Stromzukauf in der Industrie

Energiebeschaffung: Wie KI Strombezug und Speicher steuert

Viele Industrie- und Gewerbebetriebe haben massiv in eigene Energiesysteme investiert. Eins bleibt dabei oft ungelöst: Wie beschaffen sie den Strom, den sie nicht selbst erzeugen – und wie lassen sich Speicher und Flexibilität beim Verbrauch wirklich optimal nutzen?

Photovoltaik, Speicher, intelligente Steuerung – und trotzdem hohe Stromkosten? Greenflash schließt die Lücke bei der Strombeschaffung und übernimmt für seine Kunden jetzt selbst die Rolle des Energieversorgers.
Photovoltaik, Speicher, intelligente Steuerung – und trotzdem hohe Stromkosten? Greenflash schließt die Lücke bei der Strombeschaffung und übernimmt für seine Kunden jetzt selbst die Rolle des Energieversorgers.

  • Greenflash tritt selbst als Energieversorger auf und verbindet die Energiesysteme seiner Kunden mit dem Day-Ahead-Markt.

  • Greencore AI gleicht Erzeugung, Verbrauch, Speicher und Marktpreise kontinuierlich miteinander ab.

  • Die Energiebeschaffung wird bereits in der Konzeptphase gemeinsam mit Erzeugung und Steuerung betrachtet.

  • Greenflash kombiniert Anlagenbau, KI-basierte Steuerung und Energiemarktzugang zu einem Gesamtsystem.

Wird der Reststrom klassisch über Fixpreisprodukte bezogen, stößt selbst das beste System hinter dem Zähler an seine Grenzen. Genau an diesem Punkt setzt Greenflash jetzt an: Das Unternehmen tritt selbst als Energieversorger auf und verbindet die Energiesysteme seiner Kunden direkt mit dem Strommarkt. Über den Zugang zum Day-Ahead-Markt erschließt Greenflash strukturell günstigere Beschaffungspfade, während die Software Greencore AI das Energiesystem der Kunden in Echtzeit ausliest und mit Marktpreisen und Prognosen abgleicht.

 „Wir planen heute Energiesysteme, setzen sie um und steuern sie intelligent. Aber um wirklich bei den niedrigsten Stromkosten zu landen, reicht das nicht aus“, sagt Jasper Koch, Chief Growth Officer (CGO) bei Greenflash. „Der Kunde braucht eine Strombeschaffung, die genau zu seinem Energiesystem passt.“ Denn ein technisch ausgereiftes System kann seine Wirkung nur begrenzt entfalten, solange der Reststrom über klassische Fixpreisverträge eingekauft wird. Genau hier setzt Greenflash in seiner neuen Funktion als Energieversorger an.

Strommarkt statt Stromband

Industrie- und Gewerbekunden haben im Kern zwei Optionen. Entweder sie sichern ihren Strompreis Jahre im Voraus ab. Oder sie beschaffen Strom kurzfristig am Markt, etwa Day-Ahead. Fixpreisprodukte bieten Planbarkeit, enthalten aber immer einen Risikoaufschlag: Der Stromanbieter sichert sich ab, und der Kunde bezahlt mit. „Wer am Day-Ahead-Markt einkauft, fährt im Schnitt deutlich günstiger“, erklärt Jasper Koch. „Aber man trägt das Risiko von Preisschwankungen mit.“  

Der entscheidende Unterschied bei Greenflash: Das Unternehmen kennt den Verbrauch seiner Kunden nicht nur aus historischen Lastprofilen, sondern sieht live, was hinter dem Zähler passiert. „Wir können die Anlagen auslesen und in gewissen Grenzen intelligent steuern“, sagt Robert Malzahn, Projektleiter Energiewirtschaft bei Greenflash. „Das versetzt uns in eine andere Position als klassische Stromanbieter, die nur bis zum Zähler schauen. Unsere Software Greencore AI liefert uns eine sehr genaue Verbrauchsprognose. Auf dieser Basis können wir die Energiesysteme unserer Kunden hochflexibel mit der Strombörse synchronisieren.“ 

Kostenszenarien für Industriestrom. Durch den Einsatz ganzheitlicher Energiesysteme von Greenflash in Kombination mit der Software Greencore AI und intelligentem Reststrombezug lassen sich die Stromkosten deutlich reduzieren.
Das Schaubild illustriert, wie die KI-basierte Software Greencore AI von Greenflash ins intelligente Energiesystem eingebunden ist und sämtliche Prozesse steuert.

Live-Anbindung statt Blackbox

Diese Live-Anbindung ist der Kern des Modells. Greencore AI berechnet fortlaufend, wie sich Erzeugung, Verbrauch, Speicher und Marktpreise zueinander verhalten. Wenn Strom teuer ist, wird vorrangig selbst erzeugte oder gespeicherte Energie genutzt. Wenn er günstig ist, werden Speicher gefüllt oder Fahrzeuge geladen.

