Arbeiter in einem Bergwerk

Wer gehört zu den größten Bergwerksunternehmen der Welt? (Bild: grandfailure - stock.adobe.com)

Alle produzierenden Unternehmen müssen den Einkauf von Rohstoffen organisieren. Das Ziel: langfristige Lieferverträge, wie sie beispielsweise BMW, Renault oder Volkswagen in letzter Zeit abgeschlossen haben. Nicht immer werden die Rohstoffe jedoch vom Bergbauunternehmen, das sie fördert, direkt in die Industrie verkauft. Das ist abhängig vom Rohstoff selbst und welcher Form er nachgefragt wird. So ist es bei Lithium einfacher, direkt vom Produzenten zu kaufen als beispielsweise Nickel. Hier werden in der Regel die raffinierten Produkte von Industrieunternehmen eingekauft.

Rohstoffe selbst zu fördern ist unbebliebt

Zahlen der Deutschen Rohstoffagentur (DERA) zufolge sind derzeit nur rund 70 deutsche Unternehmen und Staatsbürger im Rohstoffabbau tätig; 54 davon für den internationalen Rohstoffhandel. Sie engagieren sich vor allem im osteuropäischen Ausland und sind derzeit in 68 Ländern aktiv. Allerdings geht die Zahl der Unternehmen, die sich in Entwicklungsländern engagieren, stetig zurück.

Zum Teil sind einige Unternehmen dazu übergegangen, sich an Rohstoffproduzenten zu beteiligen, um sich ihre künftige Versorgung zu sichern.

Umweltgesetze für mehr Compliance im Rohstoffabbau

„China und die USA sind die wichtigsten Player und beeinflussen massiv das Geschehen“, konstatiert Peter Buchholz, Leiter der DERA. Bei Silizium sei durch die Elektromobilität eine Verdopplung der Preise zu beobachten, auch Kobalt wird erheblich teurer. Die Umweltgesetzgebung in China greife massiv in den Kapazitätsabbau ein. Das bekämen einige Hersteller bereits bei Magnesit und Graphitelektroden zu spüren, so Buchholz.

Bergbauunternehmen stehen am Anfang jeder industriellen Wertschöpfungskette. Ohne sie hätte kein anderes Unternehmen die Werkstoffe, die es zur Herstellung seiner Produkte benötigt. Wir stellen die 10 größten Bergbaufirmen der Welt vor. Sie sind die Rohstoffzulieferer weltweit.

Zwar gilt Europa nicht als der rohstoffreichste Kontinent, allerdings mischen europäische Unternehmen ganz groß mit im weltweiten Geschäft mit Rohstoffen. Sie haben ihre Tochterunternehmen und Minen weltweit verstreut und oft nur einen Firmensitz in Europa. Ganz vorne mit dabei: Bergbaukonzerne mit Sitz in Großbritannien. Rohstoffriesen wie Glencore sind natürlich bekannt, andere fallen in der täglichen Aufmerksamkeit eher hinten runter.

Wir haben die größten Rohstoffkonzerne in Europa nach ihrem Umsatz im Jahr 2020 zusammengestellt.

China ist in den letzten Jahren zu einem großen Rohstoffproduzenten aufgestiegen. Entsprechend häufiger sind chinesische Unternehmen im Ranking der größten Rohstoffkonzerne vertreten.

Wir haben ein spezielles Auge auf die chinesischen Firmen gelegt und ein Ranking der größten chinesischen Rohstoffproduzenten erstellt. Auffällig ist der starke Fokus auf die Kohleproduktion der chinesischen Rohstoffindustrie. Allerdings ist das kein Wunder, ist Kohle doch der häufigste Energieträger der chinesischen Industrie.

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Kritische Rohstoffe: Der große Überblick

Salzsee Salar de Uyuni - Bildquelle Gerd Mischler

Sie wollen alles zum Thema kritische Rohstoffe wissen? In unserem großen Überblick erfahren Sie, welche es gibt, warum sie kritisch sind und welche Industriebranchen sie einsetzen - und bei einem Mangel am stärksten betroffen sind. Plus: Rohstoff-Steckbriefe und ein aktueller Rohstoff-Ticker.

Hier kommen Sie zum großen Überblick "Kritische Rohstoffe"

Die größten Rohstoffkonzerne 2016

  1. Glencore: 153 Milliarden US-Dollar
  2. Coal India: 144 Milliarden US-Dollar
  3. BHP Billiton: 38 Milliarden US-Dollar
  4. Rio Tinto: 33 Milliarden US-Dollar
  5. Vale: 27,5 Milliarden US-Dollar
  6. China Shenhua Energy: 20 Milliarden US-Dollar
  7. Anglo American: 23 Milliarden US-Dollar
  8. Alcoa Corporation: 9 Milliarden US-Dollar
  9. Barrick Gold Corporation: 8,5 Milliarden US-Dollar
  10. Norilsk Nickel: 8 Milliarden US-Dollar

Die größten Rohstoffkonzerne 2020

  1. Glencore: 139 Milliarden US-Dollar
  2. Jianxi Copper: 45,1 Milliarden US-Dollar
  3. BHP Group: 42,9 Milliarden US-Dollar
  4. Rio Tinto: 43,8 Milliarden US-Dollar
  5. Vale: 42,1 Milliarden US-Dollar
  6. China National Building Materials: 36,8 Milliarden US-Dollar
  7. Anglo American: 30,3 Milliarden US-Dollar
  8. Yanzhou Coal Mining: 30 Milliarden US-Dollar
  9. CRH: 27,7 Milliarden US-Dollar
  10. Holcim: 24,8 Milliarden US-Dollar

Welche Rohstoffe die Unternehmen fördern und wie die Plätze 11 bis 15 aussehen, finden Sie in unserer Bildergalerie.

Quelle: Statista

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