte der Bundeswehr wird ab 2025 geliefert. H & K bezeichnet sich selbst als den "führenden Hersteller von Handfeuerwaffen für die Staaten der NATO und der EU". Im Jahr 2023 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von 301 Millionen Euro.
Heckler & Koch
MTU-Produktion
Platz 9: MTU Aero Engines. MTU Aero Engines stellt unter anderem Triebwerke für Kampfflugzeuge wie den Eurofighter her, ist also ein Zulieferer für Airbus Defence and Space. Darüber hinaus gibt es Instandhaltungskooperationen mit der Bundeswehr für das Eurofighter-Triebwerk EJ200, den Tornado-Antrieb RB199 sowie das MTR390-Triebwerk für den Kampfhubschrauber Tiger. Bezogen auf das gesamte Unternehmen erzielte MTU Aero Engines 2024 einen Rekordumsatz von 7,5 Milliarden Euro, im Jahr 2023 waren es noch 6,3 Milliarden. Das militärische Triebwerksgeschäft macht davon 612 Millionen Euro aus (2024).
MTU
Die Bundeswehr hatte ursprünglich 185 Exemplare der Panzerhaubitze 2000 beschafft. 2021 befanden sich noch 108 PzH 2000 im Dienst der Bundeswehr. Nach diversen Umstellungen und Abgaben wurde inzwischen neue Systeme nachbestellt.
Platz 8: Renk. Die Renk Group fertigt unter anderem Spezialgetriebe für Panzer (im Bild die Panzerhaubitze 2000), Fregatten, Eisbrecher und die Industrie und liefert Fahrwerke und Dämpfungssystem für militärische Ketten- und Radfahrzeuge. Damit machte das Unternehmen mit Sitz in Augsburg 2024 einen Umsatz von 1,14 Milliarden Euro - ein Plus von rund 23 Prozent. Eine strategische Kooperation besteht mit KNDS. Mit dem italienischen Rüstungsunternehmen Leonardo besteht ein strategisches Memorandum of Unterstanding seit Dezember 2024. Dabei sollen neue Lösungen für Landverteidigungssysteme sowie eine europäische Plattform für Kettenfahrzeuge entwickelt werden.
kkf - stock.adobe.com
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Raketen von Diehl Defense auf Fahrzeugen
Platz 7: Diehl Defence. Diehl ist ein Rüstungsunternehmen mit Sitz im beschaulichen Überlingen am Bodensee. Es produziert in erster Linie Lenkflugkörper und Lenkmunition, beispielsweise für die Flugabwehr. Im Bild sind die Varianten IRIS-T SLM und IRIS-T SLS zu sehen. Weitere Produkte sind Munition, Systeme für Aufklärung und Schutz. 2024 machte die komplette Diehl-Gruppe einen Umsatz von rund 4,695 Milliarden Euro, die Sparte Defence steuerte dazu laut Sipri 2,16 Milliarden US-Dollar (52,9 Prozent) bei, bei einer Mitarbeiterzahl von 3.772.
Diehl
Hensoldt
Platz 6: Hensoldt. Auf dem sechsten Rang landet die Hensoldt-Gruppe mit Sitz in Taufkirchen bei München. Rund 2,24 Milliarden Euro hat der Spezialist für Radar, optoelektronische Systeme, elektronische Kampfführung und Avionik damit 2024 umgesetzt - ein Plus von 17,9 Prozent. Der Geschäftsbericht unterscheidet jedoch nicht zwischen der Produktion für militärische und zivile Nutzung. Rund zwei Drittel seines Europaumsatzes macht Hensoldt in Deutschland. Hensoldt ist auch Lieferant des TRML-4D Multifunction Radars (im Bild), das Teil des Luftabwehrsystems IRIS-T SLM von Diehl. Hensoldt besteht in seiner heutigen Form erst seit 2017, es entstand aus diversen ehemaligen Geschäftsbereichen von Airbus Defence and Space. In Deutschland hat das Unternehmen Standorte in Ulm, Oberkochen, Wetzlar, Immenstaad, Pforzheim und Kiel.
Hensoldt
U35, ein Brennstoffzellen Jagd-U-Boot der Deutschen Marine beim Auslaufen aus Eckernförde. Auch diese hochmodernen Antriebe gelten als „konventionell“, da sie nicht nuklear betrieben werden.
Platz 5: Thyssenkrupp Marine Systems. Die Rüstungssparte von Thyssenkrupp ist vor allem für die Marine tätig und heißt daher Marine Systems. Gefertigt werden U-Boote (im Bild U35 der Bundeswehr) der Klassen 209, 212, 214, 218SG und der Dolphin-Klasse, sowie Fregatten und Korvetten. Der Bereich Marine Systems brachte im Geschäftsjahr 2024/2025 einen Umsatz von 2,29 Milliarden US-Dollar.
