Kloeckner Metals Germany baut Defence-Kapazitäten aus
Kloeckner Metals Germany erweitert seine Fertigungskapazitäten mit einem neuen Standort in Köln-Hürth. Im Mittelpunkt stehen Anwendungen für Defence, KRITIS und anspruchsvolle Metallbearbeitung.
Ambo-Stahl Eröffnung Hürth.Benedikt Lang - Klöckner Metals Germany
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Summary: Kloeckner Metals Germany hat in Köln-Hürth einen neuen Standort seines Tochterunternehmens Ambo Stahl eröffnet. Dort entstehen zusätzliche Kapazitäten für Kunden aus Defence, KRITIS sowie weiteren Industriebranchen. Herzstück ist ein 60-kW-Faserlasersystem mit Bevelhead-Technologie, das Fertigungsprozesse zusammenführt und die Bearbeitung komplexer Bauteile ermöglicht.
Was bedeutet der neue Standort für Kloeckner Metals Germany?
Kloeckner Metals Germany hat in Hürth bei Köln einen neuen Standort seines Tochterunternehmens Ambo Stahl eröffnet. Wie das Unternehmen mitteilt, reagiert es damit auf die steigende Nachfrage nach leistungsfähigen, zuverlässigen und möglichst durchgängigen Fertigungslösungen – insbesondere für Kunden aus den Bereichen Defence und KRITIS.
Der neue Standort ergänzt den bestehenden Ambo-Stahl-Standort in Köln-Ehrenfeld, der auf die Bearbeitung verschleißfester, hochfester und ballistischer Spezialstähle spezialisiert ist und über entsprechende Bundeswehr-Zulassungen verfügt.
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Mit dem Ausbau erweitert Kloeckner Metals Germany seine Produktionskapazitäten für sicherheitsrelevante Bauteile in Deutschland. Gleichzeitig sollen industrielle Lieferketten gestärkt und Fertigungskapazitäten innerhalb Deutschlands ausgebaut werden. Nach Unternehmensangaben entwickelt sich Ambo Stahl damit zu einem der modernsten Kompetenzzentren für Stahl- und Metallbearbeitung im Defence-Bereich.
Welche Rolle spielt die neue Laserschneidanlage?
Technologisches Herzstück des neuen Standorts ist der Cutlite Penta PLUS BEVEL 6530 mit 60 kW. Nach Angaben des Unternehmens zählt das System zu den weltweit leistungsstärksten Faserlaser-Schneidanlagen. Kloeckner Metals Germany gehört damit zu den ersten Unternehmen in Deutschland, die eine Anlage dieser Leistungsklasse einsetzen.
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Die Anlage ist speziell für Unternehmen ausgelegt, die neben geraden Schnitten auch präzise und hochwertige Schweißfasen direkt mit dem Laser erzeugen möchten. Dank der integrierten Bevelhead-Technologie können neben klassischen Schnitten V-, X-, Y- und K-Fasen mit positiven und negativen Winkeln bis zu 45 Grad unmittelbar während des Schneidprozesses gefertigt werden.
Dadurch entfallen laut Unternehmen in vielen Fällen nachgelagerte Fräs- oder Anfasarbeiten. Die Bauteile werden unmittelbar für das Schweißen vorbereitet. Für die Kunden bedeutet das kürzere Durchlaufzeiten, weniger Schnittstellen sowie eine effizientere Weiterverarbeitung, insbesondere bei automatisierten Schweißprozessen.
Neben der hohen Schneidgeschwindigkeit nennt Kloeckner Metals Germany auch Vorteile bei großen Materialstärken. Die 60-kW-Anlage ermögliche eine höhere Produktivität, einen geringeren Wärmeeintrag als beim Plasmaschneiden und hochwertige Schnittkanten.
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Hürth, Deutschland - July, 23: Ambo-Stahl Eröffnung Hürth (Foto: Benedikt Lang)Benedikt Lang - Klöckner Metals Germany
Wie wird der neue Standort ergänzt?
Das Laserschneidsystem wird durch Fräs-, Abkant-, Sandstrahl- sowie Entgrat- und Kantenverrundungskapazitäten zur Nachbearbeitung der Bauteile ergänzt. Die Qualitätssicherung erfolgt direkt vor Ort. Dadurch können Kunden künftig einen größeren Teil ihrer Wertschöpfungskette über einen zentralen Partner abdecken – von der mechanischen Bearbeitung bis zum einbaufertigen Bauteil.
Neben dem Schwerpunkt Defence richtet sich der neue Standort auch an den Baumaschinensektor sowie an weitere Kernbranchen von Kloeckner Metals Germany. Dazu zählen unter anderem Automotive, Fördertechnik, Konsumgüter, Landmaschinen, Logistik, Maschinenbau sowie Schwermaschinen und Transport.
Welche Bedeutung hat der Standort für das Produktionsnetzwerk?