„Das passiert kontinuierlich, und das verstehen wir bei Greenflash unter einer intelligenten Beschaffung“, erklärt Robert Malzahn. „Wir wissen, was hinter dem Zähler passiert – in Echtzeit. Das macht den Unterschied.“ 

Greenflash versteht sich dabei nicht als Wettbewerber klassischer Stromanbieter. Der Schritt zum Energieversorger ergänzt das bestehende Konzept des Unternehmens. „Es ist die nächste Stufe unseres Energiesystems“, sagt Jasper Koch. „Durch die jetzt mögliche direkte Anbindung an den Strommarkt kann es seine Wirkung voll entfalten.“ 

Aus Kundensicht bleibt das Modell bewusst einfach. „Der Kunde muss das alles nicht im Detail verstehen“, betont Jasper Koch. „Für ihn zählen drei Dinge: möglichst niedrige Stromkosten, eine Absicherung gegen extreme Preisspitzen und die Möglichkeit, das komplette Stromversorgungskonzept aus einer Hand zu erhalten.“ 

Kostenszenarien für Industriestrom. Durch den Einsatz ganzheitlicher Energiesysteme von Greenflash in Kombination mit der Software Greencore AI und intelligentem Reststrombezug lassen sich die Stromkosten deutlich reduzieren.
Kostenszenarien für Industriestrom. Durch den Einsatz ganzheitlicher Energiesysteme von Greenflash in Kombination mit der Software Greencore AI und intelligentem Reststrombezug lassen sich die Stromkosten deutlich reduzieren.

Der Faktor „aus einer Hand“ setzt voraus, dass Energiesystem, Steuerung und Strombeschaffung zusammen gedacht werden. Bereits in der Konzeptphase rechnet Greenflash für seine Kunden unterschiedliche Beschaffungsszenarien durch: Fixpreis, Day-Ahead mit Greenflash als Energieversorger und weitere Varianten. „Die Art der Strombeschaffung entscheidet maßgeblich darüber, wie kosteneffizient das Gesamtsystem am Ende arbeitet“, so Jasper Koch. 

Die Versorgungssicherheit der Kunden ist über Greenflashs Zugang zum Strommarkt jederzeit gewährleistet. Regulatorisch handelt es sich bei der Reststrombeschaffung um Graustrom; wer zusätzlich Wert auf die Herkunft legt, kann Grünstromzertifikate ergänzen. 

Preise, Annahmen und Realität

In der Diskussion um Stromkosten tauchen schnell konkrete Zahlen auf. Greenflash betont, dass diesbezüglich keine pauschalen Versprechen gemacht werden. „Die Stromkosten hängen vom Lastprofil, vom Anteil der Eigenerzeugung und vom Einsatz von Speichern ab, sind also so individuell wie das jeweilige Unternehmen und die Voraussetzungen vor Ort“, stellt Jasper Koch klar. „Es gibt Kunden, für die können wir Stromkosten von 8 Cent pro Kilowattstunde realisieren, aber das pauschal zu behaupten wäre unseriös.“ 

Der Preis, den Greenflash seinen Kunden anbietet, ist vollständig durchgerechnet, ohne „Sternchen“ oder „Kleingedrucktes“. „Einige Stromversorger nennen dem Kunden einen Preis und rechnen später Netzentgelte oder andere Bestandteile dazu“, sagt Robert Malzahn. „Das machen wir nicht.“ 

Gleichzeitig bleibt klar: Prognosen basieren auf Annahmen, und geopolitische Ereignisse lassen sich nicht vorhersagen. Der langfristige Trend ist laut Greenflash jedoch eindeutig. „Deutschland baut massiv Wind- und Solarleistung aus“, sagt Robert Malzahn. „Das drückt die Preise am Spotmarkt.“ 

Drei Bausteine unter einem Dach

Für Greenflash-CEO Johann Böker ist der Schritt zum Energieversorger kein kurzfristiges Projekt, sondern das Ergebnis jahrelanger Arbeit. „Seit fünf Jahren arbeiten wir an unserem Konzept“, sagt Böker. „Jetzt läuft es bei den ersten Kunden vollständig.“

Böker beschreibt das Modell als Zusammenspiel aus drei Bausteinen: Bau der Anlagen, KI-basierter Steuerung und Energiemarktzugang. „Nur wenn alle drei Komponenten zusammengedacht werden, funktioniert das Energiesystem effizient“, betont Johann Böker. „Und genau das bietet sonst niemand aus einer Hand.“ Niedrige Stromkosten entstehen nicht durch Einzelmaßnahmen, sondern wenn Erzeugung, intelligente Steuerung und Strombeschaffung zusammenspielen.

Mit der neuen Rolle als Energieversorger schließt Greenflash genau die Lücke, die viele Industrie- und Gewerbekunden bislang nicht selbst lösen konnten: die Verbindung ihres Energiesystems mit dem Strommarkt in Echtzeit.  Oder, wie Robert Malzahn es formuliert: „Ohne diese Live-Optimierung haben unsere Kunden ein sehr gutes Energiesystem. Mit Live-Anbindung holen wir heraus, was wirklich drinsteckt.“

Was Sie über Energiebeschaffung von Greenflash wissen müssen

  • Wie funktioniert die Energiebeschaffung bei Greenflash? – Greenflash tritt als Energieversorger auf und verbindet die Energiesysteme seiner Kunden mit dem Day-Ahead-Markt.

  • Welche Rolle spielt Greencore AI bei der Energiebeschaffung? – Die Software gleicht Erzeugung, Verbrauch, Speicher und Marktpreise fortlaufend miteinander ab und liefert Verbrauchsprognosen.

  • Wie beeinflussen Speicher die Energiebeschaffung? – Bei günstigen Marktpreisen können Speicher geladen werden. Bei hohen Preisen lässt sich bevorzugt selbst erzeugte oder gespeicherte Energie nutzen.

  • Welche Stromkosten ermöglicht die Energiebeschaffung? – Pauschale Werte nennt Greenflash nicht. Die Kosten hängen unter anderem von Lastprofil, Eigenerzeugung und Speichereinsatz ab.

  • Welche Bausteine verbindet die Energiebeschaffung von Greenflash? – Das Konzept kombiniert Anlagenbau, KI-basierte Steuerung und Zugang zum Energiemarkt.