Defence-Beschaffung

Wie Facturee Defence-Beschaffung absichert

Die Defence-Beschaffung steht durch den europäischen Ramp-up unter Druck. Facturee will Versorgungssicherheit, Compliance und Datensouveränität über ein geprüftes Fertigungsnetzwerk absichern.

Der Ramp-up der europäischen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie erhöht den Bedarf an qualifizierten Fertigungskapazitäten für Zeichnungsteile
Der Ramp-up der europäischen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie erhöht den Bedarf an qualifizierten Fertigungskapazitäten für Zeichnungsteile

Summary: Facturee unterstützt Kunden der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie mit digitaler Beschaffung über mehr als 2.000 geprüfte Fertigungspartner. Das Unternehmen bündelt Lieferantenauswahl, Fertigung, Qualitätssicherung, Dokumentation und Lieferung über eine zentrale Schnittstelle. Ziel sind skalierbare Kapazitäten, belastbare Nachweise und weniger Abhängigkeit von einzelnen Bezugsquellen.

Warum Defence-Beschaffung neue Strukturen braucht

Der europäische Ramp-up in der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie erhöht die Anforderungen an Beschaffung, Fertigungskapazitäten und Dokumentation. Besonders gefragt sind qualifizierte Kapazitäten für Zeichnungsteile, während Unternehmen zugleich Lieferfähigkeit, Compliance und Datensouveränität sicherstellen müssen.

Facturee unterstützt Kunden aus diesem Umfeld mit einem digitalen Beschaffungsmodell und einem Netzwerk von mehr als 2.000 geprüften Fertigungspartnern, wie das Unternehmen mitteilt. Als alleiniger Vertragspartner bündelt Facturee Lieferantenauswahl, Fertigung, Qualitätssicherung, Dokumentation und Lieferung über eine zentrale Schnittstelle.

Versorgungssicherheit rückt in den Fokus

Im Defence-Umfeld zählt Versorgungssicherheit zu den zentralen Anforderungen. Lieferausfälle, Kapazitätsengpässe oder fehlende Zertifizierungen können ganze Wertschöpfungsketten beeinträchtigen. Besonders kritisch ist dabei die Abhängigkeit von einzelnen Fertigungsbetrieben.

„Eine große Gefahr ist die Abhängigkeit von einzelnen Fertigern. Sie dürfen nicht zum Single Point of Failure werden. Unsere Anti-Single-Source-Strategie integriert alternative Fertigungsquellen deshalb früh in den Beschaffungsprozess“, erklärt Moritz König, CEO von Facturee .

Facturee übernimmt die Beschaffung von Präzisions- und Zeichnungsteilen auch für Projekte mit erhöhten Anforderungen an Lieferfähigkeit, Qualität und Dokumentation. Über das Netzwerk sollen Abhängigkeiten von einzelnen Bezugsquellen reduziert werden. Fällt ein Fertigungspartner aus oder entsteht ein Engpass, greift Facturee auf alternative, vorab geprüfte Partner zurück.

Zusätzliche Bedarfe lassen sich über das Netzwerk kurzfristig skalieren. Neue Lieferanten müssen dafür nicht erst qualifiziert und bestehende Lieferketten nicht neu aufgebaut werden.

Wie Compliance bereits bei der Auswahl beginnt

Neben der Versorgungssicherheit spielt im Defence-Umfeld die Einhaltung regulatorischer Anforderungen eine zentrale Rolle. Zertifikate, Materialnachweise und Prüfprotokolle entscheiden bereits bei der Lieferantenauswahl darüber, ob ein Auftrag belastbar vergeben werden kann.

Je nach Projekt können zudem ITAR-freie Lieferketten und die BAFA-konforme Ausgestaltung von Export- und Lieferprozessen wichtig sein. Facturee prüft projektbezogen, welche Fertigungspartner die geforderten Nachweise erbringen können.

Dazu zählen je nach Anwendung beispielsweise ISO 9001, AS 9100 beziehungsweise EN 9100 für Luft- und Raumfahrtanwendungen, Werkstoffzertifikate nach EN 10204, Erstmusterprüfungen nach AS 9102 beziehungsweise DE 9102 oder EMPB. Bei Sonderverfahren, Schweißarbeiten oder Oberflächenbehandlungen können zusätzliche Anforderungen wie NADCAP, DIN 2303 oder VG-Normen relevant sein.

„Dokumentation ist im Defence-Umfeld Voraussetzung dafür, dass Beschaffung funktioniert. Kunden müssen nachvollziehen können, welcher Partner ein Bauteil gefertigt hat, welche Nachweise vorliegen und ob die Anforderungen auf Bauteilebene erfüllt sind“, erklärt Moritz König.

