Ranking 2025

Erdöl: Die größten Förder- und Exportländer

Erdöl plattform in Venezuela
Welche Länder fördern und exportieren das meiste Erdöl?

Erdöl, das schwarze Gold, schmiert immer noch die Weltwirtschaft. Welche Länder können Lieferengpässe ausgleichen? Diese Länder fördern und exportieren das meiste Erdöl.

Große Erdölreserven sind für viele Länder ein Garant für hohe Einnahmen durch den Export. Das war jedoch nicht immer so, denn der Ölpreis war nicht immer so lukrativ wie heute. Das liegt vor allem an alternativen Fördermöglichkeiten wie Fracking oder die Gewinnung von Ölsanden in Nordamerika. Allen voran die USA und China mischen zwar im Ranking der erdölfördernden Länder ganz vorn mit, exportieren diesen Rohstoff jedoch fast nicht. Denn wer viel Erdöl fördert, exportiert nicht automatisch viel, wie das Ranking der größten Ölexporteure zeigt.

Diese Länder fördern das meiste Erdöl

Der Erdölhunger der Welt ist seit 1970 drastisch gestiegen. Bis auf wenige Aussetzer stieg die weltweite Förderung des "schwarzen Goldes" in den vergangenen 50 Jahren stetig an. Mit steigender Industrialisierung benötigen auch Schwellenländer immer mehr des fossilen Rohstoffs - entweder zur Energiegewinnung oder als Rohstoff für Produkte.

Diagramm mit der weltweiten Erdölproduktion seit 1970.
Weltweite Erdölproduktion seit 1970.

OPEC - Organisation erdölexportierender Länder

Die OPEC ist ein weltweites Erdölkartell. Ihr gehören aktuell zwölf Staaten an: Algerien, Äquatorialguinea, Gabun, Iran, Irak, die Republik Kongo, Kuwait, Libyen, Nigeria, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Venezuela. nsgesamt fördern die OPEC-Mitgliedstaaten ungefähr 40 Prozent der weltweiten Erdölproduktion und verfügen über drei Viertel der weltweiten Erdölreserven.

Besonders die USA hat sich als eines größten Förderländer von Erdöl hervorgetan. Ölsande und Fracking haben neue Reserven erschlossen und zu Fördergebieten gemacht. Und natürlich - mit den üblichen Verdächtigen - ist die OPEC der wichtigste Zusammenschluss der größten Förderländer. Mit OPEC+ sitzt mittlerweile auch Russland am Tisch. In der Liste der größten Erdölproduzierenden Länder sind nur die USA, Kanada, China und Brasilien nicht in der OPEC. Allerdings hatte Brasilien sein Interesse, OPEC-Mitglied zu werden im Jahr 2019 klar gemacht.

Wer liefert das meiste Erdöl in die USA?

Viele US-Amerikaner glauben, dass Saudi-Arabien das meiste Erdöl in die USA liefert. Doch dieser "Glaube" hält der Realität nicht Stand. Eine Studie des kanadischen Meinungsforschungsinstituts zeigt eine sehr deutliche Diskrepanz zwischen der Wahrnehmung der Bevölkerung und der tatsächlichen Herkunft des US-Öls.

Was die Amerikaner glauben, woher ihr Erdöl stammt
Die US-Amerikaner glauben mehrheitlich, dass sie ihr Erdöl vor allem aus Saudi-Arabien importieren.
Aus diesen Ländern importiert die USA ihr Erdöl
Aus diesen Ländern importiert die USA ihr Erdöl.

Doch die Realität sieht anders aus. Obwohl die USA so viel Erdöl selbst produzieren (868 Millionen Tonnen in 2023), dass sie ihren eigenen Bedarf (823 Millionen Tonnen in 2022) decken könnten, importieren die Vereinigten Staaten nicht eine nicht unwesentliche Menge des schwarzen Goldes (413,5 Millionen Tonnen in 2022). Und woher stammt das importierte Erdöl nun wirklich?

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Die größten erdölproduzierenden Länder 2025

  1. USA
  2. Saudi-Arabien
  3. Russland
  4. Kanada
  5. Iran
  6. Irak
  7. China
  8. Brasilien
  9. VAE
  10. Kuwait

Mehr Informationen erhalten Sie in unserer Bildergalerie.

Quelle: BGR - Energiedaten 2024

FAQ - weltweite Erdölproduzenten

Welche Länder produzieren weltweit am meisten Erdöl?

Die größten Erdölproduzenten der Welt sind die USA, Saudi-Arabien und Russland. Gemeinsam fördern diese drei Länder mehr als 40 Prozent der globalen Erdölmenge. Die USA haben seit dem Fracking-Boom ab den 2010er Jahren Saudi-Arabien als größten Einzelproduzenten überholt und fördern heute rund 13 Millionen Barrel pro Tag.

