Ein KI-Agent für technischen Einkauf soll bei PartSpace Beschaffungsprozesse automatisieren. PartsAgent nutzt dafür technische Datenintelligenz aus CAD, PLM, ERP sowie Lieferanten- und Preisdaten.
Summary: PartSpace stellt mit PartsAgent eine Softwarelösung für technischen Einkauf und Cost Engineering vor. Der KI-Agent führt CAD-, PLM-, ERP-, Lieferanten- und Preisdaten zusammen und soll Prozesse von der Bedarfsanalyse bis zur Bestellauslösung unterstützen. Ziel ist es, operative Beschaffungsschritte zu automatisieren und technische Daten für Einkaufsentscheidungen nutzbar zu machen.
Wie PartSpace technische Daten für den Einkauf nutzbar macht
PartSpace bringt mit PartsAgent einen KI-Agenten für technischen Einkauf und Cost Engineering auf den Markt. Wie das Unternehmen mitteilt, basiert die Softwarelösung auf einer technischen Datenintelligenz, die CAD-, PLM-, ERP-, Lieferanten- und Preisdaten zusammenführt.
Diese Daten sollen nicht nur analysiert, sondern für operative Entscheidungen im Beschaffungsprozess nutzbar gemacht werden. Der KI-Agent kann auf dieser Grundlage zentrale Abläufe planen, ausführen und kontinuierlich optimieren. Dazu zählen die Bedarfsanalyse, RFQs, Angebotsvergleiche und die Bestellauslösung.
Mit dem Launch verbindet PartSpace technische Datenintelligenz mit autonomer Beschaffung. Während viele KI-Anwendungen im Einkauf auf Text, Dashboards oder einzelne Analyseschritte begrenzt bleiben, setzt das Unternehmen auf eine durchgängige Datenanalyse- und Execution-Layer für industrielle Beschaffungsprozesse.
„Industrieunternehmen verfügen über enorme Mengen an technischen und kaufmännischen Daten, aber in der Praxis sind diese Informationen meist unverbunden und operativ kaum nutzbar“, sagt Sebastian Freund, COO von PartSpace. „Genau hier setzt PartSpace an: Wir machen Konstruktionsdaten entscheidungsfähig und schaffen damit die Grundlage für einen KI-Agenten, der den technischen Einkauf in zentralen Schritten eigenständig ausführen kann.“
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Von Datensilos zu ausführbaren Prozessen
Der PartsAgent nutzt eine zweistufige Architektur. Auf der Datenintelligenzschicht werden CAD-, PLM-, ERP- und Lieferantendaten auf Merkmalsebene zusammengeführt. Daraus entsteht eine strukturierte Datengrundlage für den technischen Einkauf.
Darauf aufbauend übernimmt der KI-Agent operative Aufgaben in Einkauf und Cost Engineering. Dazu gehören die Workflow-Planung, die Bündelung von RFQs, der Angebotsvergleich und die Bestellauslösung.
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Für einheitliche und durchgängige Prozesse wird der PartsAgent mithilfe des Open-Source-Standards Model Context Protocol, kurz MCP, vollständig in die bestehende Systemlandschaft des Kunden integriert. Dadurch kann der KI-Agent interne und externe Datenquellen anbinden. Über MCP-Tools kann das System zudem aktiv relevante Aktionen ausführen.
Wie der KI-Agent RFQs und Preisanalysen unterstützt
Die Lösung erkennt Preisauffälligkeiten auf Teile- und Lieferantenebene. Damit unterstützt sie strategische Entscheidungen, etwa bei der Bündelung ähnlicher Teile.
Ein typisches Anwendungsszenario ist die automatische Identifikation offener Bedarfe für Edelstahldrehteile mit vergleichbarer Geometrie und Materialklasse. Diese Teile werden technisch gebündelt und als RFQ an geeignete Lieferanten versendet. Rückmeldungen werden strukturiert erfasst, Angebote vergleichbar gemacht und Einsparpotenziale sichtbar.
