Die Preise für Industrierohstoffe steigen seit März wieder.Joseph - stock.adobe.com
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Summary:
Der HWWI-Rohstoffpreisindex legte nach dem Beginn des Nahostkonflikts im März 2026 deutlich zu. Besonders Energierohstoffe und europäisches Erdgas trieben den Anstieg, während Nahrungs- und Genussmittel sowie Industrierohstoffe unterschiedlich verliefen. Für die Industrie zeigen die Daten per 04.05.2026 ein Rohstoffumfeld mit erhöhter Volatilität und deutlich höheren Energiepreisen gegenüber dem Vorjahr.
Wie stark ist der HWWI-Rohstoffpreisindex gestiegen?
Der HWWI-Rohstoffpreisindex hat infolge der geopolitischen Spannungen im Nahen Osten deutlich zugelegt. Wie aus den vorliegenden Daten hervorgeht, zeigt der Index derzeit eine erhöhte Volatilität. Besonders betroffen sind Energierohstoffe, deren Preise zuletzt stark zunahmen.
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In den vergangenen drei Monaten bewegte sich der HWWI-Rohstoffpreisindex sehr wechselhaft. Nach einem Rückgang im Februar um -2,4 % stieg der Index nach Beginn des Nahostkonflikts im März 2026 um 28,1 %. Im April stabilisierte sich der Index mit -0,6 %, lag damit aber weiterhin 27,7 % über dem entsprechenden Vorjahreswert. Datenstand ist der 04.05.2026.
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Energierohstoffe treiben den Gesamtindex
Der leichte Rückgang im Februar ist vor allem auf sinkende Werte im Nahrungs- und Genussmittelindex sowie beim Industrierohstoffindex zurückzuführen. Der Nahrungs- und Genussmittelindex verlor im Februar -6,0 %, der Industrierohstoffindex gab um -4,7 % nach.
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Der Energierohstoffpreisindex bewegte sich im Februar dagegen nur leicht und sank um -1,2 %. Im März wurde er jedoch zum maßgeblichen Treiber des Gesamtindex. Der Subindex stieg um 39,0 %. Im April gingen die Preise für Energierohstoffe zwar leicht um -1,7 % zurück. Im Vergleich zu April 2025 notierte der Energierohstoffindex aber weiterhin rund 37,3 % höher.
Wie entwickelte sich europäisches Erdgas?
Die Preise für europäisches Erdgas zeigten im Berichtszeitraum einen besonders wechselhaften Verlauf. Im Februar 2026 gingen sie gegenüber dem Vormonat zunächst um 5,7 % zurück. Im März folgte ein deutlicher Anstieg um 58 %. Im April 2026 sanken die Preise wieder um 12,4 %.
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Der Blick auf das Vorjahresniveau verdeutlicht die Dynamik. Zu Beginn des Berichtszeitraums lagen die Gaspreise noch darunter. Im Februar betrug der Abstand -26,9 %. Im März überstiegen sie das Vorjahresniveau dann sprunghaft um +34,8 %. Im April lagen die Preise weiterhin 34,4 % über den Werten des April 2025.
HWWI-Rohstoffpreisindex April 2026.HWWI
Warum ziehen Industrierohstoffe wieder an?
Der Industrierohstoffindex sank im Februar zunächst um -4,7 %. Im März und April folgten jedoch wieder Zuwächse von 1,3 % beziehungsweise 4,1 %. Insgesamt lag der Subindex damit rund 20,9 % über dem Vorjahresniveau.
Bei Kupfer war die Entwicklung zunächst rückläufig. Im Februar gingen die Preise gegenüber dem Vormonat um 0,7 % zurück. Im März setzte sich diese Entwicklung mit einem weiteren Minus von 3,6 % fort. Im April 2026 stiegen die Kupferpreise dann wieder um 2,6 %.
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Im Vorjahresvergleich blieb Kupfer jedoch deutlich teurer. Im Februar 2026 lag der Kupferpreis um 39,0 % über dem Vorjahreswert. Im März verringerte sich dieser Abstand auf 28,4 %, stieg im April aber erneut auf 39,6 %.
