Warum Agentic AI die Beschaffung effizienter macht
Agentic AI verspricht schnelle und fundierte Entscheidungen im schwierigen wirtschaftlichen Umfeld. Doch können autonome KI-Systeme, die in Echtzeit analysieren und Risiken erkennen wirklich verlässliche Handlungsempfehlungen liefern, bevor Probleme entstehen?
Kathrin IrmerKathrinIrmer
Ein KI-Agent ist ein autonomes Softwareprogramm, das Ziele eigenständig verfolgt, Entscheidungen trifft und Aufgaben ohne ständiges menschliches Eingreifen ausführt.Nataliya-adobestock.com
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Einkaufs- und Supply-Chain-Verantwortliche sehen sich aktuell mit einer Vielzahl von Herausforderungen konfrontiert. Denn die Notwendigkeit, schnell und präzise auf
sich ständig wechselnde Marktbedingungen, geopolitische Unsicherheiten oder
Lieferkettenprobleme zu reagieren, steigert den Druck auf Unternehmen massiv - jüngstes Beispiel ist der Irankrieg, der die Preise von Öl und Gas explodieren lässt.
Gleichzeitig erfordert der Wettbewerb in einer globalisierten Wirtschaft die
kontinuierliche Optimierung von Lieferzeiten und Kosten, ohne dabei die
Qualität der Produkte und Dienstleistungen zu gefährden. Hinzu kommt die immer
komplexere Aufgabe, riesige Datenmengen aus verschiedenen Quellen zu
analysieren und daraus fundierte Entscheidungen zu treffen. Hier kommen
KI-Agenten, auch als Agentic AI bekannt – aber was steckt eigentlich hinter
diesem Begriff?
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Was sind Agentic
AI-Systeme?
Intelligente
KI-Agenten sind fortschrittliche, KI-basierte Anwendungen, die – wie zum
Beispiel Gieni AI von Orderfox – eigenständig Informationen sammeln,
analysieren und verarbeiten, um unmittelbar gut begründete Entscheidungen
treffen oder gezielte Vorschläge geben zu können. Der Begriff „agentic"
beschreibt dabei die Fähigkeit dieser Systeme, vollkommen autonom zu agieren –
also ohne direkte menschliche Intervention zu handeln. Besonders leistungsfähig
sind sie, da sie kontextbasiert arbeiten und somit genau die relevanten Daten
zum richtigen Zeitpunkt liefern, die für eine zielgerichtete
Entscheidungsfindung notwendig sind.
Für
Einkaufsabteilungen und Supply-Chain-Manager bedeutet das, dass sie nicht
länger auf statische Daten angewiesen sind, die mühsam erfasst oder extern
beschafft werden müssen. Stattdessen fließen relevante Informationen
automatisiert und nahtlos in ihre täglichen Arbeitsprozesse ein. Diese
fortschrittlichen Systeme bieten eine Vielzahl von Vorteilen, vor allem im
Bereich der Marktintelligenz, Risikoanalyse und strategischen
Entscheidungsfindung.
Agentic AI bietet
Unternehmen verschiedene strategische Vorteile. Besonders hervorzuheben ist die
vollautomatisierte Datenerhebung und Live-Analyse: Diese Systeme erfassen
kontinuierlich umfangreiche Informationen aus vielfältigen Quellen, verarbeiten
sie intelligent und generieren solide Entscheidungsgrundlagen in Echtzeit.
Dadurch lassen sich manuelle Prozesse im Einkauf und in der Supply Chain
deutlich reduzieren. Unternehmen können schneller und gezielter auf
Marktveränderungen reagieren, Risiken minimieren und Chancen effizient nutzen. Die Dimensionen
dieser Datenverarbeitung verdeutlicht Timur Göreci, CRO von Orderfox, am
Beispiel von Gieni AI: „Gieni AI durchsucht kontinuierlich unsere
spezialisierten Datenbanken, die mittlerweile über 6,7 Mio. Unternehmensprofile weltweit sowie mehr als 380 Mio. analysierte Webseiten
enthalten.
