Digitales Procurement

RUD beschleunigt Bauteilbeschaffung mit Facturee um 50 %

RUD Ketten Rieger & Dietz, Hersteller für Hebe-, Anschlag- und Zurrtechnik, hat seine Beschaffungsprozesse erneuert: Werden kurzfristig Sonderbauteile für Instandhaltungen oder Umrüstungen benötigt, kommt das digitale Procurement von Facturee zum Einsatz. Mit einem erstaunlichen Ergebnis.

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Wie Facturee bei RUD die kurzfristige Beschaffung grundlegend verändert hat.
Wie Facturee bei RUD die kurzfristige Beschaffung grundlegend verändert hat.

Die RUD Ketten Rieger & Dietz GmbH u. Co. KG produziert Anschlagmittel und Verzurrkomponenten, Gleitschutzketten, Hebezeugketten und Fördersysteme. Das Unternehmen wurde 1875 im schwäbischen Aalen gegründet und erzielt mit etwa 1.700 Mitarbeitern in über 120 Ländern einen jährlichen Umsatz von etwa 250 Millionen Euro.

Die Fertigung bei RUD ist hochspezialisiert und komplex – was bedeutet, dass bei individuellen Kundenaufträgen häufig auch die Produktionsanlagen angepasst werden müssen. Dafür werden regelmäßig passgenaue mechanische Sonderkomponenten benötigt, ebenso wie bei Instandhaltungen. Diese Sonderteile, wie etwa CNC-gefräste oder -gedrehte Einzelstücke, müssen oft kurzfristig beschafft werden – sei es als Ersatzteile, für Werkzeuge oder zur temporären Umrüstung ganzer Produktionslinien.

„Sobald ein neues Kundenprojekt ansteht oder es Anpassungen in laufenden Prozessen braucht, müssen wir sehr schnell und zielgenau reagieren können“, erklärt Gisela Quintenz, Betriebsleiterin bei RUD. „Dafür benötigen wir flexible Partner, die uns mit passenden Bauteilen versorgen – zuverlässig, präzise und ohne langwierige Abstimmungen.“

Herausforderung: Zeitdruck, hohe Teilevielfalt und Ressourcenbindung

Vor der Zusammenarbeit mit Facturee stieß RUD regelmäßig an Grenzen, was Schnelligkeit und Effizienz in der Beschaffung betraf. Der klassische Einkauf von Zeichnungsteilen erforderte umfangreiche Koordination: Lieferantensuche, Angebotsanfragen, technische Klärungen, Terminabstimmungen, Qualitätssicherung, Bestellabwicklung, Wareneingang und Rechnungsprüfung – all das band interne Ressourcen und verzögerte Abläufe. 

Besonders herausfordernd war dabei der hohe Variantenreichtum: Oft handelt es sich bei den von RUD benötigten Bauteilen um Einzelanfertigungen oder Kleinserien, die spezifisch für ein Projekt oder einen kurzfristigen Produktionsbedarf benötigt werden. Diese müssen nicht nur exakt gefertigt, sondern oftmals auch nachbearbeitet – etwa gehärtet oder beschichtet – und termingerecht geliefert werden. Die Koordination war für den Aufwand sehr aufwändig. Hinzu kam die Abhängigkeit von einzelnen Zulieferern, was in Zeiten volatiler Lieferketten entsprechende Unsicherheiten mit sich brachte.

Lösung: Ganzheitliches Beschaffungsmodell mit FACTUREE

Mit dem Umstieg auf digitales Procurement über Facturee konnte RUD diese Herausforderungen gezielt adressieren. Der Anbieter agiert als zentraler Vertragspartner und übernimmt für Kunden den gesamten Beschaffungsprozess – von der technischen Prüfung über die Lieferantenauswahl bis zur Koordination von Fertigung, Nachbearbeitung und Versand.

Facturee greift dabei auf ein breites Netzwerk von über 2.000 qualifizierten Fertigungspartnern zurück. Durch moderne Algorithmen werden passende Produktionskapazitäten sehr schnell identifiziert. Dies ermöglicht kurze Lieferzeiten, eine hohe Teileverfügbarkeit und gleichbleibend hohe Qualität.

„Heute erhalten wir von Facturee eine Vielzahl an mechanischen Komponenten – hauptsächlich CNC-Dreh- und Frästeile, oft in kleiner Stückzahl oder sogar als Einzelstücke“, sagt Gisela Quintenz. „Die Bauteile kommen passgenau bei uns an, inklusive gewünschter Nachbearbeitungen. Wir erhalten schnell Angebote, die Kommunikation ist unkompliziert, und wir haben immer einen festen Ansprechpartner.“

Schneller umrüsten, Produktionsstillstände vermeiden

Gisela Quintenz
Gisela Quintenz

Ein zentraler Vorteil für RUD ist die deutlich gestiegene Flexibilität. Produktionslinien können dank der schnellen Bauteilbeschaffung kurzfristig umgerüstet werden – etwa, wenn Kunden neue Anforderungen stellen oder bestimmte Produkte just-in-time gefertigt werden müssen. Auch Instandhaltungsarbeiten lassen sich besser planen und schneller umsetzen, wodurch kostenintensive Stillstände minimiert werden.

„Wir können heute sehr viel schneller auf neue Bedarfe reagieren“, betont Gisela Quintenz. „Das wirkt sich direkt positiv auf unsere Produktionssicherheit aus. Die hohe Liefertreue von Facturee gibt uns zusätzliche Planungssicherheit – und das entlastet auch unsere internen Teams.“

Darüber hinaus profitiert RUD von einer signifikanten Reduktion des administrativen Aufwands: Der gesamte Prozess – von der Anfrage bis zur Lieferung – wird digital und zentralisiert abgewickelt. Das spart nicht nur Zeit, sondern auch Kosten.

Erfolgsbilanz: Mehr als 500 Teile, Reklamationsquote unter 1 %

Seit Beginn der Zusammenarbeit hat Facturee über 500 unterschiedliche Zeichnungsteile an RUD geliefert. Insgesamt wurden über 130 Bestellungen abgewickelt – bei lediglich einer Reklamation, die laut RUD schnell und unbürokratisch gelöst wurde.

„Wir haben mit Facturee einen Partner gefunden, der unsere Anforderungen an Geschwindigkeit, Qualität und Flexibilität optimal erfüllt“, resümiert Gisela Quintenz. „Durch die Digitalisierung unserer Beschaffung sparen wir rund 20 % an administrativem Aufwand ein und konnten gleichzeitig die Lieferzeiten der Beschaffung für mechanische Bauteile im Schnitt halbieren. So gewinnen wir wertvolle Zeit für unser Kerngeschäft und können wiederum unsere eigene Liefertreue erhöhen.“

Ausblick: Digitalisierung als strategisches Werkzeug

Die positive Bilanz motiviert RUD, auch in Zukunft auf digitale Beschaffung zu setzen. „In einer Zeit unsicherer Lieferketten hilft uns das Modell von Facturee auch dabei, resilienter zu werden – schneller lieferfähig, flexibler planbar, unabhängiger von einzelnen Zulieferern“, sagt Gisela Quintenz. „Digitales Procurement ist zum strategischen Werkzeug geworden.“