KI im Einkauf wird oft noch als Tool statt strategisch eingesetzt.Jürgen Fälchle - stock.adobe.com
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Summary: Kloepfel by Epsa hat 62 Einkaufsverantwortliche zum Thema KI im Einkauf befragt. Danach wird KI im Einkauf meist punktuell, kaum integriert und nur selten strategisch gesteuert eingesetzt. Vor allem fehlende Standards, schwache Datenqualität und geringe Prozessverankerung bremsen die Wertschöpfung.
KI im Einkauf wird in vielen Unternehmen inzwischen genutzt, aber meist noch nicht strukturiert in Prozesse, Systeme und Steuerung überführt. Das geht aus einer stichprobenartigen Umfrage der Einkaufsberatung Kloepfel by Epsa unter 62 Einkaufsverantwortlichen hervor. Demnach kommt Künstliche Intelligenz zwar zum Einsatz, bleibt aber in vielen Fällen ein isoliertes Werkzeug statt ein fester Bestandteil der Wertschöpfung zu sein.
Es fehlt vor allem an strategischer Verankerung. Nur 2% der Unternehmen verfügen über eine klare KI-Strategie im Einkauf. 52% ordnen den KI-Einsatz gar nicht strategisch ein. Bei 18% handelt es sich lediglich um Bottom-up-Initiativen der Mitarbeitenden.
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Was der KI im Einkauf strategisch fehlt
Wie klar ist KI im Einkauf strategisch verankert?Kloepfel by Epsa
Die Ergebnisse der Umfrage zeigen, dass zwischen Nutzung und strategischem Einsatz eine deutliche Lücke besteht. KI wird in vielen Unternehmen ausprobiert, aber nur selten gezielt in eine übergeordnete Einkaufsstrategie eingebunden.
„KI wird oft für einzelne Aufgaben genutzt, aber nicht in Prozesse und Systeme integriert. Ohne diese Integration entsteht kein ROI. Viele Unternehmen optimieren damit nur das Bestehende, statt echte Wertschöpfung zu schaffen. Dies zeigt auch sehr klar, dass KI Chefsache sein muss“, sagt Christoph Knöll, Mitgründer der KI-Beratung Neurawork.
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Damit rückt ein Punkt in den Vordergrund, der für den Einkauf zentral ist: Solange KI nicht mit Systemen, Abläufen und Verantwortlichkeiten verbunden ist, bleibt der Einsatz begrenzt.
Warum die Integration in Systeme ausbleibt
Besonders deutlich wird das Defizit laut der Umfrage bei der Einbindung in bestehende Systeme und Prozesse. 87% der Unternehmen haben KI nicht oder nur kaum in ihre Einkaufssysteme integriert. Nur 2% verfügen über eine tiefe Integration, etwa in ERP- oder SRM-Systeme.
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Auch im operativen Tagesgeschäft ist KI im Einkauf bislang nur schwach vertreten. 48% der Unternehmen nutzen sie dort gar nicht, 29% nur in Testprojekten und 19% punktuell. Lediglich 3% setzen KI in mehreren Einkaufsprozessen ein.
Die Zahlen zeigen, dass KI im Einkauf in vielen Unternehmen noch nicht über einzelne Anwendungsfälle hinausgeht. Statt durchgängiger Prozessunterstützung dominieren Tests, Einzelprojekte und begrenzte Einsätze.
Wie zufrieden sind Sie mit dem Einsatz von KI im Einkauf?Kloepfel by Epsa
KI im Einkauf bleibt oft auf einfache Anwendungen beschränkt
Ein weiterer Befund der Erhebung betrifft die Art der Nutzung. 76% der Befragten setzen KI als Chatbot für einfache Aufgaben ein, etwa für Recherchen oder Textarbeiten. Für komplexere Anwendungen fällt der Anteil deutlich geringer aus.
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Nur 29% verwenden KI für Auswertungen oder Kalkulationen. 21% nutzen sie in Analysen oder strategischen Prozessen. Gleichzeitig gibt knapp ein Viertel der Befragten, nämlich 23%, an, KI im Einkauf gar nicht zu nutzen.
Damit zeigt sich ein klares Muster: KI im Einkauf wird überwiegend als unterstützendes Tool für einfache Tätigkeiten eingesetzt, nicht aber als durchgängiges Instrument für Analyse, Steuerung oder Prozessautomatisierung.