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In einem Beispiel bündelt das System 12 Teile mit einer offenen Gesamtmenge von 67.900 Stück. Dabei identifiziert es ein Einsparpotenzial von 52.000 bis 86.000 EUR.
Auch bei der Preisintelligenz verknüpft PartSpace technische und wirtschaftliche Logik. Der Agent kann auffällige Preisentwicklungen analysieren und mit technischen Änderungen abgleichen. In einem Beispielprompt untersucht das System Teile mit Preissteigerungen von mehr als 25 % über drei Jahre. Es identifiziert zehn betroffene Positionen und bewertet sechs davon als technisch nicht plausibilisiert. Das Optimierungspotenzial liegt bei 180.000 bis 320.000 EUR.
Warum PartSpace sich von Dashboards abgrenzt
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PartSpace positioniert PartsAgent bewusst nicht als Chatbot, GPT-Wrapper oder reines Reporting-Dashboard. Im Mittelpunkt steht eine technische Datenintelligenzplattform, auf der ein autonomer Agent arbeiten kann.
Die Lösung richtet sich vor allem an Einkaufsleiter, CPOs, technische Einkäufer und Commodity Manager. Auch Verantwortliche für digitale Transformation sowie ERP- und PLM-Landschaften gehören zur Zielgruppe.
Bei PartSpace-Kunden wurden nach Unternehmensangaben bereits 40 % des operativen Einkaufsvolumens für Zeichnungsteile komplett automatisiert. Ziel ist es, einen Großteil der Vorgänge zu automatisieren. Professionelle Einkäufer sollen sich dadurch stärker auf ihre Kernaufgaben konzentrieren können.
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„Viele Anbieter liefern Analysen, Dashboards oder Assistenten. Der nächste Schritt im technischen Einkauf ist aber ein System, das auf Basis realer Engineering-Daten handeln kann“, sagt Freund. „Nicht die nächste Oberfläche entscheidet über den Nutzen von KI im Einkauf, sondern die Qualität der Datenbasis darunter.“
Technische Daten als Basis autonomer Beschaffung
Für die weitere Automatisierung im technischen Einkauf gilt eine durchgängige technische Datengrundlage als zentrale Voraussetzung. Sie reicht von der Konstruktionsdatei über die Angebotsphase bis zur Bestellung.
PartSpace führt dafür technische Beschaffung und Cost Engineering auf einer gemeinsamen Datenbasis zusammen. Damit soll der KI-Agent nicht nur Transparenz schaffen, sondern operative Einkaufsprozesse auf Basis realer Engineering-Daten ausführen können.
Was ist der KI-Agent für technischen Einkauf von PartSpace?
Der PartsAgent ist eine Softwarelösung für technischen Einkauf und Cost Engineering, die CAD-, PLM-, ERP-, Lieferanten- und Preisdaten zusammenführt.
Wie unterstützt der KI-Agent für technischen Einkauf RFQs?
Der Agent kann ähnliche Teile technisch bündeln, RFQs an geeignete Lieferanten versenden und Angebote vergleichbar machen.
Welche Daten nutzt der KI-Agent für technischen Einkauf?
Genutzt werden CAD-, PLM-, ERP-, Lieferanten- und Preisdaten, die auf Merkmalsebene strukturiert zusammengeführt werden.
Welches Ziel verfolgt PartSpace mit dem KI-Agent für technischen Einkauf?
Ziel ist die Automatisierung zentraler Beschaffungsschritte von der Bedarfsanalyse bis zur Bestellauslösung.
Was unterscheidet den KI-Agent für technischen Einkauf von Dashboards?
PartSpace setzt nicht auf reine Analyseoberflächen, sondern auf eine Datenintelligenzplattform, auf der ein autonomer Agent operative Aktionen ausführen kann.