IO-Link Safety vereinfacht Inbetriebnahme und Wartung
IO-Link Safety gewinnt in der industriellen Automatisierung an Bedeutung. Die Technologie ermöglicht eine sichere, standardisierte Kommunikation zwischen Sensoren, Aktoren und Steuerungen und reduziert zugleich den Aufwand für Installation, Inbetriebnahme und Wartung.
Sichere Kommunikation auf dem letzten Meter zur Maschine mit IO-Link und IO-Link Safety.Phoenix Contact
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Summary: IO-Link und IO-Link Safety ermöglichen eine durchgängige und herstellerübergreifende Kommunikation in der industriellen Automatisierung. Standardisierte Verkabelung, vereinfachte Integration und sichere Datenübertragung sollen Installation und Wartung deutlich erleichtern. Eine TÜV-Zertifizierung der Spezifikation gilt als wichtiger Schritt für die weitere Verbreitung der Technologie.
Wie IO-Link Safety flexible Automatisierung ermöglicht
Ein
zentraler Schlüssel zur Erfüllung von durchgängigen, skalierbaren und
herstellerübergreifenden Lösungen liegt in der Nutzung
standardisierter Technologien wie Profinet, Profisafe, IO-Link und IO-Link
Safety. Die Übertragungsprotokolle und Sicherheitsstandards bieten eine
einheitliche Basis für die Vernetzung von Sensoren, Aktoren und
Steuerungssystemen – unabhängig vom Hersteller. Dadurch lassen sich modulare
und anpassbare Automatisierungskonzepte realisieren, die sowohl die
Inbetriebnahme ebenso wie die Wartung erheblich vereinfachen.
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Wie IO-Link Safety sichere Prozessdaten überträgt
In einem
üblichen Automatisierungssystem mit IO-Link ist die Auswerteeinheit zum
Beispiel in Form einer Steuerung eingesetzt. Die Einheit verarbeitet die
Signale und Daten von IO-Link- Sensoren und -Aktoren. Im Kontext von IO-Link
Safety kommen die Aspekte der funktionalen Sicherheit hinzu, weshalb eine Sicherheitssteuerung
unausweichlich ist. Durch die Verwendung eines sicheren Feldbusses, wie beispielsweise
Profinet/Profisafe oder Ethercat/FSoE, können IO-Link-Safety-Master mit der
Steuerungseinheit sichere Prozessdaten austauschen. Dabei führt der IO-Link-Safety-Master
eine Gateway-Funktionalität aus und stellt somit die Schnittstelle zu den IO-Link-Safety-Devices
her.
IO-Link-Safety-Devices können Sensoren und Aktoren wie auch mechatronische Geräte sein. Die Devices nutzen IO-Link Safety, um sichere Prozessdaten – etwa einen Temperaturwert - mittels des IO-Link-Safety-Masters an die sichere Steuerung zu kommunizieren. Neben den klassischen sicheren Prozessdaten unterstützen IO-Link-Safety-Master ebenfalls einen Mixmode, sodass die Devices nicht-sichere und sichere Prozessdaten übermitteln können. Die Daten werden im IO-Link-Safety-Master verarbeitet und über das sichere Feldbussystem an die sichere Steuerungseinheit übertragen. Auf diese Weise lassen sich die vielfältigen Informationen der IO-Link-Safety-Devices nochmals erweitern.
In
konventionellen Sicherheitsarchitekturen erfolgt die Anbindung
sicherheitsrelevanter Sensoren und Aktoren durch eine aufwendige Verkabelung. Nahezu
jede Sicherheitsfunktion kann eine eigene Anschlussleitung erfordern, da es keinen
spezifischen herstellerübergreifenden Standard für sichere Sensoren und Aktoren
gibt. Für Maschinen- und Anlagenhersteller bedeutet das einen erhöhten Aufwand
bei der Installation, Inbetriebnahme, Materialbeschaffung und -lagerung sowie
eine Einschränkung in der Flexibilität.
IO-Link und
IO-Link Safety ermöglichen eine deutliche Reduzierung des
Installationsaufwands. Aufgrund der Verwendung eines standardisierten,
ungeschirmten drei- oder fünfadrigen Kabels lassen sich IO-Link-Devices und IO-Link-Safety-Devices
einfach und effizient ankoppeln. Die standardisierte Anschlussleitung
ermöglicht außerdem den Einsatz vorkonfektionierter Leitungen. Sie tragen
maßgeblich zur Minimierung von Verdrahtungsfehlern sowie der Vereinfachung und Prüfung
der Verdrahtung während der Inbetriebnahme bei. Die standardisierte Verkabelung
verringert nicht nur den Aufwand, sondern erhöht auch die Systemtransparenz und
Wartungsfreundlichkeit.
Obwohl die
klassische Verdrahtung in vielen Anwendungen notwendig erscheint, eröffnen IO-Link
und IO-Link Safety gerade in diesem Bereich neue Optimierungsmöglichkeiten.
Diese können sowohl die Effizienz ebenso wie die Qualität der Installation in
Maschinen und Anlagen verbessern. Phoenix Contact
setzt bei allen neuen IP65/67-Geräten auf eine durchgängige M12-Duo-Kontur, die
abgesehen von der M12-Schraubverriegelung ebenfalls die
M12-Push-Pull-Schnellverriegelung unterstützen.