Aluminium, Zinn und textile Rohstoffe im Blick
Auch bei Aluminium wurden in den vergangenen Monaten deutliche Preissteigerungen beobachtet. Im März stieg der Aluminiumpreis um 9,9 %, im April um weitere 6,6 %. Preissteigerungen zeigten sich daneben bei Baumwolle und Wolle, deren Gewichtung innerhalb des Index jedoch geringer ausfällt.
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Die Zinnpreise setzten den zuvor beobachteten starken Anstieg nicht fort und blieben relativ stabil. Im Februar 2026 verringerte sich der Preis gegenüber dem Vormonat um 1,7 %. Im März folgte ein weiterer Rückgang um 2,4 %. Nach diesen leichten Rückgängen stieg der Preis im April 2026 wieder um 2,3 %.
Über den gesamten Zeitraum lag Zinn dennoch deutlich über den Vorjahreswerten. Im Februar 2026 betrug der Abstand 52,7 %, im März 39,6 % und im April 2026 49,6 %. Damit bleibt auch dieser Rohstoff ein Beispiel für die im Index sichtbare Preisdynamik.
Nahrungs- und Genussmittel bleiben unter Vorjahr
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Nach der negativen Entwicklung im Februar erhöhte sich der Nahrungs- und Genussmittelindex im weiteren Berichtszeitraum wieder. Im März legte er um 2,8 % zu, im April um weitere 1,2 %. Trotz dieser Erholung lag der Index im April 2026 insgesamt um 16,7 % unter dem Vorjahresniveau von 2025.
Maßgeblich geprägt wurde die Entwicklung im Februar 2026 durch die Preisbewegungen bei Kakao. Der Kakaopreis sank um -28,4 %. Im März 2026 ging er erneut um 9,6 % zurück, bevor im April eine moderate Erholung um 4,4 % einsetzte. Gegenüber dem Vorjahresniveau lag der Kakaopreis im Februar um 63,4 % niedriger, im März um 59,9 % und im April um 58,5 %.
Auch Kaffee zeigte deutliche Bewegungen. Im Februar 2026 sanken die Kaffeepreise um 9,8 %, im März stiegen sie leicht um +2,3 %, ehe sie im April wieder um -2,6 % zurückgingen. Im Vorjahresvergleich lagen die Kaffeepreise im Februar um 24,5 % niedriger. Bis April näherten sie sich leicht dem Vorjahresniveau an, blieben mit -20,7 % aber darunter.
Trotz des weiterhin rückläufigen Kakaopreises stieg der Nahrungs- und Genussmittelindex in den letzten beiden Monaten des Berichtszeitraums an. Dazu trugen unter anderem höhere Weizenpreise bei. Weizen verteuerte sich im März um 11,1 % und im April um weitere 4,4 %.
Der HWWI-Rohstoffpreisindex stieg infolge geopolitischer Spannungen im Nahen Osten, vor allem durch höhere Preise für Energierohstoffe.
Welche Rohstoffe treiben den HWWI-Rohstoffpreisindex besonders?
Vor allem Energierohstoffe trieben den Index, insbesondere europäisches Erdgas mit einem starken Anstieg im März 2026.
Wie volatil war der HWWI-Rohstoffpreisindex zuletzt?
Der Index sank im Februar um -2,4 %, stieg im März um 28,1 % und stabilisierte sich im April mit -0,6 %.
Wie wirken sich Industrierohstoffe auf den HWWI-Rohstoffpreisindex aus?
Der Industrierohstoffindex sank zunächst, legte im März und April aber wieder zu und lag rund 20,9 % über dem Vorjahresniveau.
Welche Rolle spielt Erdgas im HWWI-Rohstoffpreisindex?
Europäisches Erdgas zeigte starke Ausschläge: Nach einem Rückgang im Februar stiegen die Preise im März um 58 % und lagen im April 34,4 % über Vorjahr.