Markus Duesmann

Markus Duesmann wechselt von BMW zum Volkswagenkonzern. (Bild: VW)

| von Dörte Neitzel

Lange wurde spekuliert, jetzt ist es offiziell: Markus Duesmann wird neuer Audi-Chef. Der 50-Jährige kommt vom Konkurrenten BMW und wird im April kommenden Jahres Bram Shot an der Spitze des Ingolstädter Autobauers ab. Shot war erst im Januar 2019 in den Audi-Vorstand berufen worden, hatte das Unternehmen aber nur kommissarisch geführt.

VW-Chef Diess hatte seien ehemaligen Kollegen Duesmann bereits im Juli 2018, kurz nach der Verhaftung des ehemaligen Audi-Chefs Rupert Stadler aus München abgeworben, BMW gibt seinen Manager aber erst im kommenden Jahr frei.

Der Maschinenbau-Ingenieur begann seine Karriere bei Mercedes Benz in Stuttgart, arbeitete sich hoch zum Hauptabteilungsleiter neue Dieselmotoren und wechselte 2007 zu BMW als Leiter Formel 1 Antrieb. Es folgten weitere Leitungsstellen bis er Ende 2016 zum Vorstandsmitglied für Einkauf und Lieferantennetzwerk benannt wurde. Dort sorgte er für Schlagzeilen, als er einen Milliardenvertrag mit dem größten chinesischen Batteriezellenbauer CATL schloss, der jetzt ein Werk in Thüringen aufbaut.

Duesmann wird nicht nur Audi-Chef, der VW-Aufsichtsrat beschloss zudem, dass der Ingenieur auch Mitglied des Konzernvorstands wird - mit dem Aufgabenbereich Konzernforschung und -entwicklung. Diesen übernimmt er vom Vorstandsvorsitzenden Diess.