Ölbohrplattform

Norwegen erschließt ein weiteres Ölfeld vor seiner Küste. (Pixabay)

| von Dörte Neitzel

Norwegen will ein neues Ölfeld erschließen. Das Feld mit dem Namen Johan-Sverdrup sei das größte Ausbauprojekt in Norwegen seit langem, so Norwegens Öl- und Energieminister Tord Lien bei der Vorstellung der Pläne. Das neue Ölfeld liegt 140 Kilometer vor der Küste Stavangers im Westen des Landes.

In den kommenden 50 Jahren soll Johan Sverdrup rund 670 Milliarden Kronen, umgerechnet 77 Milliarden Euro, in die Staatskasse spülen. Dort lagern rund 2,7 Milliarden Barrel Öl. Sobald die Förderung voll angelaufen ist, sollen pro Tag mehr als 600.000 Barrel Öl aus dem Boden geholt werden. Umgerechnet in CO2 sind das pro Jahr rund 40 Prozent der norwegischen Gesamtemissionen.

Großzügige Erschließung neuer Ölfelder

Doch Johan-Sverdrup ist nicht das einzige neue Ölfeld. Ab 2026 will der österreichische Ölkonzern OMV die Förderung im nördlichsten Ölfeld aufnehmen. Neben OMV, die 25 Prozent besitzen, sind an Wisting die norwegischen Unternehmen Equinor Energy und Petoro sowie Idemitsu aus Japan. Wisting liegt 300 Kilometer nördlich des Festlands in der Barentsee und wurde bereits 2013 entdeckt. Experten schätzen, dass dort bis zu 440 Millionen Barrel Öl unter dem Meeresboden liegen.

Norwegens Ölindustrie hatte in den letzten Jahren stagniert, nun soll eine Phase der Wiederbelebung eingeläutet werden. Die rechtskonservative Regierung hat zuletzt eine Rekordzahl an neuen Bohrlizenzen ausgestellt. Johan Sverdrup ist dabei das grösste entdeckte Ölfeld auf dem norwegischen Festlandsockel seit Mitte der 1980er-Jahre.

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