Wie stark der Wildwuchs im KI-Einsatz ist
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Auch organisatorisch ist der Umgang mit KI in vielen Unternehmen laut Kloepfel by Epsa nur schwach geregelt. 56% arbeiten mit individuellen, ad-hoc Lösungen ohne klare Standards. Weitere 26% haben lediglich begrenzte Regelungen etabliert.
Einheitliche Ansätze oder eine zentrale Steuerung bleiben die Ausnahme. Nur 5% der Unternehmen haben ihren KI-Einsatz im Einkauf standardisiert, etwa über zentrale Assistenten, einheitliche Prompts und definierte Use Cases.
Damit fehlt in vielen Fällen die Grundlage für einen systematischen Roll-out. KI bleibt dezentral, uneinheitlich und schwer skalierbar.
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Was die Datenqualität für KI im Einkauf bedeutet
Neben Strategie und Organisation erweist sich auch die Datenbasis als strukturelles Problem. Nur 8% der Verantwortlichen bewerten ihre Einkaufsdaten als „sehr gut“, also sauber, strukturiert und gepflegt genug für den KI-Einsatz. 42% bezeichnen die Datenlage immerhin als „gut“. Exakt 50% sehen darin jedoch eine kritische Barriere.
Die Einschätzung der Befragten macht deutlich, dass der KI-Einsatz im Einkauf nicht nur eine Frage von Tools und Anwendungen ist. Auch die Datenqualität bleibt ein entscheidender Faktor.
Die zurückhaltende Bewertung spiegelt sich entsprechend in der Zufriedenheit wider. 39% der Befragten sind mit dem KI-Einsatz unzufrieden. Fast jeder Zweite bewertet ihn neutral. 13% sind zufrieden, niemand ist sehr zufrieden.
Wie geeignet sind Ihre Einkaufsdaten für KI?Kloepfel by Epsa
Woher die Befragten stammen
Die Umfage von Kloepfel by Epsa ist industriell geprägt. 52% der Teilnehmer stammen aus der Industrie, jeweils 23% aus Handel und Dienstleistungen. Die Unternehmen verteilen sich über alle Umsatzklassen hinweg, mit Schwerpunkt auf dem Mittelstand. Die Umfrage wurde von März bis April 2026 online durchgeführt.
Der Einkauf steht bei KI (immer noch) am Anfang
KI im Einkauf ist in vielen Unternehmen zwar angekommen, aber noch nicht in der Breite der Prozesse, Systeme und Steuerungslogiken verankert. Gerade dort, wo der Nutzen über einfache Assistenzfunktionen hinausgehen könnte, bleibt der Einsatz begrenzt.
„Der Einkauf befindet sich beim Thema KI noch in einer frühen Phase. Statt echter Transformation dominiert ein Nebeneinander aus Einzelanwendungen, Tests und Insellösungen. Der eigentliche Hebel von KI – die Automatisierung zentraler Prozesse, die Verbesserung von Entscheidungen und die Erschließung neuer Wertschöpfung – bleibt weitgehend ungenutzt“, sagt Alexander Hornikel, Country Manager der Einkaufs- und Lieferkettenberatung Kloepfel by Epsa.
Die Umfrage verweist damit auf einen frühen Entwicklungsstand. KI im Einkauf wird getestet, aber nur selten strategisch eingesetzt, integriert und standardisiert.
Warum wird KI im Einkauf bislang selten strategisch eingesetzt?
Laut Umfrage verfügen nur 2% der Unternehmen über eine klare KI-Strategie im Einkauf, während 52 % den Einsatz nicht strategisch einordnen. Die meisten Unternehmen bzw. Anwender nutzen KI als Tool.
Wo wird KI im Einkauf aktuell vor allem genutzt?
Vor allem für einfache Aufgaben wie Recherchen oder Textarbeiten. 76% der Befragten setzen KI dafür als Chatbot ein.
Welche Hürde bremst KI im Einkauf besonders stark?
Neben fehlender Integration in ERP- oder SRM-Systeme gilt die Datenbasis als zentrales Problem. 50% sehen darin eine kritische Barriere.
Wie stark ist KI im Einkauf in operative Prozesse eingebunden?
Nur 3% der Unternehmen setzen KI in mehreren Einkaufsprozessen ein. Bei vielen bleibt es bei Tests oder punktuellen Anwendungen.
Was zeigt die Umfrage zum Stand von KI im Einkauf insgesamt?
KI im Einkauf befindet sich laut der Umfrage immer noch in einer frühen Phase und wird bislang nur selten als Bestandteil echter Wertschöpfung eingesetzt.