Die
Schnellverriegelung bietet im Vergleich zu klassischen M12-Steckverbindern mit
Schraubgewinde zahlreiche Vorteile, insbesondere bei der Installation. Der
intuitive Steckmechanismus senkt die Montagezeit um bis zu 80%. Das steigert die Effizienz
und reduziert die Kosten erheblich. Ein haptisches und akustisches Feedback
beim Einrasten sorgt für eine fehlerfreie Verbindung und erhöht die
Zuverlässigkeit bei der Nutzung. Die optimierte Bedienbarkeit ermöglicht ein
kompakteres Geräte-Design. Weil weniger Abstand zwischen den einzelnen Ports
erforderlich ist, können die Anschlüsse bei Bedarf vollständig in das Gehäuse
integriert werden.
Ferner überzeugt die Lösung durch ihre
Servicefreundlichkeit. Wartungsarbeiten lassen sich schnell und ohne
Spezialwerkzeug durchführen, was gerade im Feld große Vorteile bietet. Die
Push-Pull-Schnittstelle ist zudem nach IEC-Norm standardisiert und damit
wettbewerbsübergreifend kompatibel – ein entscheidender Faktor für
zukunftssichere und flexible Systemlösungen.
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Diagnose und Parametrierung über eine gemeinsame Infrastruktur
Ein weiterer
Pluspunkt von IO-Link Safety ergibt sich aus der gemeinsamen Infrastruktur.
Über denselben IO-Link-Safety-Master können sowohl Standard-IO-Link-Geräte als
auch sicherheitsgerichtete IO-Link-Safety-Komponenten angekoppelt werden. Das
erleichtert nicht nur die Einbindung, sondern ebenfalls die Diagnose und
Parametrierung über einheitliche Schnittstellen und Tools.
Für die Anwender von
IO-Link lassen sich so bekannte Arbeitsabläufe und Integrationsschritte
teilweise übernehmen oder durch die Aspekte der funktionalen Sicherheit
ergänzen. Im Betrieb werden sicherheitsgerichtete Daten – zum Beispiel von
Lichtgittern - zuverlässig mit zyklischen Plausibilitätsprüfungen und
Prüfsummen weitergeleitet, die Manipulation und Übertragungsfehler ausschließen.
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Warum die Zertifizierung für IO-Link Safety wichtig ist
Um den
Markteintritt der Technologie IO-Link Safety für Gerätehersteller zu vereinfachen,
hat die IO-Link Community den TÜV Süd mit der Prüfung der Spezifikation IO-Link
Safety V1.1.4 beauftragt. Das daraus resultierende Zertifikat bestätigt, dass
die Technologie die notwendigen sicherheitsrelevanten Anforderungen vollständig
erfüllt. Hersteller profitieren dadurch von einem einfacheren
Zulassungsprozess, während Anwender auf eine geprüfte und verlässliche
Sicherheitskommunikation in der Automatisierungstechnik vertrauen können. Die Zertifizierung
stellt einen wichtigen Meilenstein für die weitere Verbreitung der Technologie
IO-Link Safety dar.
IO-Link-Safety-Master und -Device für den sicheren Datenaustausch im industriellen Umfeld.
Auch ohne
eine Zertifizierung vom TÜV SÜD haben sich bereits viele Hersteller auf
verschiedenen Fachveranstaltungen positiv zur neuen Technologie IO-Link Safety
geäußert. Deren Potenzial wird unter anderem anhand eines Demoboards der Profibus
Nutzerorganisation (PNO) verdeutlicht. Ein konkretes Beispiel lieferte Phoenix Contact
auf der SPS-Messe 2025 in Form eines Action Centers, das das Zusammenspiel von
IO-Link und IO-Link Safety in einem Show Case präsentiert.
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Im Mittelpunkt
stehen dabei ein Prototyp des IO-Link-Safety-Masters (AXL E PS IOLS4/4) sowie
ein entsprechendes IO-Link-Safety-Device (AXL E IOLS SDI8 SDO4), die gemeinsam einen
sicheren Datenaustausch im industriellen Umfeld veranschaulichen. IO-Link und
IO-Link Safety vereinen die Stärken moderner Feldkommunikation mit höchsten
Sicherheitsstandards. Weniger Kabel, schnellere Inbetriebnahme, einfache
Diagnose und maximale Flexibilität: All das macht IO-Link und IO-Link Safety zu
einem zentralen Baustein für die vernetzte, sichere Produktion.
FAQ zu IO-Link Safety
Was ist IO-Link Safety in der Automatisierung?
IO-Link Safety ist eine Erweiterung der IO-Link-Technologie zur sicheren Kommunikation zwischen Sensoren, Aktoren und Steuerungen in industriellen Anlagen.
Welche Vorteile bietet IO-Link Safety für Maschinenbauer?
IO-Link Safety reduziert den Verkabelungsaufwand, erleichtert die Integration von Sicherheitskomponenten und ermöglicht eine einheitliche Diagnose und Parametrierung.
Wie überträgt IO-Link Safety Prozessdaten?
IO-Link-Safety-Devices senden sichere Prozessdaten über einen IO-Link-Safety-Master an eine Sicherheitssteuerung, meist über sichere Feldbusse wie Profinet/Profisafe oder Ethercat/FSoE.
Warum ist die Zertifizierung von IO-Link Safety wichtig?
Die Prüfung der Spezifikation durch den TÜV Süd bestätigt die Einhaltung sicherheitsrelevanter Anforderungen und erleichtert Herstellern den Marktzugang.