Die Preise für Industriemetalle sind im neuen Jahr stark gestiegen. Kupfer und Aluminium knüpfen an ihre Rallye des letzten Jahres an, und auch der Nickelpreis zieht wieder an. Warum ist das so?
Der Kupferpreis kennt fast kein Halten mehr.Maksym Yemelyanov
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Kupfer notiert seit seinem Hoch im Mai 2024 aktuell fast 2.000
US-Dollar höher. Seit dem 12. Januar 2026 liegt Kupfer bei mehr als 13.300
US-Dollar pro Tonne. Seit Mitte Dezember verzeichnet Kupfer einen fast
durchgehenden Anstieg.
Neben den mittlerweile bekannten Sorgen rund um einen
Rohmaterialmangel spielen neue Ängste hinsichtlich der Einführung von US-Zöllen
eine Rolle für den jüngsten Preisschub. Zu erkennen sei das an den weiterhin
steigenden Lagerbeständen der COMEX, so eine Analyse der Commerzbank. An der
LME fallen die Bestände nach einer zwischenzeitlichen Erholung nach Einführung
der US-Zölle dagegen wieder. Denn die Zölle werden zunächst nur auf halbfertige
Kupferprodukte und Derivate fällig.
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Es wird nun aber offenbar befürchtet, dass die Zölle doch
noch auf Kupferraffinade ausgeweitet werden, weshalb US-Unternehmen ihre
Kupferlager wieder bzw. weiter ausbauen. Da es allerdings bislang keinerlei
Indikation gibt, ob und wann tatsächlich ein solcher Schritt kommt, erscheint
den Commerzbank-Analysten eine Fortsetzung dieses Lageraufbaus fraglich.
Hinzukommt, dass zumindest kurzfristig die Kupferproduktion in China, dem
wichtigsten Metallproduzenten, noch auf hohem Niveau verharren dürfte.
Daher rechnen die Analysten für die kommenden Wochen wieder
mit einem Rückgang beim Kupferpreis. Erst im späteren Jahresverlauf, wenn sich
tatsächlich abzeichnet, dass die chinesische Kupferproduktion - nicht zuletzt
aufgrund staatlicher Intervention - ein Plateau erreicht, geht die Commerzbank
von nachhaltigen Zugewinnen aus. Die Prognose der Bank sieht den Kupferpreis bei
etwa 14.000 US-Dollar je Tonne.
Kupfer notiert seit seinem Hoch im Mai 2024 aktuell fast 2.000
US-Dollar höher. Seit dem 12. Januar 2026 liegt Kupfer bei mehr als 13.300
US-Dollar pro Tonne. Seit Mitte Dezember verzeichnet Kupfer einen fast
durchgehenden Anstieg.
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Kupferpreis.TECHNIK+EINKAUF mit Daten von Finanzen.net
Neben den mittlerweile bekannten Sorgen rund um einen
Rohmaterialmangel spielen neue Ängste hinsichtlich der Einführung von US-Zöllen
eine Rolle für den jüngsten Preisschub. Zu erkennen sei das an den weiterhin
steigenden Lagerbeständen der COMEX, so eine Analyse der Commerzbank. An der
LME fallen die Bestände nach einer zwischenzeitlichen Erholung nach Einführung
der US-Zölle dagegen wieder. Denn die Zölle werden zunächst nur auf halbfertige
Kupferprodukte und Derivate fällig.
Es wird nun aber offenbar befürchtet, dass die Zölle doch
noch auf Kupferraffinade ausgeweitet werden, weshalb US-Unternehmen ihre
Kupferlager wieder bzw. weiter ausbauen. Da es allerdings bislang keinerlei
Indikation gibt, ob und wann tatsächlich ein solcher Schritt kommt, erscheint
den Commerzbank-Analysten eine Fortsetzung dieses Lageraufbaus fraglich.
Hinzukommt, dass zumindest kurzfristig die Kupferproduktion in China, dem
wichtigsten Metallproduzenten, noch auf hohem Niveau verharren dürfte.
