Mann mit Mundschutz und Helm trägt Elektroschrott

Aus Elektroschrott könnte sich künftig mehr Kobalt recyceln lassen. (Bild: Sutipond Stock - stock.adobe.com)

| von Dörte Neitzel

H.C. Starck Tungsten Powders entwickelt in Goslar ein Verfahren, mit dem Kobalt aus Metallen wiederverwerten werden soll. H.C. Starck ist ein Tochterunternehmen der Masan High-Tech Materials. Das vietnamesische Unternehmen ist ein Zulieferer von Wolfram-Produkten für unterschiedliche Industriebranchen.

Auch H.C. Stark recycelt seit Jahrzehnten mithilfe eigener Verfahren Wolfram aus Hartmetallschrotten und deckt damit einen erheblichen Teil des eigenen Rohstoffbedarfs am größten Produktionsstandort Goslar ab.

Nach Wolfram jetzt Kobalt recyceln

Die Schrotte enthalten in der Regel auch zwischen fünf und 20 Prozent Kobalt. Know-how für dessen Wiedergewinnung ist vorhanden, weil H.C. Starck in Goslar bis 2003 über Jahrzehnte Sekundärrohstoffe im dreistelligen Tonnagebereich zu Kobaltoxid- und Kobaltmetallpulvern in hoher Reinheit verarbeitetet hat.

Das laufende Innovationsprojekt soll nun den traditionellen Prozess, der mehrere unterschiedliche Löse-, Elektrolyse-, Fällungs-, Extraktions- und Reinigungsstufen enthielt, durch ein deutlich effizienteres Verfahren mit weniger Fertigungsstufen ersetzen. Dabei sollen auch die Umwelteinflüsse verringert werden – beispielsweise durch einen reduzierten Energieverbrauch.

Recycling strategischer Rohstoffe

Der Mutterkonzern Masan will sich zu einem der führenden Versorger von kritischen und strategisch bedeutsamen Technologierohstoffen entwickeln. In diese Kerbe haut nun auch H.C. Starck. Nach dem Recycling-Schwerpunkt Wolfram widmen sich die Experten jetzt Kobalt. Für die EU ist der Rohstoff bereits kritisch.

Er kommt neben seinem Einsatz als duktile Bindematrix in Hartmetallen vor allem in Lithium-Ionen/Polymer-Akkus zum Einsatz. Das wichtigste Förderland für den Primärrohstoff ist die Demokratische Republik Kongo mit rund 65 Prozent des weltweiten Abbauvolumens.

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