Deutsche Marine
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KNDS KMW Leopard 2 A7
Platz 4: KNDS. KNDS entstand aus einer Fusion von Krauss-Maffei Wegmann und Nexter. Zwar hat es seinen Sitz in Amsterdam, wird aber durch seine KMW-Gene in diesem Ranking zu den deutschen Rüstungsunternehmen gezählt. Bekannt ist es durch seine Kampfpanzer Leopard, Schützenpanzer Puma und Boxer, Artilleriesysteme wie PzH 2000, Donar, Mars II, RCH 155 oder den AGM Iveco 8x8. Aber auch Amphibienfahrzeuge, Flugabwehrsysteme und Brücken gehören zum Produktprogramm. 2024 machte das Unternehmen einen Rekordumsatz von 3,8 Milliarden Euro. Laut Lobbyregister betrug der Auftragsbestand Ende 2024 rund 23,5 Euro.
KMW
MBDA
Platz 3: MDBA Deutschland. MBDA ist kein rein deutsches, sondern ein europäisches Rüstungsunternehmen mit Standorten in Frankreich, Großbritannien, Italien, Deutschland und Spanien. Das Unternehmen hat aber bedeutenden Standorte in der Bundesrepublik in Schrobenhausen bei Augsburg, Ulm und Aschau. MDBA Deutschland produziert und wartet Lenkflugkörper und Luftverteidigungssysteme sowie Komponenten und Subsysteme für Luftwaffe, Marine und das Heer. MBDA Deutschland GmbH ist eine 100%-Tochtergesellschaft der europäischen und global agierenden MBDA und bildet zusammen mit TDW Gesellschaft für verteidigungstechnische Wirksysteme mbH und Bayern-Chemie Gesellschaft für flugchemische Antriebe mbH sowie weiteren Programmgesellschaften die MBDA Deutschland. Anteilseigner der MBDA-Gruppe sind Airbus Group (37,5 Prozent), BAE Systems (37,5 Prozent) und der italienische Konzern Leonardo (25 Prozent). Nach eigenen Angaben erwirtschaftete MDBA insgesamt 2024 einen Umsatz von 5,25 Milliarden Euro.
MBDA
Rheinmetall
Platz 2: Rheinmetal. lRheinmetall gilt als das bekannteste deutsche Rüstungsunternehmen und das größte ohne ausländische Beteiligung. Im Jahr 2024 erwirtschaftete Rheinmetall mit Fahrzeugen wie dem Skyranger 30, den Schützenpanzern Puma und Lynx, Artillerie, Munition und Komponenten, aber auch Aufklärungssystemen wie LUNA einen Umsatz von rund 8,24 Milliarden Euro, ein Plus um satte 46,6 Prozent binnen Jahresfrist. Für 2025 erwartet das Unternehmen einen weiteren Umsatzsprung. Ein Großteil davon geht auf das Konto der Bundeswehr.
Sergey Kohl - stock.adobe.com
Der Racer-Hubschrauber ist auf Geschwindigkeiten über 400 km/h ausgelegt.
Platz 1: Airbus Defence & Space. Auch Airbus ist kein rein deutsches Unternehmen, Deutschland besitzt aber einen nennenswerten Anteil. Die Rüstungssparte von Airbus (Defence & Space) machte 2024 mit Flugzeugen, Helikoptern und Dienstleistungen einen Umsatz von rund 13,37 Milliarden Euro. Deutsche Standorte von Airbus Defence & Space sind unter anderem in Immenstaad (Bodensee), Jena, Kiel, Taufkirchen (bei München), Potsdam, Sulzbach/Taunus und Ulm. Weitere Standorte befinden sich in Frankreich, Großbritannien, Spanien, Italien, der Schweiz und den Niederlanden.
Airbus Helicopters
Gewehre von Heckler und Koch
MTU-Produktion
Die Bundeswehr hatte ursprünglich 185 Exemplare der Panzerhaubitze 2000 beschafft. 2021 befanden sich noch 108 PzH 2000 im Dienst der Bundeswehr. Nach diversen Umstellungen und Abgaben wurde inzwischen neue Systeme nachbestellt.
Raketen von Diehl Defense auf Fahrzeugen
Hensoldt
U35, ein Brennstoffzellen Jagd-U-Boot der Deutschen Marine beim Auslaufen aus Eckernförde. Auch diese hochmodernen Antriebe gelten als „konventionell“, da sie nicht nuklear betrieben werden.
KNDS KMW Leopard 2 A7
MBDA
Rheinmetall
Der Racer-Hubschrauber ist auf Geschwindigkeiten über 400 km/h ausgelegt.
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