Alles aus einer Hand: Der Schlüssel effizienter Teilebeschaffung
Beschaffer müssen oft für CNC, Blech, 3D-Druck und Oberflächen verschiedene Quellen suchen. Statt viel Zeit für die Lieferantensuche aufzuwenden, bieten Online-Fertiger die effiziente Lösung: Über Online-Tools können einfach und bequem CNC-Teile online bestellt werden – ganz ohne komplizierte Prozesse.
Kathrin IrmerKathrinIrmer
Facturee vereinfacht die Beschaffung
von Zeichnungsteilen.Facturee
Wer im technischen Einkauf arbeitet, kennt das Szenario: Ein komplexes Bauteil steht im Obligo. Es muss gegossen werden, braucht danach eine präzise CNC-Nachbearbeitung, soll gehärtet werden und am Ende eine spezifische Eloxalschicht erhalten. Im klassischen Einkauf bedeutet das oft: mehrere spezialisierte Lieferanten koordinieren, Logistikwege zwischen den Betrieben überwachen und sicherstellen, dass bei der Übergabe von einem zum nächsten Gewerk alle Anforderungen vollständig und korrekt umgesetzt werden.
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Dieses fragmentierte Sourcing-Modell bindet nicht nur enorme administrative Kapazitäten, sondern erhöht auch den Abstimmungsaufwand entlang der gesamten Prozesskette. Kommt es zu Abweichungen in Qualität oder Termin, liegt die Ursache häufig an Schnittstellen zwischen den Gewerken. Für den Einkauf bedeutet das zusätzliche Koordination – Zeit, die für strategische Aufgaben fehlt. Genau hier setzt Facturee - Der Online-Fertiger mit einem integrierten Beschaffungsansatz an, der alle Fertigungs- und Veredelungsschritte zentral bündelt.
Weniger Schnittstellen, weniger Reibung
Ein wesentlicher Effizienztreiber in der Beschaffung ist die Reduktion unnötiger Zwischenstopps. In vielen klassischen, arbeitsteiligen Modellen werden Bauteile nach einzelnen Fertigungsschritten ins eigene Haus zurückgeführt, erneut verbucht, verpackt und weitergeleitet. Das verlängert Durchlaufzeiten und erhöht interne Prozesskosten.
Das Modell von Facturee vermeidet diese Unterbrechungen. Da das Netzwerk über 2.000 ausschließlich geprüfte Fertigungspartner weltweit umfasst, werden Prozessketten gezielt und durchgängig organisiert. Das Bauteil durchläuft Bearbeitung und Veredelung ohne unnötige Umlagerungen. Der Einkauf erhält ein fertiges Endprodukt – auf Wunsch direkt montagebereit geliefert.
Checkliste: Ihr Weg zur nahtlosen Beschaffung aus einer Hand
Die folgende Checkliste zeigt, welche Informationen eine effiziente und reibungslose Beschaffung unterstützen. Sie dient als Orientierung für die Anfrage. Fehlende Angaben können im Projektverlauf geklärt werden.
1. Technische Grundlagen
CAD-Daten: Liegen CAD-Modelle vor, idealerweise in gängigen Formaten wie STEP oder IGES? Falls nicht, kann Unterstützung bei der Datenaufbereitung erfolgen.
Detailtiefe: Zeichnungen helfen, Toleranzen, Passungen, Oberflächen und Gewinde eindeutig zu definieren.
Materialauswahl: Eine Materialvorgabe ist hilfreich; Alternativen können gemeinsam geprüft werden, um Kosten, Verfügbarkeit oder Funktion zu optimieren.
2. Fertigung und Veredelung
Fertigungsverfahren: Die vorgesehenen Verfahren (z. B. CNC-Bearbeitung, Blechbearbeitung, additive Fertigung) sind benannt oder werden gemeinsam festgelegt.
Oberflächen: Anforderungen an Oberflächenbehandlungen (z. B. Eloxieren, Härten, Lackieren), Normen und Schichtstärken sind beschrieben.
