Ringen um kritische Rohstoffe

Kommt ein Mindestpreis für Seltene Erden?

Kurzfristig wollen die USA mit anderen Ländern über den Zugang zu kritischen Rohstoffen sprechen. Vizekanzler Klingbeil mahnt in Washington: Es darf nicht zu einem Pakt gegen Dritte kommen.

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Seltene Erden
Seltene Erden bleiben ein Konfliktpotenzial.

Nach einem Treffen der Finanzminister der G7-Staaten und weiterer Länder in Washington sagte Finanzminister Lars Klingbeil , es brauche eine engere internationale Kooperation, um einen sicheren Zugang zu Rohstoffen zu haben und Lieferketten aufrecht erhalten zu können. Dies sei eine der wichtigsten Fragen für Deutschland und Europa, wenn es um Wachstum und sichere Arbeitsplätze gehe, erklärte der SPD-Politiker. 

Klingbeil zeigte sich offen für Mindestpreisen unter anderem für Seltene Erden . "Wir müssen in Europa gucken, wie wir Produktion aufbauen können und dafür muss es auch ein bestimmtes Preisniveau geben", sagte der SPD-Chef.  Eine Preisuntergrenze soll Produzenten außerhalb Chinas absichern, falls die Volksrepublik die Märkte mit billigen Angeboten unter Druck setzt.  China ist der weltweit größte Hersteller, die EU bezieht fast ihren gesamten Bedarf an Seltenen Erden von dort.

Keine Zeit zu verlieren

Zugleich mahnte der Bundesfinanzminister: "Was ich allerdings nicht will, ist, dass wir uns mit Staaten zusammenschließen und Politik gegen Dritte machen." Das Handelssystem müsse auf Kooperation und nicht auf Gegeneinander basieren. "Und da können Mindestpreise eine Option sein", sagte Klingbeil. Fest stehe jedenfalls, dass man bei dem Thema keine Zeit verlieren dürfe. Deshalb solle vieles während der französischen G7-Präsidentschaft in diesem Jahr geklärt werden.

Als kritische Rohstoffe gelten 34 für die Wirtschaft besonders wichtige Stoffe wie Lithium , Kobalt , Seltene Erden , Kupfer oder Aluminium . Sie sind wichtig für Schlüsseltechnologien, ihre Versorgung hängt aber oft von wenigen Ländern wie unter anderem China ab. Die USA hatten Finanzminister der G7-Staaten, aber auch von Australien, Südkorea, Indien und Mexiko kurzfristig zu einem Treffen zum Thema eingeladen.