C-Teile-Versorgung per Kanban

Warum Kannegiesser auf eine C-Teile-Versorgung mit Kanban setzt

C-Teile-Versorgung wird bei Kannegiesser seit 25 Jahren über Kanban-Systeme von Würth Industrie Service abgesichert – digital, automatisiert und standortübergreifend.

25 Jahre Kanban bei Kannegiesser
Würth Industrie Service und Kannegiesser feiern 25 Jahre Kanban.

Summary: Würth Industrie Service und die Herbert Kannegiesser GmbH blicken 2025 in Bad Mergentheim auf 25 Jahre Kanban-Partnerschaft zurück. An sieben Standorten sorgen RFID-Kanban, Ausgabeautomaten und digitale Systeme für eine automatisierte C-Teile-Versorgung. Ziel sind schlanke Bestände, gesicherter Nachschub, transparente Prozesse und hohe Produktivität in der Fertigung.

Über 11.000 Lieferpositionen pro Jahr, mehr als 2.800 Artikel und rund 7.500 Kanban-Behälter im Einsatz: Seit über 25 Jahren zählt Herbert Kannegiesser zu den treuen und zugleich ersten Kanban-Kunden von Würth Industrie Service. Dank smarter Versorgungslösungen werden Bestände schlank verwaltet, Nachschub zuverlässig gesichert und Bedarfsschwankungen frühzeitig erkannt. 

Ob RFID-Kanban für die automatisierte Produktionsversorgung oder Ausgabeautomaten für ein effizientes Materialmanagement: An sieben Standorten setzt der Spezialist für Wäschereitechnik rundum auf die Systemwelt des C-Teile-Experten – alles für eine maximale Produktivität entlang der Produktion

Kannegiesser: Der globale Marktführer aus Vlotho

Was als kleines Unternehmen in einer Holzbaracke im Jahr 1948 in Vlotho begann, ist heute ein globaler Partner für die Zukunft der Wäscherei-Industrie. Die Mission des familiengeführten Unternehmens Herbert Kannegiesser ist es, innovative Lösungen für die Automatisierung, Robotisierung, Ergonomie, Produktivität und Nachhaltigkeit zu entwickeln.

Marktführende Technologien des ostwestfälischen Herstellers garantieren Textildienstleistern ein Höchstmaß an Qualität, Hygiene, Verfügbarkeit und Produktivität. Zu den Produktfeldern gehören Maschinen und Systeme aus den Bereichen Waschtechnik, Flachwäsche, Formteile, Logistik, Prozesstechnik und Dateninformationssysteme. Das Familienunternehmen ist heute mit 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in allen Regionen der Erde vertreten. Entwickelt und produziert wird mit hoher Fertigungstiefe an acht Standorten – sechs in Deutschland und jeweils einem in Großbritannien und den USA.

Mit dem Produktbereich SmartLaundry ermöglicht Kannegiesser eine automatische Steuerung und Überwachung des gesamten Produktionsprozesses. Die hohe Maschinenverfügbarkeit wird nicht zuletzt durch ein engmaschiges Service-Netzwerk ermöglicht. Mit über 140 Servicetechnikern in der DACH-Region, weltweiten Partnern und digitalen Lösungen sorgt das Unternehmen für maximale Maschinenverfügbarkeit – immer und überall.

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Beschaffungsprozesse werden optimiert

Auch für Kannegiesser ist jedes kleinste Teil von größter Bedeutung. Zwar scheinen Schrauben, Muttern und Scheiben auf den ersten Blick unscheinbar, doch sind sie von unschätzbarem Wert: Immerhin erweisen sich Verbindungselemente als wichtige Stellhebel für den laufenden Betrieb, um sicher und störungsfrei produzieren zu können. Ob klassische Verbindungselemente zur sicheren Montage der Trommelwände, hitzebeständige Schutzausrüstung für die Wartung oder maßgeschneiderte Sonderteile für spezielle Konstruktionslösungen – eines haben all diese Teile gemeinsam: Sie übernehmen essenzielle Befestigungsfunktionen und sind damit unverzichtbar für die Stabilität und Sicherheit der Maschinen.

Deshalb darf keine Komponente fehlen. Vor allem im Einkauf haben C-Teile mit unregelmäßigen Bedarfen, geringen Stückkosten sowie einer großen Artikelvielfalt große Auswirkungen auf die Beschaffung, was sich als höchst zeitaufwendig, fehleranfällig und ineffizient erweist. Genau an diesem Punkt setzen die intelligenten Versorgungslösungen zur automatisierten Produktionsversorgung von Würth Industrie Service bei Kannegiesser an – und das seit 25 Jahren. Insgesamt werden sieben Werke zuverlässig mit C-Teilen beliefert – vom Stammsitz in Vlotho über Sarstedt, Kalletal, Hoya, Aue-Bad Schlema und Augsburg bis hin nach Banbury im Vereinigten Königreich.

