Goldbarren nebeneinander gelegt

Gefragter Rohstoff: Gold ist auch physisch gefragt. (Bild: Pixabay)

| von Dörte Neitzel

Der Rohstoff Gold hat die Marke von 1.740 Dollar erklommen, allerdings wertete die US-Währung auf, was den Goldpreis in Euro aufwärts getrieben hat. Es hat daher erstmals die Hürde von 1.600 Euro je Feinunze übersprungen.So analysiert Daniel Briesemann von Commerzbank Research die aktuelle Situation von Gold.

Dabei hatte der Goldpreis einige Unterstützung von schlechten Nachrichten: So brach der vorläufige Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor in der Eurozone im April auf einen Wert von nur noch 11,7 ein. Die Stimmung ist also auf einem Tiefpunkt angekommen. Mit dem ebenfalls weiter gefallenen Einkaufsmanagerindex für die Industrie deutet dies auf einen massiven Rückgang der Wirtschaftsleistung in der Eurozone im ersten und zweiten Quartal hin.

Katastrophale Arbeitsmarktdaten aus den USA

Zudem gab das Arbeitsministerium in den USA bekannt, dass sich in der letzten Woche weitere 4,4 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet haben. Damit haben in den letzten fünf Wochen 26,5 Millionen Amerikaner ihren Job verloren. Der in zwei Wochen zur Veröffentlichung anstehende Arbeitsmarktbericht für April dürfte daher katastrophal ausfallen und alles bisher Gesehene in den Schatten stellen.

Steigende Schulden in Europa

Zu guter Letzt hat die EU gestern Abend auf dem virtuellen Gipfel der Staats- und Regierungschefs ein umfangreiches Hilfspaket geschnürt, wobei viele Fragen wie zum Beispiel die Art der Finanzierung noch ungeklärt sind. Damit werden weitere Billionen in den Markt gepumpt, was die Verschuldung weiter steigen lässt. Bislang sei nicht klar, wie diese Schuldenberge jemals wieder abgebaut werden können. Sie könnten zu einem Boomerang werden, so Commerzbank-Experte Biesemann.