Was ist die OPEC und welche Rolle spielt sie im weltweiten Erdölhandel?

Die OPEC (Organization of the Petroleum Exporting Countries) ist ein Zusammenschluss von derzeit 12 Erdöl exportierenden Ländern, darunter Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und der Irak. Ziel der Organisation ist es, durch koordinierte Fördermengenentscheidungen den Weltölpreis zu stabilisieren und zu beeinflussen. Gemeinsam mit weiteren Partnerländern – bekannt als OPEC+ – kontrolliert die Gruppe einen erheblichen Teil der weltweiten Förderkapazitäten.

Wie wird der Preis für Rohöl bestimmt?

Der Rohölpreis wird vor allem durch Angebot und Nachfrage auf den internationalen Rohstoffmärkten bestimmt. Wichtige Referenzpreise sind der US-amerikanische West Texas Intermediate (WTI) und der europäische Brent Crude. Neben dem physischen Handel spielen auch Terminkontrakte an Börsen wie der New York Mercantile Exchange (NYMEX) eine wichtige Rolle, ebenso geopolitische Ereignisse, Lagerbestände und Währungsschwankungen.

Welche Regionen der Welt verfügen über die größten Erdölreserven?

Die größten nachgewiesenen Erdölreserven der Welt befinden sich im Nahen Osten, insbesondere in Saudi-Arabien, dem Irak, Kuwait und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Venezuela besitzt nominell die größten Reserven weltweit, hat jedoch aufgrund wirtschaftlicher und politischer Probleme Schwierigkeiten bei der Förderung. Auch Russland, Kanada (Ölsande) und Libyen zählen zu den ressourcenreichen Ländern.

Wie funktioniert der physische Handel mit Rohöl?

Rohöl wird überwiegend per Öltanker über die Weltmeere transportiert. Wichtige Schifffahrtsrouten führen durch strategisch bedeutsame Engpässe wie die Straße von Hormus, den Suezkanal und den Bosporus. Der Handel erfolgt auf Basis langfristiger Lieferverträge zwischen Produzenten und Abnehmern sowie über den Spotmarkt, auf dem sofortige Lieferungen zu tagesaktuellen Preisen gehandelt werden.

Wie hat die Energiewende den weltweiten Erdölmarkt beeinflusst?

Der zunehmende Ausbau erneuerbarer Energien und die wachsende Verbreitung von Elektrofahrzeugen üben mittelfristigen Druck auf die Erdölnachfrage aus, besonders im Verkehrssektor. Dennoch bleibt Erdöl weiterhin ein zentraler Energieträger, da es in der Petrochemie, der Luftfahrt und bestimmten Industrieprozessen kaum kurzfristig zu ersetzen ist. Viele Analysten gehen davon aus, dass die globale Nachfrage frühestens in den 2030er Jahren ihren Höhepunkt erreichen wird.

Was sind die wichtigsten geopolitischen Risiken für den Erdölmarkt?

Konflikte und politische Instabilität in wichtigen Förderregionen – etwa im Nahen Osten, in Russland oder in Venezuela – können das Angebot auf dem Weltmarkt empfindlich stören und zu starken Preisausschlägen führen. Sanktionen gegen Erdölexporteure, wie im Fall Russlands nach dem Angriff auf die Ukraine 2022, verändern globale Handelsströme erheblich. Auch Spannungen in wichtigen Schifffahrtsrouten oder Angriffe auf Öl-Infrastruktur, wie auf saudi-arabische Anlagen 2019, zählen zu den zentralen Risikofaktoren.

Der zunehmende Ausbau erneuerbarer Energien und die wachsende Verbreitung von Elektrofahrzeugen üben mittelfristigen Druck auf die Erdölnachfrage aus, besonders im Verkehrssektor. Dennoch bleibt Erdöl weiterhin ein zentraler Energieträger, da es in der Petrochemie, der Luftfahrt und bestimmten Industrieprozessen kaum kurzfristig zu ersetzen ist. Viele Analysten gehen davon aus, dass die globale Nachfrage frühestens in den 2030er Jahren ihren Höhepunkt erreichen wird.

Was sind die wichtigsten geopolitischen Risiken für den Erdölmarkt?

Konflikte und politische Instabilität in wichtigen Förderregionen – etwa im Nahen Osten, in Russland oder in Venezuela – können das Angebot auf dem Weltmarkt empfindlich stören und zu starken Preisausschlägen führen. Sanktionen gegen Erdölexporteure, wie im Fall Russlands nach dem Angriff auf die Ukraine 2022, verändern globale Handelsströme erheblich. Auch Spannungen in wichtigen Schifffahrtsrouten oder Angriffe auf Öl-Infrastruktur, wie auf saudi-arabische Anlagen 2019, zählen zu den zentralen Risikofaktoren.