Baugruppenanalyse für die Beschaffung

PartSpace: Baugruppenanalyse für den technischen Einkauf

PartSpace erweitert seine KI-Plattform um eine Baugruppenanalyse. Sie soll komplette Baugruppen automatisiert bewerten und Sollkosten für Einkauf und Engineering transparent machen.

Baugruppenanalyse: PartSpace AI ermöglicht, ganze funktionale Baugruppen und Module automatisiert zu analysieren, zu bewerten und mit belastbaren Sollkosten zu versehen.
Baugruppenanalyse: PartSpace AI ermöglicht, ganze funktionale Baugruppen und Module automatisiert zu analysieren, zu bewerten und mit belastbaren Sollkosten zu versehen.

Summary: PartSpace hat am 11. August 2026 in Deggendorf eine Baugruppenanalyse für seine KI-gestützte Beschaffungsplattform vorgestellt. Die Funktion analysiert Stücklisten und Konstruktionsdaten automatisiert, ermittelt Sollkosten und verknüpft sie mit Einkaufs-, Lieferanten- und Marktdaten. Damit sollen Kostenbewertungen komplexer Baugruppen beschleunigt und Entscheidungen in Einkauf und Engineering früher unterstützt werden.

Wie funktioniert die Baugruppenanalyse von PartSpace?

PartSpace erweitert seine KI-gestützte Softwareplattform für die technische Beschaffung um die Analyse kompletter funktionaler Baugruppen und Module. Wie das Unternehmen mitteilt, überträgt die neue Funktion die bisherige Auswertung von Konstruktionsdaten auf mehrstufige Stücklistenstrukturen.

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Stücklisten, CAD-Modelle und technische Zeichnungen lassen sich per Massenupload oder über Schnittstellen zu vorhandenen ERP-, PLM- und SRM-Systemen importieren. Anschließend analysiert die Software jedes Bauteil innerhalb einer Baugruppe. Dabei werden fertigungsrelevante Merkmale wie Material, Maße, Toleranzen, Oberflächen und Fertigungsverfahren extrahiert und daraus Sollkosten abgeleitet.

Die ermittelten Einzelwerte werden auf Baugruppenebene zusammengeführt und mit Einkaufs-, Lieferanten- und Marktdaten verknüpft. Daraus sollen transparente Sollkosten, Kostentreiber, Preisabweichungen und Lieferantenempfehlungen für einzelne Positionen sowie komplette Baugruppen entstehen.

Unterschiedliche Fertigungstechnologien im Blick

Die Baugruppenanalyse berücksichtigt nach Angaben von PartSpace verschiedene Fertigungstechnologien. Dazu zählen Fräs-, Dreh-, Blech-, Spritzguss-, Stanz- und Tiefziehteile sowie bearbeitete Guss- und Schmiedebauteile. Auch Norm- und Standardteile können integriert werden.

Ein besonderer Fokus liegt auf Schweißbaugruppen einschließlich Montagebaugruppen. Deren Schweißaufwand lässt sich laut PartSpace in der industriellen Praxis häufig nur mit hoher Expertise belastbar bewerten.

Warum reicht die Analyse einzelner Bauteile nicht aus?

Bei komplexen Modulen, Angebotsvergleichen und Make-or-Buy-Fragen lassen sich Beschaffungsentscheidungen laut PartSpace nicht sinnvoll allein aus isolierten Teilbetrachtungen ableiten. Ein optimiertes Einzelteil kann die Gesamtkosten einer Baugruppe sogar erhöhen, wenn Montage-, Füge- oder Logistikaufwände unberücksichtigt bleiben.

„In der industriellen Beschaffung entscheidet nicht das Einzelteil über die Wirtschaftlichkeit, sondern die Baugruppe als funktionale Einheit. Genau dort setzt die neue Analyse an“, sagt Sebastian Freund, COO und Mitbegründer von PartSpace.

