Nachhaltigkeitsysmbol grüne Pfeile im Kreis

Zulieferer und belieferte Unternehmen scheinen Nachhaltigkeit unterschiedlich wahrzunehmen. (Bild: malp - stock.adobe.com)

EcoVadis hat das Sustainable Procurement Barometer 2021 veröffentlicht. Die in Zusammenarbeit mit der Stanford Graduate School of Business durchgeführte Studie ergab, dass Nachhaltigkeitsziele von Unternehmen ganz oben auf der Agenda von Führungskräften stehen. 63 Prozent der Führungskräfte geben an, dass dies jetzt sehr wichtig ist, während es vor zwei Jahren nur 25 Prozent waren.

"Viele haben befürchtetet, dass sich die Pandemie negativ auf den weltweiten Fortschritt in Sachen Nachhaltigkeit auswirken würde. Unsere Untersuchung hat das Gegenteil ergeben - die Nachhaltigkeitsverpflichtungen und -investitionen sind bei 93 Prozent der Unternehmen gleich geblieben oder gestiegen", so Pierre-Francois Thaler, Mitbegründer und Co-CEO von EcoVadis. "Während die Beschaffungsteams den Neuaufbau ihrer Lieferketten angehen, erkennen viele, dass robuste nachhaltige Beschaffungspraktiken für die Stärkung der Widerstandsfähigkeit und die Wertschöpfung von entscheidender Bedeutung sind."

Während die Commitments der Unternehmen und der öffentliche Druck weltweit zugenommen haben, ist die Umsetzung der Ziele - insbesondere in der Lieferkette - noch nicht erreicht. Nur 48 Prozent der befragten Lieferanten sind der Meinung, dass die einkaufenden Unternehmen, mit denen sie zusammenarbeiten, sich wirklich für Nachhaltigkeit engagieren und aktiv mit ihnen zusammenarbeiten, um die Nachhaltigkeitspraktiken in ihren Geschäftsbeziehungen zu fördern. Noch alarmierender ist, dass 46 Prozent der Lieferanten angaben, dass Nachhaltigkeit für ihre Kunden zwar auf dem Papier wichtig sei, sich aber nicht in der Art und Weise ihrer Zusammenarbeit widerspiegele.

So machen Sie Ihre Lieferkette zukunftssicher

Bild: j-mel / stock.adobe.com

Häfen schließen wegen Corona und Zulieferer fallen aus. Container für den Transport scheinen nie dort zu sein, wo man sie braucht. Die Folge: Materialpreise schnellen in die Höhe. Gleichzeitig zieht die Nachfrage wieder an. Da ist es kein Wunder, dass fast zwei Drittel der deutschen Industriefirmen über Engpässe und Probleme bei Vorlieferungen als Hindernis für ihre Produktion klagen.

Wie können Unternehmen also den zahlreichen und unterschiedlichen Risiken ihre Spitze nehmen? Und wie kann Künstliche Intelligenz dabei unterstützen?

Diesen Fragen – und noch vielen weiteren – gehen wir bei unserem ersten Digitalen Thementag am 15. September nach.

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Ergebnisse des Sustainable Procurement Barometers 2021 sind:

Arbeits- und Menschenrechtsfragen prägen die Beschaffungsstrategie. In ihren Zwei- bis Drei-Jahres-Strategien räumen Beschaffungsorganisationen Arbeits- und Menschenrechtsfragen Priorität ein, gefolgt von Umwelt, Sozialem und Unternehmensethik.

Das Beschaffungswesen adressiert Diversität, Rassismus, Nichtdiskriminierung und Gleichberechtigung. 61 Prozent  geben an, dass soziale Fragen in den nächsten zwei bis drei Jahren "wichtiger" oder "deutlich wichtiger" sein werden.

Nachhaltige Beschaffung erweist sich als Schlüssel zur Widerstandsfähigkeit der Lieferkette. 63 Prozent der befragten Unternehmen und 71 Prozent der befragten Lieferanten geben an, dass ihre Initiative zur nachhaltigen Beschaffung ihnen geholfen hat, die COVID-19-Pandemie zu überstehen.

Nachhaltigkeitsleistung ist entscheidend für Umsatz und Wachstum. 69 Prozent der Befragten berücksichtigen die Nachhaltigkeitsleistung bei der Auswahl neuer Lieferanten und der Erneuerung von Verträgen - gegenüber 51 Prozent im Jahr 2019.

Mittelständische Unternehmen (mit einem Umsatz von 100 Millionen bis 1 Milliarde US-Dollar) setzen auf Nachhaltigkeit. 48 Prozent glauben, dass sich Nachhaltigkeit positiv auf ihr Geschäft auswirken wird, während 47 Prozent erwarten, dass ein nachhaltiger Ansatz zu einer verbesserten betrieblichen Effizienz und niedrigeren Kosten führen wird.

Tools zur Förderung der nachhaltigen Beschaffung werden selten genutzt

Zu den beliebtesten Tools gehören

  • die Selbstbewertung von Lieferanten (52 Prozent),
  • Risikobewertungsmodelle für Kategorien/Länder (41 Prozent) sowie
  • Auditprogramme für Lieferanten und Pläne für Abhilfemaßnahmen (40 Prozent)
  • Verwendung von Leitlinien für Einkäufer*innen zu Best Practices (24 Prozent) und
  • Schulungsprogramme für Lieferanten (24 Prozent)

Wie haben sich die Prioritäten der Beschaffungsorganisationen in den letzten zwei Jahren verändert?

Ein Jahr nach dem Ausbruch der durch die Corona-Pandemie verursachten weltweiten Unterbrechungen der Lieferkette - und der möglicherweise schwierigsten Zeit, die die Supply Chain Professionals seit Jahrzehnten erlebt haben - ist der verstärkte Fokus auf die Risikominderung kaum überraschend.

Bemerkenswert ist jedoch die geringere Bedeutung der Kostenreduzierung (ein Rückgang um 20 Prozent im Vergleich zu 2019) und die steigende Zahl der Unternehmen, die sich für die Erreichung ihrer Nachhaltigkeitsziele einsetzen (ein Anstieg um 38 Prozent gegenüber 2019).

Neu hinzugekommen und gleich mit 48 Prozent eine der Hauptprioritäten ist die Widerstandsfähigkeit der Lieferkette geworden.

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