Daher rechnen die Analysten für die kommenden Wochen wieder
mit einem Rückgang beim Kupferpreis. Erst im späteren Jahresverlauf, wenn sich
tatsächlich abzeichnet, dass die chinesische Kupferproduktion - nicht zuletzt
aufgrund staatlicher Intervention - ein Plateau erreicht, geht die Commerzbank
von nachhaltigen Zugewinnen aus. Die Prognose der Bank sieht den Kupferpreis bei
etwa 14.000 US-Dollar je Tonne.
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Aluminium bleibt auf einem hohen Preisniveau
Die Commerzbank-Prognose für den Aluminiumpreis folgt einem
ähnlichen Muster. Hier habe die Produktion im ebenso wichtigsten Herstellerland
China bereits vergangenes Jahr offensichtlich ihr Hoch erreicht. Zumindest
stagnierte die monatliche Produktion zuletzt auf hohem Niveau. Und auch hier
fallen die Lagerbestände an der LME seit Anfang November, nachdem sie sich im
Spätsommer kurzzeitig erholt hatten, und deuten damit auf eine
Angebotsverknappung hin. Commerzbank-Analystin Thu Lan Nguyen erachtet den
Preisanstieg zwar als nachhaltig, sieht aber nur noch begrenztes weiteres
Aufwärtspotenzial bis auf 3.300 US-Dollar je Tonne bis Ende dieses Jahres.
Aluminiumpreis.TECHNIK+EINKAUF mit Daten von FInanzen.net
Ein Grund, weshalb die Analysten ihre Prognosen nur moderat
erhöhen und den jüngsten Preistrend nicht fortschreiben, ist, dass die
Produktion außerhalb Chinas durch das höhere Preisniveau steigen dürfte. Der
Kupferpreis notiert nahe seinem Rekordhoch, der Aluminiumpreis ist so hoch wie
zuletzt im Jahr 2022. Damals hatten Angebotssorgen im Zuge der
Gaspreisexplosion den Aluminiumpreis hochgetrieben. Die Energiepreise - allen
voran der europäische Gaspreis - sind seitdem aber deutlich gesunken.
Hinzu kommt, dass sich auch Bauxit und Alumina, die wichtigsten Rohmaterialen in
der Aluminiumproduktion, zuletzt verbilligt haben. Dies dürfte die
Profitabilität vieler Aluminiumproduzenten außerhalb Chinas verbessern. Mittel-
bis langfristig sei daher mit einer Belebung der Aluminiumproduktion zu
rechnen. Dies dürfte laut Nguyen den Preis auf "natürliche Weise"
deckeln. Kurzfristig seien aufgrund der Preisdynamik der letzten Monate weitere
deutliche Ausschläge nach oben jedoch nicht auszuschließen.
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Verfrühter Nickel-Optimismus
Nickelpreis.TECHNIK+EINKAUF mit Daten von Finanzen.net
Noch viel kritischer sieht Nguyen den Preisanstieg bei Nickel . Diese Einschätzung fußt auf Befürchtungen, dass die indonesische
Regierung die Minenproduktion deutlich drosseln könnte. Es gibt weiterhin
Spekulationen, dass die Regierung in Jakarta eine stärkere Regulierung planen
könnte. Es ist aber noch unklar, in welchem Ausmaß die auszugebenden
Schürfrechte tatsächlich eingeschränkt werden könnten.
Die Commerzbank hält es
aber für fraglich, dass die Regierung die heimische Minenproduktion derart
stark und vor allem schnell drosselt, dass der Preis auf ein Niveau
zurückkehrt, der der Konkurrenz außerhalb des Landes zugute käme. Vielmehr sei
vorstellbar, dass die Produktion nur graduell gedrosselt wird. Die Analystin
hält daher eine Preisprognose zum Ende dieses Jahres von 16.000 US-Dollar je
Tonne Nickel für realistisch. Erst Ende kommenden Jahres sieht sie eine
nachhaltigere Erhöhung in Richtung 18.000 US-Dollar je Tonne.