Zu den Einsatzfeldern gehören frühe Kostenbewertungen bereits während der Konstruktionsphase sowie die Konsolidierung von Lieferanten über komplette Baugruppen hinweg. Gleichzeitig soll eine gemeinsame Datengrundlage für Einkauf und Engineering entstehen.

Unternehmen sollen damit eine belastbare Preisbasis erhalten, bevor Ausschreibungen beginnen und komplexe Lieferantenangebote vorliegen. Deren Erstellung dauert der Mitteilung zufolge häufig ein bis zwei Wochen. Die Analyse soll damit insbesondere bei großen und verschachtelten Stücklisten Zeit sparen.

Baugruppenanalyse reduziert manuelle Kalkulationen

Die automatisierte Auswertung soll manuelle, positionsweise Kalkulationen über Hunderte Stücklistenpositionen hinweg reduzieren. Berechnungen, die bislang Tage oder Wochen beanspruchten, können laut PartSpace damit in kurzer Zeit als konsistente Kostenbewertung auf Baugruppenebene vorliegen.

„Wenn Einkauf und Engineering belastbare Sollkosten und Lieferantenempfehlungen auf Baugruppenebene erhalten, entstehen fundiertere Entscheidungen deutlich früher im Prozess und mit wesentlich weniger manuellem Aufwand.“

PartSpace verweist dabei auf dokumentierte Kundenprojekte mit zeichnungsgebundenen Teilen. Dort seien Einsparpotenziale von rund 12 bis 25 % identifiziert worden, während sich der Arbeitsaufwand um bis zu 55 % reduziert habe.

Welche Einsparpotenziale nennt PartSpace?

In einem Maschinenbauprojekt mit mehr als 10.000 zeichnungsgebundenen Komponenten wurde laut Mitteilung bereits nach der Analyse der ersten beiden Warengruppen ein Einsparpotenzial von rund 12 % festgestellt. Das betrachtete Einkaufsvolumen lag dabei im zweistelligen Millionenbereich. Der Return on Investment sei innerhalb weniger Wochen erreicht worden.

Mit der Baugruppenanalyse will PartSpace Konstruktionsdaten stärker als Grundlage für datengetriebene Beschaffungsentscheidungen nutzbar machen. Im Mittelpunkt steht nach Angaben des Unternehmens ein auf Engineering-Daten spezialisiertes System. Es verbindet CAD-Dateien mit historischen ERP-Daten, Lieferanteninformationen und Fertigungsplänen.

PartSpace positioniert seine Plattform damit an der Schnittstelle von Konstruktion und Einkauf und ordnet sie als Softwarekategorie zwischen ERP und PLM ein.

Baugruppenanalyse von PartSpace

Was ist die Baugruppenanalyse von PartSpace?

Die Baugruppenanalyse bewertet komplette funktionale Baugruppen und Module automatisiert und ermittelt daraus Sollkosten, Kostentreiber und Preisabweichungen.

Welche Daten nutzt die Baugruppenanalyse?

Die Baugruppenanalyse verarbeitet Stücklisten, CAD-Modelle und technische Zeichnungen und verknüpft die Ergebnisse mit Einkaufs-, Lieferanten- und Marktdaten.

Welche Fertigungsverfahren deckt die Baugruppenanalyse ab?

Berücksichtigt werden unter anderem Fräs-, Dreh-, Blech-, Spritzguss-, Stanz- und Tiefziehteile sowie bearbeitete Guss- und Schmiedebauteile.

Wie unterstützt die Baugruppenanalyse den Einkauf?

Sie liefert Sollkosten und Lieferantenempfehlungen auf Baugruppenebene und soll dadurch frühere Kosten- und Vergabeentscheidungen ermöglichen.

Welche Einsparungen nennt PartSpace für die Baugruppenanalyse?

In dokumentierten Projekten mit zeichnungsgebundenen Teilen wurden laut PartSpace Einsparpotenziale von rund 12 bis 25 % bei bis zu 55 % weniger Arbeitsaufwand identifiziert.