Montageumfang: Es ist definiert, ob Einzelteile oder montierte Baugruppen geliefert werden sollen.
3. Logistik und Termine
Liefertermin: Der gewünschte Liefertermin ist angegeben, wobei zwischen Standard-Lieferzeit und zeitkritischen Express-Optionen unterschieden wird. Machbarkeit und Optionen werden geprüft.
Verpackung & Versand: Besondere Anforderungen an Verpackung oder Versand sind benannt, sofern relevant.
Fertigungsvielfalt mit Qualität
Viele Einkäufer stehen Plattformlösungen zunächst kritisch gegenüber, vor allem bei komplexen Bauteilgeometrien oder anspruchsvollen Fertigungsverfahren. Dabei steht oft die Frage im Raum, ob in solchen Fällen ausreichend technisches Know-how und eine enge fachliche Begleitung sichergestellt sind. Doch genau hier liegt die Stärke eines breit aufgestellten Netzwerks.
Die Bündelung über Facturee minimiert operative Komplexität: Als Single Point of Contact vereinfacht das Modell die Kommunikation über alle Gewerke hinweg und schließt Informationsverluste aus. Der Online-Fertiger tritt dabei als alleiniger Vertragspartner auf und übernimmt die Gesamtverantwortung für Qualität und Lieferung.
Ein entscheidender Vorteil ist die gleichbleibende Qualität. Durch den Zugriff auf ein breites technologisches Spektrum wird jedes Bauteil mit dem jeweils geeigneten Fertigungsverfahren umgesetzt – unabhängig von den Kapazitäten einzelner Betriebe. Das schafft Qualitätssicherheit und ermöglicht Skalierung: vom additiv gefertigten Prototyp bis zur CNC-Serie, ohne den Beschaffungsprozess neu aufzusetzen.
Breite Materialkompetenz
Ein "One-Stop-Shop" funktioniert nur, wenn auch die Materialkompetenz entsprechend breit aufgestellt ist. Oft scheitern Einkaufsprojekte daran, dass ein Stammlieferant zwar Aluminium und Baustahl beherrscht, bei speziellen Titanlegierungen, Hochleistungskunststoffen wie PEEK oder hitzebeständigen Superlegierungen jedoch passen muss.
Hier spielt das Netzwerkmodell seine volle Stärke aus. Facturee deckt ein außergewöhnlich breites Materialspektrum ab: Das Spektrum bei den Metallen reicht von gängigen Bau- und Edelstählen sowie Aluminiumlegierungen über Buntmetalle wie Kupfer, Messing und Bronze bis hin zu hochfesten, schwer zerspanbaren Werkstoffen wie Inconel oder Hastelloy. Auch im Bereich der Kunststoffe bietet das Netzwerk volle Flexibilität. Das Portfolio umfasst Standardwerkstoffe wie PA6 oder POM ebenso wie hochspezialisierte technische Kunststoffe, die den strengen Anforderungen der Medizintechnik oder Luftfahrt entsprechen. Ergänzt wird dieses Angebot durch diverse Spezialwerkstoffe für Gussverfahren oder die additive Fertigung.
Für den Einkäufer bedeutet das: keine separate Qualifizierung neuer Lieferanten je Materialklasse. Die Materialprüfung, Dokumentation und Zertifizierung - etwa Werkszeugnisse nach EN 10204-3.1 – erfolgen zentral über Facturee. Das vereinfacht Stammdatenpflege, Auditierung und Rückverfolgbarkeit deutlich.
Garantierter Datenschutz
Alle Projekte sind geschützt. Facturee arbeitet mit NDAs mit sämtlichen Fertigungspartnern und anonymisiert Zeichnungen konsequent, sodass Fertiger nicht erfahren, für welchen Kunden sie produzieren. Für Kunden stellt Facturee auf Wunsch kurzfristig eine NDA zur Verfügung oder setzt individuelle Vereinbarungen um. Der Ansatz adressiert gezielt Schwachstellen klassischer Beschaffungsprozesse – insbesondere beim Schutz geistigen Eigentums und bei der Datensicherheit. Wie Christopher Walzel, CPO und Co-Founder von Facturee, erklärt: „Der beste Datenschutz ist, sensible Daten gar nicht erst nach außen zu geben.“ Dieser Grundsatz prägt die Arbeitsweise von Facturee.