Full Compliance und Full Traceability werden daher früh im Beschaffungsprozess berücksichtigt. Facturee entwickelt die Prozesse in diesem Bereich kontinuierlich weiter, unter anderem durch automatisierte Compliance-Filter bei der Lieferantenauswahl und eine lückenlose Dokumentation auf Bauteilebene.

Welche Rolle Datensouveränität spielt

Konstruktionsdaten und Projektinformationen sind im Defence-Umfeld besonders schutzbedürftig. Facturee arbeitet dafür mit systemseitiger Anonymisierung und strikter Datentrennung. Fertigungspartner erhalten ausschließlich die Informationen, die für die Umsetzung des jeweiligen Projekts erforderlich sind.

Zudem betreibt Facturee ein nach ISO 27001 zertifiziertes Managementsystem für Informationssicherheit. Auch der Ursprung von Lieferanten spielt bei vielen Projekten eine wichtige Rolle.

Facturee verfügt über ein weltweites Netzwerk und bindet projektbezogen Fertigungspartner aus Europa oder dem NATO-Gebiet ein, wenn Lieferketten-, Souveränitäts- oder Compliance-Anforderungen dies erfordern. Damit sollen Anforderungen an Lieferketten, Datensouveränität und industrielle Souveränität individuell abbildbar bleiben.

Fertigungsbreite für Ramp-up und Obsoleszenz

Gefragt sind im Defence-Umfeld unter anderem CNC-Dreh- und Frästeile, Blechbiegeteile, Strukturbauteile, Präzisionsgehäuse sowie Leichtbaukomponenten aus Aluminium , Titan oder Inconel. Auch die Additive Fertigung gewinnt an Bedeutung, insbesondere für Prototypen, Kleinserien und die Nachfertigung von Ersatzteilen, wenn ursprüngliche Lieferanten oder Komponenten nicht mehr verfügbar sind.

Hinzu kommt: Viele Auftraggeber stellen im Defence-Umfeld eigene Materialien bereit und vergeben ausschließlich die Fertigung. Das erhöht die Anforderungen an Prozesssicherheit, Nachweise und saubere Schnittstellen zwischen Auftraggeber, Beschaffung und Fertigung.

Wie Facturee Defence-Projekte konkret unterstützt

Ein Beispiel für den Einsatz im sicherheitsrelevanten Umfeld ist die Zusammenarbeit mit Becker Avionics. Das Unternehmen entwickelt Kommunikations-, Navigations- und Überwachungssysteme für Luftfahrt und Bodeneinsatz.

Facturee liefert dafür komplexe CNC-Dreh- und Frästeile sowie anspruchsvolle Blechbiegeteile. Zusätzlich steuert das Unternehmen Fertigung, Oberflächenbehandlung, Nachweise und Logistik über einen zentralen Beschaffungsprozess.

„Für die europäische Sicherheits- und Verteidigungsindustrie wird immer entscheidender, wie schnell Beschaffung auf neue Bedarfe reagieren kann und wie belastbar Nachweise entlang der Lieferkette abgebildet werden“, sagt Moritz König. „Viele der Fertigungsverfahren und Werkstoffe, die wir heute für sicherheitsrelevante Anwendungen beschaffen, kommen bereits in zivilen Industrien zum Einsatz. Diese Dual-Use-Strukturen ermöglichen es uns, auf bestehende Fertigungsnetzwerke zurückzugreifen, anstatt neue Lieferketten erst aufbauen zu müssen. Das schafft Geschwindigkeit, Skalierbarkeit und Versorgungssicherheit.“

FAQ zur Defence-Beschaffung

Was bedeutet Defence-Beschaffung bei Facturee?

Facturee bündelt Lieferantenauswahl, Fertigung, Qualitätssicherung, Dokumentation und Lieferung für Zeichnungsteile über eine zentrale Schnittstelle.

Warum ist Defence-Beschaffung für Versorgungssicherheit wichtig?

Abhängigkeiten von einzelnen Fertigern können reduziert werden, weil alternative, vorab geprüfte Fertigungspartner eingebunden sind.

Welche Compliance-Anforderungen spielen bei Defence-Beschaffung eine Rolle?

Je nach Projekt können Zertifikate, Materialnachweise, Prüfprotokolle, ITAR-freie Lieferketten und BAFA-konforme Prozesse relevant sein.

Wie unterstützt Defence-Beschaffung die Datensouveränität?

Facturee arbeitet mit systemseitiger Anonymisierung, strikter Datentrennung und einem nach ISO 27001 zertifizierten Managementsystem.

Welche Teile umfasst Defence-Beschaffung im Netzwerk?

Genannt werden CNC-Dreh- und Frästeile, Blechbiegeteile, Strukturbauteile, Präzisionsgehäuse, Leichtbaukomponenten und additiv gefertigte Teile.