Ein Häufchen mit blauem Pulver aus Eixenoxid-Pigmenten

Eisenoxid-Pigmentpulver. (Bild: RHJ - stock.adobe.com)

Update 14. Juni 2022: Lanxess erhöht mit sofortiger Wirkung weltweit die Preise für anorganische Pigmente um mindestens 150 Euro pro Tonne oder den entsprechenden Betrag in nationaler Währung – bei Berücksichtigung bestehender Vereinbarungen. In einigen Fällen kann die Preiserhöhung je nach Produktgruppe und Produktionsstandort höher ausfallen. Die Kunden werden individuell informiert, soweit dies für ihre Produkte zutrifft.

Lanxess nennt als Grund erneut steigende Rohstoff- und Energiekosten sowie höhere Aufwendungen für den Transport erforderlich.

Update 23. März 2022: Die Preise steigen für Eisenoxidpigmente aus der Lanxess-Produktionsstätte in Krefeld-Uerdingen steigen um 400 Euro pro Tonne sowie vom Standort Porto Feliz, Brasilien, um 200 Euro – oder den entsprechenden Betrag in nationaler Währung. Darüber hinaus passt der Geschäftsbereich Inorganic Pigments auch die Notierungen für Chromoxide an. Die Kunden werden hierzu individuell informiert.

Als Gründe für die Anpassungen nennt Lanxess "insbesondere noch nie dagewesene Herausforderungen mit erheblichen Auswirkungen auf Produktion und Logistik". Im Vergleich zum Vorjahr bewegen sich die Energiepreise auf einem deutlich höheren Niveau und es ist davon auszugehen, dass diese – nicht zuletzt infolge des Krieges in der Ukraine – auch im weiteren Verlauf des Jahres hoch und volatil bleiben. Enorme Verknappungen und Kostensteigerungen bei Rohstoffen und Frachtkapazitäten seien zusätzliche Belastungsfaktoren.

Update 22. Oktober 2021: Lanxess hebt ab sofort die Preise für seine anorganischen Pigmente an. Die Preissteigerung soll die gestiegenen Energiekosten ausgleichen. Laut Lanxess soll der Teuerungszuschlag von 300 Euro pro Tonne sowohl für Eisenoxid- als auch Chromoxidpigmente aus allen Produktionsstandorten nur "temporär" erhoben werden. Wie lange der Zeitraum dauert, gab der Konzern nicht bekannt. Es ist die vierte Preiserhöhung in diesem Jahr.

Update 2. September 2021: Der Spezialchemie-Konzern Lanxess erhöht mit sofortiger Wirkung zum dritten Mal in Folge (nach Februar und Juni 2021) weltweit die Preise für anorganische Pigmente. Die Preise pro Tonne steigen für Eisenoxidpigmente um mindestens 200 Euro, und für Ferrite um mindestens 250 Euro. Bei Chromoxidpigmenten sind es sogar 300 Euro pro Tonne Preiszuschlag.

Erst im Juni stiegen die Preise um mindestens 150 Euro pro Tonne oder den entsprechenden Betrag in der jeweiligen nationalen Währung. In einigen Fällen ist der Preis sogar noch stärker gestiegen. Lanxess will seine Kunden individuell informieren.

Als Begründung gibt der Chemiekonzern gestiegene Rohstoff- und Energiekosten an. Zudem hätten die Transportkosten zugenommen. Daher wird Lanxess darüber hinaus je nach Bestimmungsort einen Kostenzuschlag zur Deckung steigender Transportkosten erheben.

Auch im Februar 2021 hatte Lanxess den Preis für seine anorganischen Pigmente erhöht. Eisenoxidpigmente wurden zunächst nur um 110 Euro pro Tonne und Chromoxidpigmente um 220 Euro pro Tonne teurer – oder eben den entsprechenden Betrag in nationaler Währung.

Was sind Eisenoxidpigmente?

Eisenoxid-Pigmente sind unter der Bezeichnung E 172 als Lebensmittelzusatzstoffe zugelassen. Sie sind in den Grundfarben Gelb, Rot und Schwarz zu haben, kommen aber auch gemischt als Orange-, Beige- oder Brauntöne vor. Eisenoxid-Pigmnte sind die weltweit am häufigsten eingesetzen Buntpigmente. Größter Hersteller ist Lanxess. Die weltgrößte Produktionsstätte befindet sich in Krefeld-Uerdingen.

Die Pigmente sind zu haben als:

  • Pulverpigmente: Das sind fast immer feste Stoffe, die unlöslich sind. Sie finden meist Einsatz in der Bauindustrie.
  • Mikronisierte Pulverpigmente: Hier wurden die Pigmentaggregate reduziert, das macht sie gut dispergierbar für die Farb- und Lackindustre.
  • Compact-Pulver: Hierbei handelt es sich um eine fließfähige Pigmentform für die Färbung von Baustoffe.
  • Granulate: Das sind sprühgetrocknete und staubfreie Pigmente.
  • Flüssigfarben: Das sind stabilisierte, wässrige Suspensionen von Eixenoxidpulver.

Ausgangsstoff für Chromoxidgrün ist Chromeisenstein. Der Stoff ist nicht löslich in Wasser, Säuren und Laugen. Das Pigment ist bis ca. 1.000 °C hitzestabil. Es gibt unterschiedliche Chromoxide:

  • Chrom(II)-oxid
  • Chrom(III)-oxid
  • Chrom(IV)-oxid
  • Chrom(VI)-oxid

Wird Chromoxid nicht weiter spezifiziert, ist meistens Chrom(III)-oxid gemeint. Es ist ein grünes Pulver und ungiftig. Aufgrund seiner Härte wird es häufig in Schleifmitteln eingesetzt. Auch als Emaillefarbe und zum Glasfärben kommt es zum Einsatz.

Zu unrühmlicher Bekanntheit ist Chrom(VI)-oxid gekommen. Es wurde früher für die Gerbung genutzt. 2010 wurde der Stoff jedoch als krebserregend klassifiziert.

Bearbeitet von Dörte Neitzel

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