5 Fragen an... Gisela Quintenz, Betriebsleiterin bei Rud Ketten
Frau Quintenz, warum haben Sie sich für die Nutzung eines Online-Fertigers entschieden?
Sobald ein neues Kundenprojekt ansteht oder es Anpassungen in laufenden Prozessen braucht, müssen wir sehr schnell und zielgenau reagieren können. Dafür benötigen wir flexible Partner, die uns mit passenden Bauteilen versorgen – zuverlässig, präzise und ohne langwierige Abstimmungen.
Was beschaffen Sie darüber und wie sind die Erfahhrungen dabei?
Heute erhalten wir von Facturee eine Vielzahl an mechanischen Komponenten – hauptsächlich CNC-Dreh- und Frästeile, oft in kleiner Stückzahl oder sogar als Einzelstücke. Die Bauteile kommen passgenau bei uns an, inklusive gewünschter Nachbearbeitungen. Wir erhalten schnell Angebote, die Kommunikation ist unkompliziert, und wir haben immer einen festen Ansprechpartner.
Welche Vorteile bietet es Ihnen?
Wir können heute sehr viel schneller auf neue Bedarfe reagieren. Das wirkt sich direkt positiv auf unsere Produktionssicherheit aus. Die hohe Liefertreue gibt uns zusätzliche Planungssicherheit – und das entlastet auch unsere internen Teams. In einer Zeit unsicherer Lieferketten hilft uns das Modell von Facturee auch dabei, resilienter zu werden – schneller lieferfähig, flexibler planbar, unabhängiger von einzelnen Zulieferern. Digitales Procurement ist zum strategischen Werkzeug geworden.
Fazit für die Praxis
Der technische Einkauf entwickelt sich zunehmend vom operativen Abwickler zum Gestalter effizienter Prozesse. Modelle, bei denen jeder Fertigungsschritt separat vergeben wird, stoßen dabei schnell an ihre Grenzen. Ein integrierter Beschaffungsansatz ermöglicht es, Lieferantenstrukturen gezielt zu konsolidieren, Prozesse zu vereinfachen und interne Ressourcen freizusetzen. Am Ende zählt für den Einkauf, dass das richtige Bauteil in der passenden Qualität zum vereinbarten Zeitpunkt verfügbar ist, ohne zusätzlichen Koordinationsaufwand entlang der Logistik- und Reklamationsprozesse.
Das Unternehmen: Facturee
Facturee bietet eine zukunftsorientierte All-in-One-Lösung für die schnelle, zuverlässige und zeitgemäße Beschaffung von Zeichnungsteilen jedweder Art aus einer Hand. Über ein geprüftes Netzwerk von mehr als 2.000 qualifizierten Fertigungspartnern deckt Facturee nahezu alle relevanten Verfahren ab – darunter CNC-Bearbeitung, Blechbearbeitung, 3D-Druck, Guss- und Schmiedeverfahren sowie Oberflächentechnik. Mehr als 15.000 Maschinen stehen projektbezogen zur Verfügung. Durch die nahezu uneingeschränkten Kapazitäten ist Facturee stets lieferfähig und unterstützt Unternehmen dabei, sich resilient aufzustellen. Es können Projekte im Bereich Prototyping genauso durchgeführt werden wie Klein- und Großserienfertigungen. Der Kundenstamm ist in den unterschiedlichsten Bereichen wie Maschinenbau, Medizintechnik, Modellbau, Robotik, Automotive sowie Luft- und Raumfahrt angesiedelt. Führende Industrieunternehmen wie Siemens und Parker Hannifin, KMU, Forschungseinrichtungen und Universitäten zählen zu den Kunden.