| von Dörte Neitzel
Aktualisiert am: 16. Apr. 2020

Der Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland gehört zu den umsatzstärksten und innovativsten Branchen. Die Umsätze der Branche liegen seit 2011 konstant über 200 Milliarden Euro. Seit der Finanzkrise steigen die Umsätze nahezu konstant und erreichten 2018 233 Milliarden Euro deutschlandweit.

Über eine Million Personen sind im deutschen Maschinenbau beschäftigt. Jeder Beschäftigte im Maschinenbau ist 2018 laut VDMA und ifo Institut für einen Umsatz von 218.200 Euro im Jahr verantwortlich - im Schnitt. Da sind es keine guten Nachrichten, dass die Zahl der Maschinenbaustudenten sei dem Wintersemester 205/16 stetig abnimmt - von 120.000 auf dem Höhepunkt auf knapp unter 110.000 zum Wintersemester 2018/19.

Die meisten Beschäftigen gibt es im Süden

Die meisten Beschäftigten im Maschinenbau gibt es nach wie vor in Baden-Württemberg (331.632 im Jahr 2018), danach folgen Bayern (236.644) und NRW (206.649). Abgeschlagen landen Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Bremen auf den letzten Rängen.

Der Exportwert von Erzeugnissen des deutschen Maschinenbaus liegt weit über dem Importwert. Zu den wichtigsten Exportländern Deutschlands zählen die USA, China, Frankreich und Italien.

Wie sich die Geschäfte der 20 größten Maschinen- und Anlagenbauer im Jahr 2018 entwickelt haben, zeigt das exklusive Ranking der Fachzeitschrift Produktion gemeinsam mit der Unternehmensberatung Oliver Wyman.

Das sind die Plätze 1 bis 5

Im Jahr 2018 ist Siemens mit einem Umsatz von 43,3 Milliarden Euro das größte deutsche Maschinen- und Anlagenbauunternehmen - und das auch unangefochten. Die börsennotierte Siemens AG beschäftigt weltweit 379.000 Mitarbeiter in insgesamt neun seiner Geschäftsbereiche und ist unter anderem Marktführer in der weltweiten Automatisierungstechnik.

Auf Platz 2 landet der Lagertechnik-Experte Kion noch vor Bosch und dem schwächelnden Stahlkonzern Thyssen Krupp. Enercon profitiert 2018 noch vom Boom in der Windkraft und komplettiert die Top 5.

Das sind die Plätze 6 bis 10

In der zweiten Hälfte der Top 10 finden sich der Melktechnik-Spezialist GEA, der Papieranlagenhersteller Voith sowie der Landmaschinenproduzent Claas. Lackierexperte Dürr und Abfüllanlagenhersteller Krones komplettieren die Plätze 6 bis 10 im Ranking der größten Maschinen- und Anlagenhersteller Deutschlands.

Und wo landen Schwergewichte wie Trumpf oder ZF Friedrichshafen? Welche Unternehmen sind neu? Das erfahren Sie in unserer Bildergalerie.

Das war das deutsche Maschinenbau-Ranking 2016:

Das waren 2016 die größten Unternehmen des deutschen Maschinenbau:

  1. Siemens (Umsatz 2016: 41,7 Milliarden Euro)
  2. Bosch (Umsatz 2016: 6,3 Milliarden Euro)
  3. Kion Group (Umsatz 2016: 5,58 Milliarden Euro)
  4. ThyssenKrupp (Umsatz: 5,5 Milliarden Euro)
  5. Enercon (Umsatz 2016: 5,1 Milliarden Euro)
  6. GEA Group (Umsatz 2016: 4,49 Milliarden Euro)
  7. Voith (Umsatz 2016: 4,25 Milliarden Euro)
  8. Claas (Umsatz: 3,63 Milliarden Euro)
  9. MAN (Umsatz 2016: 3,6 Milliarden Euro)
  10. Dürr (Umsatz 2016: 3,6 Milliarden Euro)
  11. Nordex (Umsatz 2016: 3,4 Milliarden Euro)
  12. Krones (Umsatz 2016: 3,4 Milliarden Euro)
  13. Jungheinrich (Umsatz 2016: 3,1 Milliarden Euro)
  14. SMS Group (Umsatz 2016: 2,68 Milliarden Euro)
  15. M+W Group (Umsatz 2016: 3, Milliarden Euro)
  16. Kuka (Umsatz 2016: 2,948 Milliarden Euro)
  17. Trumpf (Umsatz 2016: 2,8 Milliarden Euro)
  18. SEW Eurodrive (Umsatz 2016: 2,8 Milliarden Euro)
  19. Festo (Umsatz 2016: 2,7 Milliarden Euro)
  20. ZF Friedrichshafen (Umsatz 2016: 2,6 Milliarden Euro)