Ein Häufchen mit blauem Pulver aus Eixenoxid-Pigmenten

Eisenoxid-Pigmentpulver. (Bild: RHJ - stock.adobe.com)

| von Lanxess

Der Spezialchemie-Konzern Lanxess erhöht mit sofortiger Wirkung weltweit die Preise für seine Eisenoxidpigmente um 110 Euro pro Tonne und für Chromoxidpigmente um 220 Euro pro Tonne – oder den entsprechenden Betrag in nationaler Währung. Die Kunden werden individuell über die Besonderheiten der Maßnahme in Bezug auf ihre Produkte oder Regionen kontaktiert.

Eisenoxid-Pigmente sind unter der Bezeichnung E 172 als Lebensmittelzusatzstoffe zugelassen. Sie sind in den Grundfarben Gelb, Rot und Schwarz zu haben, kommen aber auch gemischt als Orange-, Beige- oder Brauntöne vor. Eisenoxid-Pigmnte sind die weltweit am häufigsten eingesetzen Buntpigmente. Größter Hersteller ist Lanxess. Die weltgrößte Produktionsstätte befindet sich in Krefeld-Uerdingen.

Die Pigmente sind zu haben als:

  • Pulverpigmente: Das sind fast immer feste Stoffe, die unlöslich sind. Sie finden meist Einsatz in der Bauindustrie.
  • Mikronisierte Pulverpigmente: Hier wurden die Pigmentaggregate reduziert, das macht sie gut dispergierbar für die Farb- und Lackindustre.
  • Compact-Pulver: Hierbei handelt es sich um eine fließfähige Pigmentform für die Färbung von Baustoffe.
  • Granulate: Das sind sprühgetrocknete und staubfreie Pigmente.
  • Flüssigfarben: Das sind stabilisierte, wässrige Suspensionen von Eixenoxidpulver.

Ausgangsstoff für Chromoxidgrün ist Chromeisenstein. Der Stoff ist nicht löslich in Wasser, Säuren und Laugen. Das Pigment ist bis ca. 1.000 °C hitzestabil. Es gibt unterschiedliche Chromoxide:

  • Chrom(II)-oxid
  • Chrom(III)-oxid
  • Chrom(IV)-oxid
  • Chrom(VI)-oxid

Wird Chromoxid nicht weiter spezifiziert, ist meistens Chrom(III)-oxid gemeint. Es ist ein grünes Pulver und ungiftig. Aufgrund seiner Härte wird es häufig in Schleifmitteln eingesetzt. Auch als Emaillefarbe und zum Glasfärben kommt es zum Einsatz.

Zu unrühmlicher Bekanntheit ist Chrom(VI)-oxid gekommen. Es wurde früher für die Gerbung genutzt. 2010 wurde der Stoff jedoch als krebserregend klassifiziert.

Bearbeitet von Dörte Neitzel

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