Mit der Eröffnung des Standorts in Hürth baut Kloeckner Metals Germany sein bundesweites Netzwerk an Kompetenzzentren für hochwertige Stahl- und Metallbearbeitung weiter aus. Für Kunden entsteht nach Unternehmensangaben ein deutschlandweit vernetztes Technologie- und Produktionssystem, das spezialisierte Leistungen, zusätzliche Fertigungsmöglichkeiten und standortübergreifende Versorgung miteinander verbindet.
Gemeinsam mit den Kompetenzzentren in Bremen, Velten, Landsberg, Köln und Duisburg entsteht ein Netzwerk für hochpräzise Stahl- und Metallbearbeitung.
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Warum spielt Defence eine zentrale Rolle?
Anwendungen für den Defence- und KRITIS-Bereich nehmen am neuen Standort eine besondere Stellung ein. Als spezialisiertes Kompetenzzentrum steht die Ambo Stahl GmbH Kunden als Partner für verschleißfeste, hochfeste Spezialstähle sowie Sicherheits- und Panzerstahl zur Seite.
Das Unternehmen verfügt über die offizielle Zulassung gemäß TL 2350-0000 für die Bearbeitung von Panzerungsmaterialien und erfüllt mit seiner qualifizierten Verarbeitung die Anforderungen der TL 2350-0003. Nach Angaben des Unternehmens bestätigen diese Zulassungen der Wehrtechnischen Dienststelle für Waffen und Munition (WTD91) die technische Kompetenz von Ambo Stahl für die Laser-, Plasma- sowie Wasserstrahlbearbeitung ballistischer Stähle nach strengsten wehrtechnischen Standards.
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Mit dem neuen Standort erweitert Ambo Stahl dieses zertifizierte Leistungsportfolio um zusätzliche Bearbeitungskapazitäten. Das Angebot reicht von Autogen-, Plasma-, Laser- und Wasserstrahlschneiden bis hin zum Sandstrahlen und deckt damit die gesamte Prozesskette vom präzisen Zuschnitt bis zum einbaufertigen Formteil ab. Kunden profitieren dadurch von gebündelten Leistungen, kürzeren Abstimmungswegen und einer höheren Versorgungssicherheit.
Als Teil des internationalen Klöckner-&-Co-Konzerns verfügt Kloeckner Metals Germany zudem über Zugang zu einem globalen Metallverarbeitungs- und Servicenetzwerk.
Wer ist Kloeckner Metals Germany?
Kloeckner Metals Germany ist ein produzentenunabhängiger Anbieter von Stahl, Edelstahl und Aluminium sowie Metallverarbeiter in Deutschland. Das Unternehmen beschäftigt rund 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ist an 17 Standorten in Deutschland vertreten.
Nach Unternehmensangaben realisiert Kloeckner Metals Germany mit moderner Maschinen- und Anlagentechnik präzise sowie maßgeschneiderte Fertigungslösungen. Das Leistungsspektrum reicht von der technischen Beratung über die Bauteilkonstruktion bis zur Just-in-time-Lieferung. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf CO₂-reduzierten Stahl- und Metallprodukten unter der Dachmarke Nexigen®, mit denen Unternehmen ihre Produktionsprozesse nachhaltiger gestalten können.
Zum Portfolio gehört außerdem Ambo Stahl als Kompetenzzentrum für verschleißfeste, hochfeste und ballistische Spezialstähle. Im internationalen Netzwerk der Klöckner & Co SE, die im Geschäftsjahr 2025 nach Unternehmensangaben einen Umsatz von rund 6,4 Mrd. EUR erzielte und weltweit über 60.000 Kunden bediente, verfügt Kloeckner Metals Germany über Zugang zu einem globalen Metallverarbeitungs- und Servicenetzwerk.
Warum erweitert Kloeckner Metals Germany seinen Standort Köln um Hürth?
Der Standort in Köln-Hürth erweitert die Fertigungskapazitäten für Kunden aus den Bereichen Defence, KRITIS sowie weiteren Industriebranchen und stärkt nach Unternehmensangaben die industriellen Lieferketten.
Welche Technik setzt Kloeckner Metals Germany am neuen Standort ein?
Herzstück ist der Cutlite Penta PLUS BEVEL 6530 mit 60 kW und Bevelhead-Technologie zur Erzeugung präziser Schweißfasen direkt im Laserschneidprozess.
Welche Leistungen bietet der neue Standort von Kloeckner Metals Germany?
Zum Angebot gehören Laser-, Plasma-, Wasserstrahl- und Autogenschneiden sowie Fräsen, Abkanten, Sandstrahlen, Entgraten, Kantenverrunden und Qualitätssicherung.
Welche Branchen adressiert Kloeckner Metals Germany?
Neben dem Defence- und KRITIS-Bereich richtet sich das Angebot an Unternehmen aus Baumaschinen, Automotive, Fördertechnik, Maschinenbau, Logistik, Landmaschinen, Konsumgütern sowie Schwermaschinen und Transport.
Welche Bedeutung haben die Bundeswehr-Zulassungen für Kloeckner Metals Germany?
Die Zulassungen bestätigen nach Unternehmensangaben die Qualifikation zur Bearbeitung ballistischer Stähle und ermöglichen die Fertigung sicherheitsrelevanter Bauteile nach wehrtechnischen Anforderungen.