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Diese enorme Datenmenge ermöglicht es Gieni AI, relevante
Informationen in Echtzeit zu verarbeiten und dann bereitzustellen, was die
Effizienz der Marktanalyse erheblich steigert.“ Ein weiterer
entscheidender Nutzen liegt in der Vorhersage von Marktentwicklungen. Durch die
intelligente Analyse historischer Daten und aktueller Marktbedingungen hilft
Agentic AI bei der Optimierung von Bestellmengen und -zeitpunkten. Unternehmen
können ihre Einkaufsstrategien gezielt anpassen, Lagerkosten senken und die
Versorgungssicherheit nachhaltig verbessern.
Besonders wertvoll
ist die Fähigkeit von intelligenten Systemen, Versorgungsrisiken frühzeitig zu
erkennen – etwa im Hinblick auf Preisvolatilität, politische Unsicherheiten
oder Naturkatastrophen. So lassen sich proaktive Anpassungen in der Supply
Chain treffen, bevor Probleme entstehen. Göreci erklärt den praktischen Nutzen:
„Mit Gieni AI können Unternehmen nicht nur Marktveränderungen erkennen, sondern
auch Lieferantenrisiken – etwa durch politische Unsicherheiten oder
Naturkatastrophen – frühzeitig abwenden, was eine proaktive Anpassung
ermöglicht.“
Strategische
Lieferantenauswahl und Integration
Auch bei der
Verhandlungsführung und Lieferantenauswahl bietet Agentic AI Vorteile. Die Systeme analysieren detailliert Preisstrukturen,
Lieferperformance und Qualitätskennzahlen – eine solide Basis für erfolgreiche
Verhandlungen und zur Identifikation neuer Marktpotenziale. Ein konkretes
Beispiel für diese Möglichkeiten liefert Göreci: „Ein Unternehmen, das auf
Gieni AI zugreift, entdeckt durch die Analyse von Markttrends neue,
wachstumsstarke Regionen, in denen es noch keine Lieferantenbeziehungen
aufgebaut hat. Das ermöglicht eine schnelle Expansion in diesen Märkten."
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Darüber hinaus
optimiert Agentic AI das Bestandsmanagement spürbar, indem es exakte Prognosen
zur Nachfrage und Lieferverfügbarkeit erstellt. Das minimiert sowohl Fehl- als
auch Überbestände und reduziert die Fehleranfälligkeit manueller Entscheidungen
durch algorithmusbasierte Analysen. Ein weiterer
Anwendungsbereich ist die Marktsegmentierung. Diese Technologie ist in der
Lage, spezifische Marktsegmente genau zu identifizieren und darauf abgestimmte
Einkaufsstrategien zu entwickeln. „Die kontinuierliche Lernfähigkeit von Gieni
AI ist ein bedeutender Vorteil für Unternehmen, da sie in der Lage sind, immer
präzisere Marktprognosen zu erhalten, die ihre Einkaufsstrategien verfeinern
und damit Wettbewerbsvorteile verschaffen,“ betont Göreci.
Ein großer Vorteil
liegt in der reibungslosen Integration in bestehende Arbeitsumgebungen. Agentic
AI kann direkt in Tools wie Microsoft 365 eingebunden werden und wird so zum
natürlichen Bestandteil des digitalen Arbeitsplatzes. Göreci verdeutlicht die praktischen
Auswirkungen: „Durch die Integration von Gieni AI in Microsoft 365 Copilot wird
Gieni AI zu einem festen Bestandteil des digitalen Arbeitsplatzes und
erleichtert Millionen von Nutzern den Zugriff auf relevante Marktanalysen. Der
KI-Agent bindet die gewonnenen Erkenntnisse nahtlos in bestehende
Arbeitsabläufe und Tools ein, wodurch Prozesse optimiert, Recherchen
vereinfacht und Entscheidungsfindungen verbessert werden – ganz ohne
zusätzliche Apps.“
Nachhaltigkeit und
Skalierbarkeit
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Auch Themen wie
Nachhaltigkeit und ethische Beschaffung profitieren maßgeblich von Agentic AI.
