Ranking 2025

Top 50-Länder: Hier liegen die größten Erdölreserven

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Erdöl-Bohrturm Erdöl-Reserven
Erdöl-Bohrturm auf See.

Einkäufer schauen besorgt auf die steigende Zahl weltweiter Konflikte, die den Ölpreis schwanken lassen. Wo liegen die meisten Reserven des begehrten Rohstoffs?

"Drill, Baby, Drill" - das zumindest ist das Mantra den alten und neuen US-Präsidenten Donald Trump. Er setzt vermehrt auf den fossilen Energieträger Erdöl, obwohl in den USA nicht die meisten Erdölreserven liegen. Denn Das Geschäft mit Erdöl und Erdölprodukten ist immer noch lukrativ. Sehr lukrativ.

Interessant: Zwar gelten die arabischen Staaten weithin als die größten Öllieferanten, befeuert durch die öffentliche Präsenz der OPEC, die einen Ölpreis festlegt. Und tatsächlich sind in der OPEC viele arabische Staaten organisiert - aber eben nicht nur. Daneben gibt es aber einige weitere Erdölproduzenten, die auf ein großes Reservoir an Erdöl blicken.

Unsere Bildergalerie zeigt die Länder mit den weltweiten höchsten Erdöl-Reserven nach Ländern im Jahr 2025. Dabei bezeichnen Reserven Vorkommen, die nach dem heutigen Stand der Technik wirtschaftlich abbaubar sind. Im Gegensatz zu den Reserven bezeichnen Ressourcen Vorkommen, die zwar nachweislich vorhanden sind, aber gegenwärtig noch nicht wirtschaftlich gefördert werden können. Das Ranking basiert auf Daten von Globalfirepower.com.

Länder-Ranking: Wo liegen die meisten Erdöl-Reserven?

Plätze 11 bis 20 der Länder mit den höchsten Erdölreserven
Plätze 11 bis 20 der Länder mit den höchsten Erdölreserven

Erdölförderung in Deutschland

Die Erdölproduktion hat in Deutschland eine lange Tradition. Bereits seit über 160 Jahren wird hierzulande Erdöl gefördert. 1858 stieß man im niedersächsischen Wietze auf Erdöl – die erste erfolgreiche Erdölbohrung der Welt! In den 1950er Jahren stieg die Erdölförderung stark an. In den späten 1960er-Jahren wurden in Deutschland mit rund 8 Millionen Tonnen Erdöl pro Jahr die bisher größten Mengen gefördert, seitdem geht die Produktion kontinuierlich zurück.

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Wo liegen in Deutschland Erdölreserven?

Die wichtigsten Erdölvorkommen Deutschlands befinden sich in Norddeutschland. Bezogen auf die Bundesländer wird in Schleswig-Holstein (ca. 1 Millionen Tonnen Erdöl in 2022) und Niedersachsen (ca. 600.000 Tonnen Erdöl in 2022) der Großteil des heimischen Erdöls gefördert – zusammen rund 90 Prozent der deutschen Gesamtproduktion. Auch in anderen Bundesländern, wie z.B. Rheinland-Pfalz, Bayern oder Hamburg wird Erdöl gefördert, allerdings in geringeren Mengen.

Eines der bedeutsamsten und größten Erdölfelder Deutschlands liegt in Schleswig-Holstein im Wattenmeer: Mithilfe der Bohr- und Förderinsel Mittelplate wurden seit Inbetriebnahme im Jahr 1987 insgesamt mehr als 40 Millionen Tonnen Erdöl gefördert. Ende der 1980er Jahre war diese noch fast doppelt so hoch wie heute (knapp 4 Millionen Tonnen Erdöl/Jahr).

In Deutschland förderten die Unternehmen im Jahr 2022 insgesamt rund 1,7 Millionen Tonnen Erdöl. Das heißt, die heimische Erdöl-Produktion deckt nur etwa zwei Prozent des Verbrauchs in Deutschland. Die anderen 98 Prozent des in Deutschland benötigten Erdöls werden aus dem Ausland importiert.

