Rohstofffonds steigt bei australischem Nolans-Projekt ein
Der Rohstofffonds beteiligt sich mit bis zu 50 Mio. EUR am Nolans-Projekt in Australien. Ziel ist eine sicherere Versorgung mit Seltenen Erden für Deutschland und Europa.
Summary: Die Bundesregierung beteiligt sich über den Rohstofffonds am Nolans-Projekt von Arafura Rare Earths Ltd. im Northern Territory. Im Fokus stehen Neodym und Praseodym für Permanentmagnete in Elektrofahrzeugen sowie Onshore- und Offshore-Windkraftanlagen. Die Beteiligung soll Lieferketten stärken, Abhängigkeiten reduzieren und die industrielle Basis in Deutschland und Europa absichern.
Warum der Rohstofffonds in Nolans investiert
Die Bundesregierung beteiligt sich über den Rohstofffonds mit bis zu 50 Mio. EUR am Nolans-Projekt des australischen Unternehmens Arafura Rare Earths Ltd. im Northern Territory. Wie die Bundesregierung mitteilt, soll damit die sichere und diversifizierte Versorgung Deutschlands und Europas mit kritischen Seltenen Erden gestärkt und bestehende Abhängigkeiten reduziert werden.
Anzeige
Die Beteiligung ist Teil der strategischen Rohstoffpolitik der Bundesregierung. Ziel ist es, den Zugang zu kritischen Rohstoffen langfristig zu sichern und die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen und europäischen Industrie zu stärken.
Was im Mittelpunkt des Nolans-Projekts steht
Im Fokus des Projekts stehen die Seltenen Erden Neodym und Praseodym. Sie gelten als zentrale Vorprodukte für Hochleistungs-Permanentmagnete, die unter anderem in Elektrofahrzeugen sowie in Onshore- und Offshore-Windkraftanlagen eingesetzt werden.
Das Nolans-Projekt umfasst sowohl den Abbau der Rohstoffe als auch deren Weiterverarbeitung. Damit leiste das Vorhaben laut Mitteilung des Bundeswirtschaftsministeriums einen wichtigen Beitrag zur Stärkung integrierter und nachhaltiger Wertschöpfungsketten für kritische Rohstoffe.
Strategische Bedeutung für Industrie und Lieferketten
Der Aufbau zusätzlicher Förder- und Verarbeitungskapazitäten außerhalb bestehender Konzentrationen ist ein wichtiger Baustein für mehr Resilienz in den globalen Lieferketten. Genau darin liegt die industriepolitische Bedeutung des Engagements: Rohstoffzugänge sollen breiter abgesichert und kritische Wertschöpfungsstufen stabilisiert werden.
Anzeige
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche sagt: „Der Zugang zu kritischen Rohstoffen ist entscheidend für unsere Wettbewerbsfähigkeit und unsere technologische Souveränität.
Seltene Erden wie Neodym und Praseodym sind unverzichtbar für Schlüsseltechnologien – von der Elektromobilität bis zur Windkraft. Mit dem Rohstofffonds investieren wir daher gezielt in Projekte wie das Nolans-Vorhaben von Arafura. So sichern wir den Zugang deutscher Unternehmen zu wichtigen Rohstoffen, machen unsere Lieferketten widerstandsfähiger und stärken die industrielle Basis in Deutschland und Europa.“
Was ist der Rohstofffonds der Bundesregierung?
Der Rohstofffonds der Bundesregierung ist ein strategisches Finanzierungsinstrument der deutschen Außenwirtschaftspolitik, das darauf abzielt, die Versorgung der Industrie mit kritischen Rohstoffen langfristig zu sichern. Er ist ein zentrales Element der Rohstoffstrategie, um Abhängigkeiten von marktbeherrschenden Anbietern (insbesondere in Asien) zu reduzieren und die Resilienz globaler Lieferketten zu stärken.
Zweck: Eigenkapitalähnliche Beteiligungen und Finanzierungen für Projekte zur Gewinnung, Verarbeitung und zum Recycling kritischer Rohstoffe (z. B. Seltene Erden, Lithium, Kobalt).
Fokus: Unterstützung von Vorhaben außerhalb bestehender Monopolstrukturen, um Diversifizierung und technologische Souveränität Deutschlands und Europas zu gewährleisten.
Verwaltung: Das Instrument wird unter der Federführung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) gesteuert, oft in Kooperation mit der KfW-Bankengruppe.
Zielbranchen: Schlüsseltechnologien wie die Elektromobilität, Windkraftanlagen und die Halbleiterindustrie.
Wie sich die Zusammenarbeit mit Australien vertieft
Zugleich unterstreicht die Beteiligung des Rohstofffonds die wachsende rohstoff- und handelspolitische Zusammenarbeit zwischen Europa und Australien. Das Projekt erhält damit nicht nur eine versorgungspolitische, sondern auch eine strategische Bedeutung für die künftige Ausrichtung internationaler Rohstoffpartnerschaften.
Anzeige
Für Deutschland und Europa steht dabei der Aufbau widerstandsfähiger Lieferketten im Mittelpunkt. Das Engagement in Australien soll helfen, den Zugang zu kritischen Rohstoffen auf eine breitere Grundlage zu stellen.