Die Systeme können CO₂-Emissionen analysieren, umweltfreundliche Lieferanten
identifizieren und externe Einflüsse – etwa geopolitische oder wirtschaftliche
Veränderungen – in die langfristige Planung einbeziehen. Ein praktisches
Beispiel erläutert Göreci: „Unternehmen, die die CO₂-Emissionen ihrer
Lieferanten analysieren und feststellen, dass ein Anbieter aufgrund nicht
nachhaltiger Praktiken ersetzt werden sollte, finden mit Gieni AI effizient
eine passende Alternative.“
Nicht zuletzt
lässt sich Agentic AI außergewöhnlich gut skalieren. Sie wächst
problemlos mit den Anforderungen und Informationsvolumen eines Unternehmens –
ohne zusätzliche Belastung für personelle Ressourcen. Göreci fasst diesen
Vorteil zusammen: „Durch die skalierbare Architektur von Gieni AI können wir
mit zunehmendem Umfang der Daten und den wachsenden Anforderungen unserer
Kunden Schritt halten, ohne die Effizienz und Genauigkeit der Analysen zu
beeinträchtigen.“ Die Zukunft der
Marktanalyse liegt eindeutig in der intelligenten Nutzung von Agentic AI – ein
Wandel, der Unternehmen nicht nur Marktvorteile verschafft, sondern auch
nachhaltigere und effizientere Geschäftsprozesse ermöglicht.
Mit Agentic AI den Wettbewerbsvorteil sichern
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Agentic AI wird sich in den
kommenden Jahren weiterentwickeln und zunehmend unverzichtbar für Unternehmen
in der Beschaffung und Supply Chain werden. Angesichts der sich ständig
ändernden Marktbedingungen und der zunehmenden Komplexität der Lieferketten sollten
Unternehmen nicht nur die Chancen dieser Technologien erkennen, sondern auch
aktiv damit arbeiten, um das volle Potenzial von KI-Agenten zu nutzen. „Unternehmen, die jetzt in Agentic AI investieren, sichern sich einen
klaren Wettbewerbsvorteil und bleiben auch in einem zunehmend komplexen
Marktumfeld erfolgreich,“ sagt Timur Göreci. „Mit KI-Agenten wie Gieni AI
lassen sich Marktanalysen in Echtzeit optimieren und Entscheidungen smarter
treffen. Gieni AI ist bereits über den Microsoft-Marktplatz verfügbar und nutzt
das Model Context Protokoll (MCP), um autonom mit anderen Agenten
zusammenzuarbeiten – für maximale Effizienz entlang der gesamten Wertschöpfungskette.“
FAQ - Agentic AI
Was sind Agentic AI-Systeme?
Agentic AI-Systeme sind KI-Anwendungen, die eigenständig Informationen sammeln, analysieren und verarbeiten, um Entscheidungen zu treffen oder Vorschläge zu machen – ohne direkte menschliche Eingriffe. Sie arbeiten kontextbasiert und liefern relevante Daten zum richtigen Zeitpunkt.
Welche Datenmengen verarbeitet ein solches System?
Das Beispielsystem Gieni AI durchsucht Datenbanken mit über 6,7 Millionen Unternehmensprofilen weltweit sowie mehr als 380 Millionen analysierten Webseiten – kontinuierlich und in Echtzeit.
Wie unterstützen diese Systeme das Risikomanagement in der Supply Chain?
Agentic AI erkennt frühzeitig Versorgungsrisiken wie Preisvolatilität, politische Unsicherheiten oder Naturkatastrophen, sodass Unternehmen ihre Lieferketten proaktiv anpassen können, bevor Probleme entstehen.
Lässt sich Agentic AI in bestehende Arbeitsumgebungen einbinden?
Ja. Die Systeme können direkt in Tools wie Microsoft 365 integriert werden. Gieni AI ist über den Microsoft-Marktplatz verfügbar und nutzt das Model Context Protocol (MCP), um autonom mit anderen Agenten zusammenzuarbeiten.
Welche Rolle spielt Agentic AI beim Thema Nachhaltigkeit?
Die Systeme können CO₂-Emissionen von Lieferanten analysieren, umweltfreundlichere Alternativen identifizieren und geopolitische oder wirtschaftliche Veränderungen in die langfristige Beschaffungsplanung einbeziehen.