Plätze 21 bis 30 der Länder mit den größten Erdölreserven
Plätze 21 bis 30 der Länder mit den größten Erdölreserven.

Woher kommt das Erdöl, das Deutschland benötigt?

Der überwiegende Teil des in Deutschland benötigten Erdöls wird aus dem Ausland importiert: ca. 98 Prozent. Laut Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) sind unter anderem waren im Jahr 2021 noch die Russische Föderation, die USA, Kasachstan, Großbritannien und Norwegen wichtige Liefernationen. Seit die Sanktionen wegen des Ukrainekriegs gegen Russland inkraft sind, importiert Deutschland mehr Erdöl aus den anderen Ländern. Der Anteil Russlands an den Erdölimporten Deutschlands sank von 36,5 Prozent im Januar 2022 auf 0,1 Prozent im Januar 2023.

Länder mit den meisten Erdölreserven Plätze 31 bis 40
Das sind die Länder mit den meisten Erdölreserven, Plätze 31 bis 40.
Länder mit den größten Erdölreserven (Plätze 41 bis 50)
Das sind die Länder mit den größten Erdölreserven, Plätze 41 bis 50.

Portrait Dörte Neitzel Redakteurin Technik+Einkauf

Die Autorin: Dörte Neitzel

Dörte Neitzel ist Wissens- und Infografik-Junkie vom Dienst. Dinge und Zusammenhänge zu erklären ist ihr Ding, daher beschreibt sie sich selbst auch gern als Erklärbärin mit Hang zur Wirtschaft – was einem lange zurückliegenden VWL-Studium geschuldet ist. Nach einigen Stationen im Fachjournalismus lebt sie dieses Faible bevorzugt auf der Webseite der TECHNIK+EINKAUF aus und taucht besonders gern ab in die Themen Rohstoffe und erneuerbare Energien.

Privat ist Südfrankreich für sie zur zweiten Heimat geworden, alternativ ist sie in der heimischen Werkstatt beim Schleifen, Ölen und Malern alter Möbel zu finden oder in südbayerischen Berg-und-See-Gefilden mit Hund im Gepäck unterwegs.

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Länder mit den größten Erdölreserven der Welt

  1. Venezuela
  2. Saudi-Arabien
  3. Iran
  4. Kanada
  5. Irak
  6. Kuwait
  7. VAE
  8. Russland
  9. Libyen
  10. USA

Mehr Informationen finden Sie in unserer Bildergalerie.

Quelle: Globalfirepower.com

FAQ - Erdölreserven

Was versteht man unter Erdölreserven?

Erdölreserven sind die Mengen an Rohöl, die nach heutigen technischen und wirtschaftlichen Maßstäben förderbar sind. Sie unterscheiden sich von Ressourcen, die zwar vorhanden, aber noch nicht wirtschaftlich nutzbar sind.

Welche Länder verfügen über die größten Erdölreserven?

Die größten nachgewiesenen Reserven liegen in Venezuela, Saudi-Arabien, Iran und Kanada. Diese Länder besitzen teils schwer zugängliches Öl, etwa in Form von Ölsanden oder Tiefseelagerstätten.

Wie lange reichen die globalen Erdölreserven noch?

Je nach Verbrauchsrate und technologischem Fortschritt reichen die bekannten Reserven noch mehrere Jahrzehnte, oft wird ein Zeitraum von 40 bis 50 Jahren genannt. Neue Entdeckungen oder alternative Energien könnten diesen Zeitraum verlängern.

Welche Rolle spielen Erdölreserven in der Geopolitik?

Erdölreserven sind ein strategischer Machtfaktor, da sie wirtschaftliche Stabilität und politische Einflussnahme ermöglichen. Länder mit großen Reserven haben oft eine Schlüsselrolle in internationalen Beziehungen und Energieabkommen.

Wie werden Erdölreserven erfasst und bewertet?

Sie werden durch geologische Untersuchungen, Bohrungen und seismische Messungen ermittelt. Die Bewertung hängt von Faktoren wie Förderbarkeit, Marktpreis und Umweltauflagen ab.