3D-druckende Maschine

3D-Druck könnte Unternehmen bei Lieferengpässen aus der Patsche helfen. (Bild: xiaoliangge - stock.adobe.com)

Ob als Folge der Corona-Pandemie oder der Havarie im Suez-Kanal: Derzeit werden in globalem Maßstab Lieferketten unterbrochen und die Folgen sind auch in Deutschland zu spüren.

Ein wirksames Mittel gegen solche Unterbrechungen kann der 3D-Druck sein. Das meint mehr als jedes dritte Industrieunternehmen in Deutschland mit 100 oder mehr Mitarbeitern (38 Prozent). 43 Prozent sehen als wichtigsten Vorteil von 3D-Druck ganz allgemein eine größere Flexibilität in der Produktion.

Das sind Ergebnisse einer Studie zur Digitalisierung der deutschen Industrie im Auftrag des Digitalverbands Bitkom, für die 551 Industrieunternehmen ab 100 Beschäftigten im Februar und März 2021 befragt wurden.

Rund jedes dritte Unternehmen (31 Prozent) sieht als größten Vorteil des 3D-Drucks die Herstellung individualisierter Produkte, jedes Fünfte (21 Prozent) eine Kostenersparnis und fast ebenso viele (19 Prozent) eine verringerte Vorratslagerung.

Als weitere Vorteile gelten eine größere Freiheit beim Design und eine geringere Umweltbelastung (je 9 Prozent), weniger Montageschritte (7 Prozent) sowie verbesserte Produkteigenschaften (3 Prozent). Nur 5 Prozent aller größeren Industrieunternehmen sehen im 3D-Druck für ihr Unternehmen überhaupt keine Vorteile.

„Die deutsche Industrie hat das enorme Potenzial von 3D-Druck erkannt. Die additive Fertigung sorgt für deutlich mehr Flexibilität und Unabhängigkeit, was sich gerade auch in Krisenzeiten als Vorteil erweisen kann“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder.

Vor allem Muster und Ersatzteile werden gedruckt

Aktuell nutzen 44 Prozent der Industrieunternehmen mit 100 oder mehr Beschäftigten 3D-Druck, weitere 20 Prozent planen den Einsatz. Ebenso viele diskutieren noch darüber, haben aber noch keine Entscheidung getroffen. Und nur für 14 Prozent ist 3D-Druck derzeit überhaupt kein Thema.

Die Industriebetriebe, die bereits 3D-Druck einsetzen, stellen damit vor allem Muster oder Gießformen (57 Prozent), Ersatzteile (48 Prozent) oder visuelle Modelle (33 Prozent) her. Jeweils rund jedes Fünfte produziert auf diese Weise Montagevorrichtungen (22 Prozent) oder Sonderanfertigungen (18 Prozent).

14 Prozent erstellen mit 3D-Druck funktionale Test-Modelle, nur 2 Prozent stellten damit Produktserien her, die individualisierte Massenfertigung spielt derzeit noch keine Rolle.

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