Booster für die Produktionsversorgung

Die Beschaffung verlangt nach Lösungen, die effizient und vorausschauend agieren und Kunden somit einen entscheidenden Vorsprung sichern. Mit der Produktionsmittelversorgung per RFID-Kanban wird diese Vision Realität. Der batteriebetriebene iPlacer bietet eine einfache Möglichkeit, C-Teile nachzubestellen. Das kompakte Modul verfügt über eine integrierte Lese- und Sendereinheit und kann überall angebracht werden – von der Produktion über den Arbeitsplatz bis zur Logistik. 

Am Arbeitsplatz löst das Gerät im Bedarfsfall selbstständig eine Bestellung aus. Wird es an ein beliebiges Durchlaufregal angebracht, können Anwender darüber auch Wareneingänge und -ausgänge, Zubuchungen, Abbuchungen und Bestellauslösungen ohne manuellen Aufwand erfassen. Auch bei Kannegiesser ist der iPlacer im Einsatz – mit Erfolg, wie Jörg Stichnoth, Leitung Arbeitsvorbereitung / Disposition bei Kannegiesser im Werk Sarstedt, berichtet: „Unsere Maschinen-Bedarfe werden schlank verwaltet und vollautomatisch nachbestellt, was uns viel Zeit spart und den Aufwand für Koordination und Bestellungen erheblich reduziert.“

ORSYmat Ausgabeautomaten bei Kannegiesser.
Die ORSYmat Ausgabeautomaten bei Kannegiesser.

Belieferung erfolgt zentral aus Bad Mergentheim

Apropos automatisiert und bedarfsgerecht: Auch die intelligenten Regalböden iShelf überzeugen in dieser Hinsicht. Die integrierten Regalböden erkennen über eine eingebaute Sender-Empfänger-Einheit im Regalboden direkt, wenn ein Leerbehälter abgestellt wird. Das Regal liest den RFID-Chip aus und übermittelt die Information zum leeren Behälter unmittelbar an das eigens entwickelte Kanban-Management-System (KMS) der Würth Industrie Service. 

Die Belieferung erfolgt zentral aus dem europäischen Logistikzentrum in Bad Mergentheim an Kannegiesser. Darüber hinaus kommen weitere RFID-basierte Systemlösungen zum Einsatz. So etwa die intelligente Palettenbox iBox, die eine sofortige Datenübermittlung per RFID ermöglicht, sobald ein Leerbehälter hineingestellt wird. Den Rest erledigt das System vollkommen eigenständig. 

Transparent und sicher wird der Bedarf an Würth Industrie Service übermittelt und die Nachlieferung der benötigten Artikel angestoßen. Zusätzlich findet das iPUSH zur simplen Bedarfsübermittlung per Knopfdruck Verwendung. Durch das Drücken eines im RFID-Modul integrierten Tasters wird automatisch eine Bestellung ausgelöst. Rund 80 dieser Module sind bei Kannegiesser im Einsatz und sorgen für durchgängig smarte und schlanke Prozesse. Nicht zu vergessen das digitale Regaletikett iDisplay, das bei Kannegiesser völlig autark am Lagerplatz funktioniert und direkt mit dem Warenwirtschaftssystem des C-Teile-Experten verbunden ist. Es liefert in Echtzeit wichtige Daten – von Artikelnummer, Artikeltext und Füllmenge über Lagerort und Behältertyp bis hin zu Bestand, Verfügbarkeit, Befüllstatus und anstehenden Befüllterminen.

„Durch den Einsatz von RFID-Kanban profitieren wir von einer sicheren Versorgung, indem alle benötigten Teile zur richtigen Zeit, am richtigen Ort, in der richtigen Menge zur Verfügung stehen. Die RFID-Lösungen der Würth Industrie Service haben sich als echte Gamechanger erwiesen und sind für eine cleane und effiziente Produktion nicht mehr wegzudenken.“, bekräftigt Stichnoth.

In Vlotho erfolgt die Versorgung direkter Produktionsmaterialien unter anderem über ein 15 Meter hohes Shuttle-System, das von einem Systembetreuer der Würth Industrie Service mit ausgewählten Artikeln bestückt wird – eine besondere, aber ebenso verlässliche Form der Versorgung, die über die Expertinnen und Experten der Würth Industrie Service sichergestellt wird.

Booster für die Materialversorgung

Mit den intelligenten Orsymat Ausgabesystemen kümmert sich die Würth Industrie Service von der Belieferung über die Lagerung und Bevorratung bis hin zur vollautomatischen Nachbestückung von Hilfs- und Betriebsstoffen. Indirekte Materialien können bedarfsorientiert zur Verfügung gestellt werden – und das rund um die Uhr, vollkommen transparent, direkt am Verbrauchsort. Zur Einzelentnahme von Arbeitsschutzartikeln nutzt der Spezialist für Wäschereitechnik das jüngste Automatensystem Orsymat WGT (WGT steht für Weight).

