Erneuerbare Energieversorgung

Albemarle setzt auf Dampf und Strom aus Biomasse

Erneuerbare Energieversorgung für die Industrie: Getec und Albemarle realisieren in Langelsheim ein Biomasseprojekt, das Erdgas ersetzt und Emissionen senkt.

Albemarle Produktionsstätte Langelsheim.
Albemarle Produktionsstätte Langelsheim.

Summary: Getec realisiert gemeinsam mit Albemarle am Produktionsstandort Langelsheim eine erneuerbare Energieversorgung auf Basis von Biomasse. Die Inbetriebnahme ist für Ende 2027 vorgesehen. Das Projekt soll Erdgasabhängigkeit reduzieren, Versorgungssicherheit stärken und rund 20.000 Tonnen Treibhausgasemissionen pro Jahr einsparen.

Der Rohstoffkonzern Albemarle produziert am deutschen Standort Langelsheim vor allem Spezialchemikalien rund um Lithium und Spezialmetalle. Das sind beispielsweise: Butyllithium, Lithiumchlorid, Spezialprodukte, Lithiumhydride, Cäsium und weitere Spezialmetalle.

Wie erneuerbare Energieversorgung den Standort Langelsheim stärkt

Getec realisiert für die Albemarle Corporation nun ein Projekt zur erneuerbaren Energieversorgung am deutschen Produktionsstandort des global agierenden US-Unternehmens in Langelsheim. Wie Getec mitteilt, soll die maßgeschneiderte Lösung die emissionsarme Energieversorgung des Werks stärken und die Abhängigkeit von Erdgas deutlich reduzieren.

Künftig sollen durch die Anbindung an ein nahegelegenes Biomassekraftwerk bis zu 90 % des Dampfbedarfs und bis zu 80 % des Strombedarfs des Standorts über Energie aus Biomasse gedeckt werden. Albemarle erwartet durch diesen Schritt, Abhängigkeiten von Preisschwankungen und Verfügbarkeitsrisiken bei Erdgas zu verringern. Ziel ist ein kontinuierlicher und wirtschaftlich stabiler Betrieb.

Biomasse als Alternative zu fossilen Energieträgern

Das Projekt soll zugleich dazu beitragen, künftige regulatorische Anforderungen an den Energieverbrauch des Werks zu erfüllen. Darüber hinaus unterstützt die Umstellung auf eine erneuerbare Energieversorgung die übergeordneten Nachhaltigkeitsziele von Albemarle.

„Wir freuen uns, Albemarle bei diesem wichtigen Schritt hin zu einer resilienteren und erneuerbaren Energieversorgung zu unterstützen“, sagt Dr. Guido Zimmermann, CEO von Getec Deutschland. „Unser Biomassekonzept verbindet langfristige Versorgungssicherheit mit verantwortungsvoller Beschaffung – und bietet Industriestandorten wie Langelsheim eine zuverlässige und zukunftsfähige Alternative zu fossilen Energieträgern. Diese Partnerschaft zeigt, wie Industrie und Energiewirtschaft gemeinsam die Energiewende voranbringen können.“

Welche Aufgaben Getec in Langelsheim übernimmt

Getec wird die Biomasseanlage betreiben, die langfristige Brennstoffversorgung sicherstellen und die zuverlässige Lieferung von Dampf und Strom an den Standort Langelsheim verantworten. Die Anlage nutzt zertifizierte Holzhackschnitzel sowie Landschaftspflegematerialien als Brennstoffe.

Das Versorgungskonzept basiert nach Unternehmensangaben auf verantwortungsvoll beschafften regionalen Materialströmen. Damit verbindet das Projekt industrielle Energieversorgung mit einer stärker auf regionale Brennstoffströme ausgerichteten Lösung.

Langfristige Liefervereinbarungen für Versorgungssicherheit

Die langfristigen Liefervereinbarungen zwischen Albemarle und Getec sollen Versorgungssicherheit mit Klimaschutz verbinden. Sie dienen der Betriebsstabilität des Standorts und ermöglichen zugleich eine schrittweise Reduzierung des CO₂-Ausstoßes.

Insgesamt sollen die Treibhausgasemissionen um rund 20.000 Tonnen pro Jahr verringert werden. Damit wird das Projekt für den Standort Langelsheim zu einem wesentlichen Baustein, um Energieversorgung, Wirtschaftlichkeit und Emissionsminderung miteinander zu verbinden.

Wann die erneuerbare Energieversorgung starten soll

Nach Erhalt der behördlichen Genehmigungen im Mai 2026 soll der Bau der Verbindungsleitung zwischen den beiden Anlagen im Oktober 2026 starten. Die Inbetriebnahme ist bereits für Ende 2027 vorgesehen.

„Die Sicherstellung einer verlässlichen, langfristigen Energieversorgung ist entscheidend, um einen stabilen und wirtschaftlichen Betrieb zu gewährleisten“, erklärt Christian Brieke, Werksleiter des Albemarle-Standorts Langelsheim. „Dieses Projekt soll die langfristige Versorgungssicherheit und Widerstandsfähigkeit unseres Betriebs stärken und ist ein wichtiger Teil unseres Engagements, verantwortungsvoll zu handeln und unseren ökologischen Fußabdruck zu verringern.“

FAQ erneuerbare Energieversorgung

Was bedeutet die erneuerbare Energieversorgung für Albemarle in Langelsheim?

Der Standort soll künftig einen großen Teil seines Dampf- und Strombedarfs über Biomasse decken und so die Erdgasabhängigkeit reduzieren.

Wie viel Energie soll die erneuerbare Energieversorgung liefern?

Bis zu 90 % des Dampfbedarfs und bis zu 80 % des Strombedarfs sollen über Energie aus Biomasse gedeckt werden.

Welche Brennstoffe nutzt die erneuerbare Energieversorgung?

Die Biomasseanlage verwendet zertifizierte Holzhackschnitzel sowie Landschaftspflegematerialien.

Wann soll die erneuerbare Energieversorgung in Betrieb gehen?

Nach dem geplanten Baustart der Verbindungsleitung im Oktober 2026 ist die Inbetriebnahme für Ende 2027 vorgesehen.

Welche Emissionswirkung hat die erneuerbare Energieversorgung? – Die Treibhausgasemissionen sollen um rund 20.000 Tonnen pro Jahr sinken.