Der Ausgabeautomat erkennt Artikelentnahmen per integrierter Wiegezellen, bei welchen das Gewicht des eingelagerten Artikels hinterlegt ist. So können Artikel einzeln oder in beliebiger Stückzahl entnommen werden – unabhängig von der Verpackungseinheit. Nach der Entnahme wird der Automat geschlossen und zählt vollautomatisch den kompletten Bestand im Inneren. 

Auch die Bedarfsmeldung an Würth Industrie Service erfolgt ohne manuellen Aufwand. In allen zehn Modellen werden überwiegend Hilfs- und Betriebsstoffe wie Handschuhe, Brillen, Gehörschutzkapseln oder auch Werkzeuge bereitgestellt. Das Orsymat System kümmert sich durch die volle Bestandsübersicht um eine digitale und vollautomatische Nachbestellung der entnommenen Artikel und ermöglicht darüber hinaus die Übersicht über Verbräuche und Kosten. 

Zudem ist die Lagerung gesichert und Schwund kann durch die zugriffsgesicherte Berechtigung auf ein Minimum reduziert werden. „Unsere Beschäftigten können ihre Schutzausrüstung sowie sonstige Verbrauchsmaterialien direkt vor Ort mithilfe ihrer RFID-Mitarbeiterkarte entnehmen – unabhängig von einer zentralen Materialausgabestelle. Dank der 24-Stunden-Verfügbarkeit haben sie jederzeit Zugang zu allen benötigten Hilfs- und Betriebsstoffen“, so Stichnoth. 

Mit Blick auf eine nachhaltige Wirtschaftsweise setzt Kannegiesser an drei Standorten – in Vlotho, Sarstedt und Hoya – auf das ressourcenschonende System Refillomat 2.0. Die patentierte Nachfüll-Lösung sorgt für eine dauerhafte Verfügbarkeit von Betriebsstoffen – automatisiert versteht sich. Der Automat füllt Würth-Betriebsstoffe aus dem Großgebinde in handliche Befülldosen ab und trägt dank der Mehrfachverwendung zur Ressourcenschonung bei.

25 Jahre Kanban am Standort Sarstedt

Bereits 2025 feierten Kannegiesser und Würth Industrie Service in Bad Mergentheim 25 Jahre Kanban. Im Rahmen des Besuchs konnte auf die vergangene Zusammenarbeit zurückgeblickt sowie über in Aussicht stehende Zukunftsprojekte gesprochen werden. Jörg Ruppelt, Senior Account Manager bei Würth Industrie Service, der Kannegiesser bereits seit dreizehn Jahren betreut, erinnert sich zurück: „Vor über 25 Jahren wurden die ersten Kanban-Behälter nach Sarstedt geliefert – und das von unserem damaligen Standort als Division Industrie unserer Muttergesellschaft in Gaisbach. 

Seither waren rund 106.000 Behälter bei etwa 1.000 erfolgten Wiederbefüllungen im Umlauf.“ Als einer der langjährigsten Kunden gilt Kannegiesser als vertrauensvoller Partner auf Augenhöhe. „Für uns ist es daher eine Selbstverständlichkeit, die Treue unserer Kunden gebührend zu würdigen“, so Ruppelt.

Quelle: Würth Industry Services

FAQ: C-Teile-Versorgung bei Kannegiesser

Was bedeutet C-Teile-Versorgung bei Kannegiesser?

Die C-Teile-Versorgung umfasst Verbindungselemente, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie weitere Artikel, die für Produktion, Montage und Wartung benötigt werden.

Wie unterstützt RFID-Kanban die C-Teile-Versorgung?

RFID-Kanban übermittelt Bedarfe automatisch, stößt Nachlieferungen an und reduziert manuellen Aufwand in Beschaffung und Lagerverwaltung.

Welche Rolle spielt Würth Industrie Service bei der C-Teile-Versorgung? 

Würth Industrie Service liefert Systeme für Kanban, RFID-basierte Nachbestellung, Ausgabeautomaten und Nachfülllösungen.

An welchen Standorten läuft die C-Teile-Versorgung für Kannegiesser?

Versorgt werden sieben Standorte: Vlotho, Sarstedt, Kalletal, Hoya, Aue-Bad Schlema, Augsburg und Banbury im Vereinigten Königreich.

Warum ist C-Teile-Versorgung für die Produktion wichtig? 

Fehlende Kleinteile können Montage, Wartung und Produktionsabläufe beeinträchtigen; automatisierte Versorgung sichert Verfügbarkeit und Transparenz.